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WARUM OLIVENÖL GEGEN ALZHEIMER WIRKT?

  • 16. Juni
  • 3 Min. Lesezeit

Alzheimer raubt dem Patienten die Fähigkeit, klar zu denken, sich zu erinnern, Entscheidungen zu fällen und sogar die nahen Angehörigen zu erkennen. Allein in der Schweiz sind 110.000 Menschen von Alzheimer betroffen, in Deutschland sind es 1,4 Millionen. 

 

Wie aber sieht es mit der Vorbeugung aus? Gibt es wirklich keinerlei Hoffnung, sich effektiv vor dem Ausbruch einer Alzheimererkrankung zu schützen?

 

Bis heute haben die grossen Pharmakonzerne auf diesem Gebiet keine nennenswerten Fortschritte gemacht. Naturheilkundler und Komplementärmediziner hingegen schon.

 

Die jüngste Entdeckung in diesem Zusammenhang machten Wissenschaftler vom Department of Basic Pharmaceutical Science an der University of Louisiana at Monroe. Demnach könne der Konsum von extra nativem Olivenöl dabei helfen, das Alzheimer-Risiko zu senken.

 

In der Studie, die im Fachmagazin der American Chemical Society (ACS), ACS Chemical Neuroscience, veröffentlicht wurde, kommen die Forscher zu dem Schluss, dass im Olivenöl ein Stoff enthalten sei, der den Abbau der für Alzheimer typischen Protein-Ablagerungen im Gehirn fördern könne und diese störenden 

Substanzen regelrecht aus dem GHehirn herausschleuse.

 

Amal Kaddoumi und ihre Kollegen von der ACS erklären dazu, es sei seit langem bekannt, dass in den Mittelmeerländern sehr viel weniger Alzheimerkranke lebten als in anderen Regionen der Welt.

 

Man vermutete das Olivenöl als Verantwortlichen für diesen gravierenden Unterschied. Schliesslich ist es ein wichtiger Bestandteil der mediterranen Ernährung und wird nirgends so häufig konsumiert wie im Mittelmeerraum.

 

Einst hatte man den Anti-Alzheimer-Effekt des Olivenöls auf seine hohe Konzentration gesunder einfach ungesättigter Fettsäuren zurückgeführt.

 

Neuere Studien haben aber gezeigt, dass die vor der Erkrankung schützende Substanz des Olivenöls vielmehr das so genannte Oleocanthal sein könnte. Dieser Stoff soll die Nervenzellen vor den

Alzheimertypischen Schäden schützen kann, vorausgesetzt, der Körper wird zusätzlich mit genug Flüssigkeit versorgt.

 

 

Kaddoumis Team versuchte daraufhin herauszufinden, ob Oleocanthal tatsächlich dazu beiträgt, die Ansammlung von Beta-Amyloiden im Gehirn zu senken. Beta-Amyloide gelten offiziell nach wie vor als der Hauptauslöser für das Alzheimer-Leiden. Dabei handelt es sich um proteinhaltige Ablagerungen im Gehirn, den sog. Plaques.

 

Die Forscher untersuchten nun den Einfluss von Oleocanthal sowohl im Gehirn selbst ( in vivo) als auch in kultivierten Hirnzellen ( in vitro).

 

Was waren die Ergebnisse? Oleocanthal erwies sich in dieser Studie eindeutig als wirksam. So konnte in jedem Einzelfall gezeigt werden, dass die Substanz die Produktion zweier Proteine und Schlüsselenzyme beschleunigte, welche wahrscheinlich eine wichtige Rolle bei der Beseitigung der schädlichen Beta-Amyloide spielen.

 

Die ACS-Wissenschaftler schlossen daher ihren Bericht mit den Worten:

 

Aus extra nativem Olivenöl gewonnenes Oleocanthal, das sich vor allem in einer mediterranen Ernährung wiederfindet, hat das Potential, das Erkrankungsrisiko für Alzheimer oder verwandte neurodegenerative Demenzleiden zu reduzieren“...

 

Damit liefert uns die Verwendung von extra nativem Olivenöl – neben seinen positiven Wirkungen auf Arteriosklerose, Cholesterinspiegel, Bluthochdruck, Depression, Krebs sowie Leberkrankheiten uvm. - einen weiteren grossartigen gesundheitlichen Vorteil.

 

Setzen Sie das extra native Olivenöl für Salate und Rohkostspeisen ein. Erhitzen sollten Sie es nur geringfügig. Extra natives Olivenöl eignet sich daher zwar für das Dünsten und Dämpfen. Für das scharfe Anbraten oder Frittieren sollten Sie hingegen unbedingt ein anderes Öl wählen, etwa Bio-Kokosöl.

 

Gerade das Kokosöl kann Ihnen u. U. – wenn Ihnen die Alzheimer-Prävention wichtig ist – grossartige Dienste leisten.

 

Eine rundum optimale Fettversorgung sollte ferner noch mit einer Omega-3-Fettsäuren-Quelle komplettiert werden, da auch Omega-3-Fettsäuren einen vor Alzheimer schützenden Effekt aufweisen.

 

Wie die Omega-3-Fettsäuren wiederum sich auf das Gehirngesundheit auswirken, lesen Sie in einem anderen Artikel.

Nutzen sie die Lupe auf der Webseite, geben Sie „wie wichtig Omega-3-Fettsäuren sind“ ein, da bekommen Sie umfangreiche Informationen darüber.

 

Weiter zu Olivenöl Studie aus dem Jahr 2024 mit 92.383 Erwachsenen die zeigt, dass der Verzehr von mehr als 7 g Olivenöl pro tag das Risiko, an einer demenzbedingten Ursache zu sterben, um 28 % senkt.

 

Diese Assoziation blieb unabhängig von der allgemeinen Ernährungsqualität bestehen. Die Ergebnisse legen nahe, dass Olivenöl ein potenzieller Schutzfaktor gegen Demenz sein könnte.

 

Natives Olivenöl extra enthält eine Kombination aus einfach ungesättigten und mehrfach ungesättigten Fettsäuren, von denen bis zu 80 Prozent auf die einfach ungesättigte Ölsäure entfallen, die eine

Entzündungshemmende iund antioxidative Wirkung hat.

 

Quellen:

 

Kaddoumi, A. et al., "Olive-Oil-Derived Oleocanthal Enhances β-Amyloid Clearance as a Potential Neuroprotective Mechanism against Alzheimer’s Disease: In Vitro and in Vivo Studies" ACS Chemical Neuroscience, February 15, 2013

 

ACS News Service Weekly PressPac: March 20, 2013 "Explaining how extra virgin olive oil protects against Alzheimer’s disease"

 

Tessier et al: Consumption of Olive Oil and Diet Quality and Risk of Dementia-Related Death

 

Santa-Maria et al: Update on Anti-Inflammatory Molecular Mechanisms Induced by Oleic Acid

 

 

 
 
 

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