MS MIT ALPHA-LIPONSÄURE AUFHALTEN
- orion-consult
- 8. Nov. 2021
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 13. Jan. 2022

Die Alpha-Liponsäure ist ein körpereigener Stoff mit antioxidativer Wirkung. Schon sehr lange gibt es die Alpha-Liponsäure auch als Nahrungsergänzung im Handel.
Sie bietet sich aufgrund ihrer chelatierenden Eigenschaften zur Entgiftung von Schwermetallen an.
Auch zur Prophylaxe und Therapie der diabetischen Neuropathien wird die Alpha-Liponsäure erfolgreich eingesetzt. Studien vom Juni 2017 zeigen, dass die Alpha-Liponsäure offenbar auch bei der Multiplen Sklerose hilfreich ist und bei langfristiger Einnahme deren Verlauf bremsen und Symptome bessern kann.
In einer randomisierten doppelblinden Pilot-Studie der /Oregon Health & Science University School of Medicine/ in Portland beobachte ten Forscher rund um Dr. Rebecca Spain, dass die Alpha-Liponsäure den Verlauf der sog. sekundär progredienten Multiplen Sklerose (SPMS) verlangsamen kann. Ihre Studienergebnisse wurden im Juni 2017 im Fachjournal “Neuroimmunology & Neuroinflammation” veröffentlicht.
Die Teilnehmer hatten über zwei Jahre hinweg täglich 1.200 mg Alpha-Liponsäure eingenommen. Anschliessend stellten die Forscher fest, dass bei Patienten, die an der SPMS – einer bestimmten Form der Multiplen Sklerose – litten, die Gehirnatrophie (Gehirnschwund) im Vergleich zur Placebogruppe deutlich verringert werden konnte.
Je mehr Nervenzellen im Verlauf der MS verloren gehen, umso stärker ausgeprägt ist der Gehirnschwund – und dieser stellt wiederum einen Marker für den weiteren Verlauf der MS dar. Genau diesen Gehirnschwund soll die Alpha-Liponsäure aufhalten können.
An Dr. Spains Studie nahmen 51 Erwachsene zwischen 40 und 70 Jahren teil. Sie alle hatten eine SPMS-Diagnose. 27 der Teilnehmer erhielten über zwei Jahre hinweg täglich 1.200 mg Alpha-Liponsäure. Die übrigen 24 Teilnehmer erhielten ein Placebopräparat.
Die Alpha-Liponsäure erwies sich als sicher und gut verträglich. Lediglich Magen-Darm-Beschwerden traten gelegentlich auf. In der Alpha-Liponsäure-Gruppe kam es nun im Vergleich zur Placebogruppe zu weniger Stürzen. Auch erzielte diese Gruppe bessere Laufzeiten, konnte sich also besser und sicherer bewegen als die Placebogruppe.
Mit MRT-Scans wurde überdies das Gehirnvolumen der Probanden vor der Studie, nach einem Jahr sowie zum Ende der Studie untersucht. Es zeigte sich, dass die Alpha-Liponsäure-Gruppe im Vergleich zur Placebogruppe eine um durchschnittlich 68 Prozent reduzierte Gehirnschwundrate aufwies. Das Wissenschaftler-Team um Dr. Spain betonte, dass OcrevusTM die Gehirnatrophie nur um 18 Prozent reduzieren konnte.
Quellen:
Whiteman H, Multiple sclerosis: Antioxidant may slow disease progression, 4.7.2017, Medical News Today
Spain R et al., Lipoic acid in secondary progressive MS, 28. Juni 2017, Neurology, Neuroimmunology & Neuroinflammatation
DMSG, Auf den Spuren der sekundr progredienten Multiplen Sklerose (SPMS), 30.11.2015
US Food and Drug Administration, FDA approves new drug to treat multiple sclerosis, 29. Mrz 2017, FDA News Release
Media Release, Roche, Basel, FDA approves Roches OCREVUS (ocrelizumab) for relapsing and primary progressive forms of multiple sclerosis, 29. Mrz 2017
Redaktion AMSEL e. V., Roche stoppt Tests nach Todesfällen, 09.03.2010, Amsel Das Multiple Sklerose Portal




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