CORTISON IST NICHT DIE LÖSUNG, HYPOTHALAMUS SOLL GESCHÜTZT WERDEN - DER SCHLÜSSEN ZUR JUGEND UND VIELEM MEHR
- 12. Juni
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Während die Suche nach der Quelle der ewigen Jugend unaufhaltsam weiter geht, haben Forscher in einer Studie wenigstens schon einmal die Quelle des Alterns entdeckt,
Während die Suche nach der Quelle der ewigen Jugend unaufhaltsam weiter geht, haben Forscher in einer Studie wenigstens schon einmal die Quelle des Alterns entdeckt.
Diese neue Erkenntnis öffnet jetzt natürlich den Weg für ganz neue Strategien, um altersbedingte Krankheiten zu bekämpfen oder auch einfach um die Lebensspanne zu verlängern.
Bis diese Strategien jedoch marktreif sind, werden noch Jahrzehnte vergehen. Wir verraten Ihnen, wie Sie inzwischen selbst den Alterungsprozess verzögern und Mr. Hypothalamus in seine Schranken weisen können.
Wenn Menschen altern, ann man im Gewebe entzündliche Vorgänge beobachten. Entzündungsprozesse aber sind ebenfalls an der Entstehung verschiedener altersbedingter Krankheiten beteiligt.
Dazu gehören beispielsweise Herzkreislauferkrankungen, neurologische Erkrankungen, verschiedene Arten von Krebs sowie das metabolische Syndrom.
Das metabolische Syndrom beschreibt verschiedene Symptome, die sich meist aus ungünstigen Ernährungsgewohnheiten, Bewegungsmangel und Stress entwickeln:
Übergewicht, hohe Blutfettspiegel (Triglyceride und Cholesterin), Bluthochdruck, Insulinresistenz und erhöhte Blutzuckerwerte (Diabetesvorstufe) und erhöhte Harnsäurewerte,
In den letzten Jahren nun konnten Dr. Dongsheng Cai, Professor für Molekular-Pharmakologie am Albert Einstein College of Medicine in New York und seine Kollegen zeigen, dass entzündliche Prozesse ihren Ursprung offensichtlich im Hypothalamus haben, also direkt im Gehirn.
Wie aber macht das der Hypothalamus?
An Entzündungsprozessen sind Hunderte von Molekülen beteiligt, NF-κB aber ist jener, der in der Kontrollzentrale der Entzündung ganz vorn sitzt
NF-κB gibt all den Entzündungsbotenstoffen sozusagen ein Startzeichen, damit diese loslegen mögen und bringt auf diese Weise die Entzündung erst ins Rollen. Man spricht dann vom sog. NF-κB–Signalweg,
In besagter Studie nun (Hypothalamus and Aging) zeigten Prof. Cai und sein Team, dass die Aktivierung dieses NF-κB-Signalweges im Hypothalamus ganz auffallend den Alterungsprozess beschleunigen kann.
Die Aktivierung des NF-κB Proteins im Hypothalamus ist also nicht ungefährlich. Dadurch können Entzündungsprozesse ausgelöst werden, und zwar ohne dass eine Infektion seitens eines Erregers (Bakterium, Virus etc.) vorliegen würde,
Einige aus dieser Aktivierung entstandenen entzündlichen Botenstoffe sind wiederum in der Lage, das NF-κB erneut zu aktivieren, so dass die bereits vorhandene Entzündung noch verstärkt wird.
Ja, im Grunde wird die Aktivität des NF-κB ausserdem durch verschiedenste Formen von Zellstress beschleunigt. Zellstress aber hat eine vermehrte Bildung freier Radikale zur Folge, die – einem Teufelskreis gleich – die Aktivierung des NF-κB (u. a. im Hypothalamus) weiter vorantreiben.
Als Folge dieser unseligen Verkettung können verschiedene Autoimmunerkrankungen, rheumatische Erkrankungen, Herz-Kreislauferkrankungen sowie degenerative Erkrankungen wie Muskel-, Knochen- und Gedächtnisschwund ausgelöst werden.
Konzentrieren Sie sich daher auf sämtliche Massnahmen, die Zellstress (oxidativen Stress) und damit Entzündungsprozesse verhindern können, was leicht durchführbar ist.
Die erste Anti-Aging-Empfehlung lautet daher: Meiden Sie möglichst viele der Zellstress auslösenden Faktoren und schützen Sie so Ihren Hypothalamus. Zu diesen schädlichen Einflüssen zählen mit Toxinen belastete Lebensmittel,, industriell verarbeitete Lebensmittel,, Nikotin,, Alkohol und andere Drogen,, radioaktive und elektromagnetische Strahlung, Schlafmangel und Dauerstress und psychische Probleme.
Dies alles erzeugt Zellstress, der automatisch die Entstehung freier Radikale auslöst. Diese wiederum setzen Prozesse in Gang, die chronische Entzündungen in uns entstehen lassen (z. B. im Hypothalamus), uns krank machen und schliesslich schnell altern lassen. Geben Sie Ihrem Körper daher das, was er zur Abwehr dieser zerstörerischen freien Radikale benötigt.
Versorgen Sie Ihren Organismus mit den Widersachern von Zellstress, den Feinden der freien Radikale – nämlich mit Antioxidantien – und blockieren Sie auf diese Weise (im Hypothalamus und anderen Körperbereichen) die Entstehung chronischer Entzündungskaskaden gleich im Vorfeld.
Folgende Lebensmittel sind besonders reich an Antioxidantien. Integrieren Sie diese daher täglich in Ihren Speiseplan: Früchte, Gemüse, Salate, frische Kräuter und Wildpflanzen, Sprossen, Ölsaaten und Nüsse.
Zusätzlich ist es sinnvoll, konzentrierte Antioxidantien in Form von hochwertigen und natürlichen Nahrungsergänzungsmitteln einzunehmen, natürlich nicht alle gleichzeitig.
Vitamin D und Cortisol (körpereigenes Cortison) sind zwei ausserordentlich wichtige Co-Faktoren, die im Hypothalamus und anderen Körperregionen die Hemmung des NF-kB unterstützen und so mit dazu beitragen, dass die durch dessen Aktivierung entstandenen Auswirkungen auf den Körper wieder abklingen können.
Wie wichtig besonders das Vitamin D in diesem Zusammenhang ist, zeigt sich auch darin, dass der Körper bei Aktivierung des NF-kB gleichzeitig ein Vitamin D aktivierendes Enzym mobilisiert.
Damit aber in dieser Situation überhaupt ausreichend Vitamin D aktiviert werden kann, muss natürlich auch genügend zu aktivierendes Vitamin D im Körper vorhanden sein. Daher ist ein ausreichender Vorrat an Vitamin D zum Schutz vor einer übermässigen NF-kB-Aktivierung im Hypothalamus unerlässlich.
Das Vitamin D zeigt generell eine entzündungshemmende Wirkung, denn es ist im der Lage, die Produktion entzündungsauslösender Botenstoffe zu hemmen und sie in ihrer Wirkung deutlich abzuschwächen.
Aber auch diese äusserst wichtige Eigenschaft setzt einen ausreichend gefüllten Vitamin D-Speicher voraus – was in mitteleuropäischen Breiten oft nicht der Fall ist, da die meisten Menschen unter einem chronischen Vitamin-D-Mangel leiden.
Cortison-Therapie behebt nicht die Ursache der Entzündung.
Häufig wird bei chronischen Entzündungsprozessen in der Schulmedizin synthetisches Cortison eingesetzt, das ja auch tatsächlich entzündungshemmend wirkt. Dennoch ist die Einnahme von Cortison nicht die Lösung des Problems.
Synthetisches Cortison führt dazu, dass die körpereigene Cortisol-Produktion erheblich reduziert wird. Das synthetische Cortison unterdrückt zwar die mit der Entzündung einhergehenden Symptome, kann den Körper jedoch nicht heilen, da die Ursache der Entzündung – oxidativer Zellstress in Verbindung mit Antioxidantienmangel – nicht berücksichtigt wird.
Zudem hat die langfristige Einnahme von Cortison gravierende Nebenwirkungen:
Schleimhäute und die Haut werden mit der Zeit immer dünner, viele Patienten schwemmen vor allem im Gesicht stark auf (Vollmondgesicht) und werden übergewichtig, der Blutzuckerspiegel steigt, Diabetes kann entstehen und Osteoporose entsteht.
Diese Liste ist dabei noch lange nicht vollständig! Es gibt also noch viele weitere Nebenwirkungen bei der Cortisontherapie.
Eine nur selten erwähnte Nebenwirkung, die aber von den Betroffenen als besonders quälend empfunden wird, ist der Libido- und Potenzverlust unter Cortisontherapien, die dann noch zusätzlich zu den übrigen alterstypischen Gesundheitsproblemen den Sex im Alter zu einer immer grösseren Herausforderung werden lassen.
Wie Sie die Nebenwirkungen von Cortison lindern können, habe ich bereits einem ausführlichen Artikel geschrieben, nun Fakt ist, dass die Maßnahmen individuell eingestellt werden sollen, damit es Erfolge gibt.
Müssen Sie Cortison einnehmen?
Haben Sie Fragen dembezüglich?
Kontaktieren Sie mich, gerne werde ich ihnen wie vielen anderen meinen Patienten bereits – helfen.
Abgesehen von den drei oben genannten konkreten entzündungshemmenden Massnahmen (Zellstress meiden, Antioxidantienversorgung optimieren und Vitamin D3), sorgt eine insgesamt gesunde Lebensweise dafür, dass Sie alle drei Ziele noch leichter erreichen und vom Hypothalamus keine weniger entzündungsfördernde Signale ausgehen:
Achten Sie Ihrem Hypothalamus zuliebe auf eine gesunde Ernährung. Essen Sie möglichst kleine Portionen und achten Sie beim Kauf Ihrer Lebensmittel stets auf eine gute Qualität. Verzichten Sie auf Fertigprodukte. Die Pestizide in Lebensmitteln aus konventionellem Anbau erzeugen ebenso grosse Mengen freier Radikale in Ihrem Körper wie die chemischen Zusätze in Fertigprodukten.
Nehmen Sie Ihre letzte Mahlzeit spätestens um 19 Uhr zu sich. Testen Sie, ob das Intervallfasten etwas für Sie ist.
Trinken Sie über den Tag verteilt reichlich Wasser, denn das schützt Ihre Zellen davor, auszutrocknen und hilft Ihrem Körper dabei, Säuren und Toxine über den Urin auszuscheiden. Ein Wassermangel im Körper macht generell alt und krank.
Geniessen Sie so oft wie möglich ein kurzes Sonnenbad (je nach Jahreszeit, Sonnenstand, Ort und Hauttyp). Mit Hilfe des Sonnenlichts bildet Ihr Körper das wichtige Vitamin D (siehe oben). An sonnenfreien Tagen und im Winter (auf der Nordhalbkugel von Oktober bis März) sollten Sie das Vitamin D als Nahrungsergänzung zu sich nehmen.
Treiben Sie regelmässig Sport! Bewegen Sie sich am besten täglich. Wenn Sie nicht der Fitnessstudio-Typ sind und sich auch nicht so gut selbst motivieren können, nutzen Sie motivierende Programme im Internet.
Fordern Sie Ihr Gehirn so oft wie möglich. Regelmässiges Gehirnjogging hält Sie geistig jung.
Meiden Sie Menschen und Situationen, die Sie stressen. Gelingt dies nicht in ausreichendem Mass, versuchen Sie mit einer veränderten Einstellung zu den Personen oder Situationen (z. B. mit Hilfe von The Work nach Byron Katie), generell gelassener zu reagieren, denn Stress, Ärger und Sorgen machen alt und krank.
Sorgen Sie für einen ausreichend langen und erholsamen Schlaf.
Ein ausgeglichenes Familien- und Liebesleben trägt ebenfalls sehr zur Verlangsamung des Alterungsprozesses bei.
Gönnen Sie sich hin und wieder eine Auszeit und geniessen Sie die Dinge, die Ihnen Freude bereiten.
Quellen:
Dr. A. D. Höck, "Nukleärer Faktor kappa B (NF-kB), Vitamin D und intrazelluläres Calcium" (PDF), www.cfs-aktuell.de, 23.05.2009
Guo Zhang, Juxue Li et al.,"Hypothalamic programming of systemic ageing involving IKK-β, NF-κB and GnRH." Nature 497, 211–216 09.05.2013 doi:10.1038/nature12143. (Der Hypotalamus ist an der Programmierung für die Alterung beteiligt.
Dongsheng Cai, M.D., Ph.D. "Hypothalamus and Aging - Brain Region May Hold Key to Aging", Albert Einstein College of Medicine, 01.05.2013.
Shakibaei M. et al., Suppression of NF-kappaB activation by Curcumin leads to inhibition of expression of cyclo-oxygenase-2 and matrix metalloproteinase-9 in human articular chondrocytes: Implications for the treatment of osteoarthritis. Biochem Pharmacol. 2007 May 1;73(9):1434-45. Epub 2007 Jan 7.



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