ERHÖHTE DEMENZ-RISIKO DURCH CHEMISCHE BLUTVERDÜNNER
- 5. Feb.
- 3 Min. Lesezeit

Blutverdünner gehören zu den am häufigsten verordneten Medikamenten. Besonders nach Operationen, bei Herzrhythmusstörungen oder allgemein zur Thromboseprophylaxe werden die sog. Antikoagulanzien oder Gerinnungshemmer eingesetzt. Viele Menschen nehmen die Arzneimittel jahrzehntelang.
Jetzt hat sich gezeigt, dass die Blutverdünner das Risiko für die Entstehung einer Demenz erhöhen, man also mit höherer Wahrscheinlichkeit dement wird, wenn man langfristig Blutverdünner einnimmt.
Vorhofflimmern gehört zu den Herzrhythmusstörungen und ist – besonders in der älteren Bevölkerung – eine recht verbreitete Erkrankung. Das Herz schlägt dabei unregelmäßig und oft ungewöhnlich schnell, selten auch langsamer als gewohnt. Müdigkeit, Schwindel und Kurzatmigkeit sind die Folgen.
Der Absatz von chemischen Blutverdünnern boomt daher. Denn bei unbehandeltem Vorhofflimmern könnte es zu einer Thrombembolie kommen, einer Komplikation, bei der sich kleine Blutgerinnsel in den Vorhöfen des Herzens lösen, anschliessend Blutgefässe verstopfen und so zu einem Schlaganfall führen. Das Risiko für einen Schlaganfall steigt bei Vorhofflimmern gar auf das Fünffache.
Jetzt zeigte sich in Untersuchungen, dass chemische Blutverdünner auch eine bislang unbekannte Gefahr bergen: Sie können bei Patienten zu Demenz führen.
Beim 37. Treffen der Heart Rhythm Society wurden Studienergebnisse präsentiert, die aus Daten von mehr als 10.000 Patienten entstanden waren. Jeder dieser Patienten war ein Langzeitnutzer von Warfarin. Einige nahmen das Medikament infolge eines Vorhofflimmerns, andere aufgrund von Herzklappenfehlern und wieder andere, um Thrombembolien zu verhindern. Niemand hatte zunächst eine Demenz gehabt.
Nach 7 Jahren jedoch stellte man fest, dass besonders in der Gruppe der Vorhofflimmer-Patienten Demenzerkrankungen entstanden waren.
Auch ergab sich in der vorliegenden Studie, dass das Demenzrisiko nicht nur bei Patienten stieg, die das Medikament zur Behandlung von Vorhofflimmern einnahmen, sondern bei allen Patienten, die Warfarin schluckten – ganz egal, warum sie es schluckten.
Dr. Bunch rät daher dringend, Blutverdünner wie Warfarin und Marcumar wirklich nur dann zu nehmen, wenn es auch tatsächlich erforderlich ist. Andere Medikamente, die ebenfalls die Blutgerinnung hemmen, wie z. B. Aspirin bei Kopfschmerzen, Fieber etc., sollten von Warfarin- bzw. Marcumar-Patienten überhaupt nicht genommen wrden.
Nattokinase ist ein Enzym, das aus fermentierten Sojabohnen (dem japanischen Gericht Natto) gewonnen wird. Es gilt in naturheilkundlichen Kreisen als natürlicher Blutverdünner. Details dazu lesen Sie im vorigen Link. Es wird häufig zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen eingesetzt.
Allerdings darf das Enzym nur nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden, insbesondere wenn Vorerkrankungen vorliegen.
Auch dürfen keinesfalls bestehende Medikamente eigenmächtig gegen Nattokinase ausgetauscht werden, da seine Wirkung nicht bei jedem Menschen identisch ist und daher eine gerinnselauflösende Eigenschaft nicht garantiert werden kann. Am Ende dieser Seite finden Sie weitere natürliche Blutverdünner.
Über natürliche Blutverdünner habe ich bereits hier geschrieben:
Auch OPC ist ein natürlicher Blutverdünner, der absolut ohne Nebenwrikungen wirkt. Ist natürlich und gut verträglich. Warum müssen es gleich Statine sein?
Über Risiken bei Statine habe ich schon oft geschreiben. U. a. hier:
Atatine als Ursache von Grauen Star
Diabetes- Grauen Star Risiko
Quellen:
Intermountain Medical Center. "Atrial fibrillation patients treated with warfarin have higher rates of dementia, new study finds." ScienceDaily. ScienceDaily, 5 May 2016
Newman T, Warfarin use for atrial fibrillation increases dementia risk, 5. Mai 2016, Medical News Today
Pirmohamed M et al., Warfarin: almost 60 years old and still causing problems, November 2006, British Journal of Clinical Pharmacology,
Kuruvilla M et al., A review of warfarin dosing and monitoring, Juli 2001, Baylor University Medical Center Proceedings
American Heart Association, A patient`s guide to taking warfarin, Mai 2016
Jacobs V et al., Time outside of therapeutic range in atrial fibrillation patients is associated with long-term risk of dementia, Dezember 2014, Heart Rhythm,




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