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DARMPILZ VERURSACHT EKZEME

vor 54 Minuten
4 Min. Lesezeit

Ekzeme sind entzündliche Hauterscheinungen. Sie können ganz unterschiedlich aussehen und viele verschiedene Ursachen haben. Manchmal treten sie als Folge einer Pilzinfektion im Darm auf. Oft weiß der Betroffene gar nicht, dass er einen Darmpilz hat. Wird der Pilz dann bekämpft, verschwindet auch das Ekzem.

 

Ekzeme werden meist mit Cremes behandelt. Seltener wird an einen möglichen Zusammenhang mit dem Darm gedacht. Doch können Ekzeme tatsächlich von einem Darmpilz mitverursacht werden, so dass in diesem Fall die Behandlung des Pilzes das Ekzem verschwinden lassen kann.

 

Ekzeme sind - meist juckende - Hautirritationen. Es gibt zahlreiche unterschiedliche Arten und Klassen von Ekzemen, wobei die am häufigsten auftretenden Ekzeme in der Regel als atopisches Ekzem (früher: Neurodermitis) klassifiziert werden. Im folgenden Artikel geht es jedoch nicht nur um Neurodermitis, sondern um alle Arten von Ekzemen.

 

Oft ist der Juckreiz so stark, dass Betroffene die Haut aufkratzen und auf diese Weise grössere Verletzungen entstehen können, die wiederum zu hässlichen Narben werden können.

 

In 85 Prozent der Fälle tritt die Krankheit erstmals im Kindesalter auf. Aber auch erst später im Erwachsenenalter auftretende Ekzeme sind möglich. Bei der Hälfte aller betroffenen Kinder verschwindet das Ekzem von alleine wieder, während bei den anderen das Problem ein Leben lang bestehen bleiben kann.

 

Auch die periorale Dermatitis zählt zu den Ekzemen. Andere Bezeichnungen sind Mundrose oder Stewardessenkrankheit.

 

Bei jedem Patienten können andere Ursachen und Auslöser für das Ekzem verantwortlich sein.

 

Das können bestimmte Seifen, Reinigungsmittel, starkes Schwitzen, Stress, bestimmte Kleidungsstücke, Nahrungsmittelunverträglichkeiten (z. B. eine Histaminintoleranz) oder ein besonderer Schmuck sein. Wenn diese Faktoren für Ekzeme verantwortlich sind, dann lässt sich hier auf recht einfache Weise etwas tun – nämlich indem die Ursachen behoben bzw. die Auslöser vermieden warden.

 

Die Schulmedizin behandelt Ekzeme folgendermassen. Ein möglicher Darmpilz wird dabei selten berücksichtigt.

 

Zu den herkömmlichen traditionellen medizinischen Behandlungsansätzen zählt unter anderem die Verwendung "topischer Steroide", also cortisonhaltige Salben. Sie können jedoch zum Ausdünnen der Haut beitragen und beheben natürlich nicht die Ursache des Problems.

 

Manchmal werden bei Ekzemen auch so genannte Immunsuppressiva eingesetzt. Sie sollen das Immunsystem drosseln, da Ekzeme oft auch als erblich bedingtes Autoimmunproblem bezeichnet werden. Allerdings wirken sie nur, so lange man sie einnimmt.

 

Zusätzlich können Immunsuppressiva weitreichende Nebenwirkungen mit sich bringen, wie Magen-Darm-Erkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus, Krebserkrankungen etc. Aus diesem Grund dürfen diese Medikamente nur 6 bis allerhöchstens 12 Monate eingesetzt warden.

 

Naturheilkundlich tätige Therapeuten stellen nun aber immer wieder fest, dass Menschen, die an entzündlichen Ekzemen leiden, von einem Darmpilz (Candida albicans) befallen sind. Zwar lebt dieser Pilz bei den meisten Menschen im Darm, doch nur in sehr geringer Anzahl.

 

Problematisch wird Candida dann, wenn sich die Lebensbedingungen im Verdauungssystem für den Pilz verbessern, so dass er sich stark vermehren kann. Und genau Letzteres scheint gehäuft bei Ekzem-Patienten der Fall zu sein.

 

Studien haben einen engen Zusammenhang zwischen einem Darmpilz und dem Auftreten von Ekzemen nachweisen können.

 

Die Ursachen für eine gestörte Darmflora und damit für ein übermässiges Wachstum von Candida können in einer ungesunden Ernährung verborgen liegen, wenn vorwiegend industriell verarbeitete Nahrungsmittel mit viel Zucker und Weissmehl verzehrt werden und gleichzeitig wenig Gemüse und wenige ballaststoffreiche Lebensmittel auf dem Speiseplan stehen.

 

Besonders häufig kommt es nach der Einnahme von Antibiotika zu einer raschen Pilzausbreitung im Darm. Denn Antibiotika dezimieren zahlreiche Darmbakterien (das Gleichgewicht der Darmflora wird geschädigt), wirken aber nicht gleichzeitig gegen Pilze, so dass sich nun die wenigen im gesunden Darm lebenden Pilze plötzlich explosionsartig vermehren können.

 

Stress und andere Faktoren, die die Immunabwehr senken, begünstigen ebenfalls das Pilzwachstum und sorgen für eine fehlgesteuerte Darmflora und die übermässige Vermehrung von Darmpilzen.

 

Darmpilze geben Stoffwechselgifte ab, die (bei einer übermässigen Vermehrung der Pilze) die Darmschleimhaut angreifen. Es kann zu einer durchlässigeren Darmschleimhaut kommen (dem sog. Leaky-Gut-Syndrom).

 

Dieses Syndrom hat zur Folge, dass die Pilztoxine oder auch unvollständig verdaute Proteine in die Blutbahn geraten, was wiederum zu Autoimmunreaktionen und Allergien aller Art und darunter ganz besonders zu Ekzemen und Hautauschlägen führen kann.

 

Dabei ist zu beachten, dass auf der Haut oft gar keine Candida-Pilze zu finden sind. Die Ekzeme treten lediglich aufgrund einer Empfindlichkeitsreaktion des Organismus auf die Pilztoxine auf.

 

ei Ekzemen könnte daher ein erster Schritt die Behandlung des Darms, also die Bekämpfung des Darmpilzes sein. Dazu werden nicht nur Mittel eingenommen, die den Pilz eliminieren, sondern auch Mittel (Probiotika), die wieder eine gesunde Darmflora aufbauen.

 

Ernährungsumstellung auf eine gesunde basenüberschüssige Ernährung ohne isolierte Kohlenhydrate (ohne Haushaltszucker, ohne Weissmehl und ohne Teig- bzw. Backwaren aus Weissmehl, ohne weissen Reis). 

 

Integrieren Sie pilzhemmende Lebensmittel in Ihre Ernährung.

 

Bauen Sie Ihre Darmflora auf und regulieren Sie Ihr Darmmilieu mit einem effektiven Darmreinigungsprogramm. 

 

Denken Sie daran, dass eine Pilzbehandlung anfangs zu unangenehmen Symptomen führen kann, wie z. B. Kopfschmerzen, Übelkeit, Müdigkeit etc. Das liegt daran, dass beim Abtöten der Darmpilze grosse Mengen Pilztoxine frei werden und den Körper belasten.

 

Innerhalb von einer Woche sollten diese Symptome jedoch nachlassen und Ihr Zustand wird sich kontinuierlich bessern. 

 

Quellen:

 

Khosravi AR et al.,"Evaluation of Candida albicans allergens reactive with specific IgE in asthma and atopic eczema patients." Mycoses. 2008

 

Beare JM et al.,"The association between Candida albicans and lesions of serborrhoeic eczemia." Br J Dermatol. 1968 Oct;80(10):675-81

 

 

 
 
 

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