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DIE HEILPFLANZE BRENNNESSEL

  • vor 2 Tagen
  • 5 Min. Lesezeit

Die Brennnessel gilt vielen noch immer als lästiges Unkraut. Dabei handelt es sich um eines der nährstoffreichsten Wildkräuter überhaupt. In 100 Gramm Brennnesselblättern stecken rund 700 mg Calcium – das ist etwa sechsmal mehr als in Milch. Hinzu kommen beachtliche Mengen an Eisen, Magnesium, Beta-Carotin und Vitamin C, das ebenfalls etwa sechsmal höher liegt als in Orangen. Pulverisiert, gedämpft oder als Tee genutzt, lässt sich dieses Vitalstoffprofil ganz unkompliziert in den Alltag integrieren.

 

Doch die Brennnessel kann weit mehr als nur nähren. Ihre entzündungshemmenden Eigenschaften machen sie zu einer wertvollen Begleiterin bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen sowie bei Rheuma.

 

Bei Arthritis kann ihr regelmässiger Verzehr sogar dazu beitragen, den Bedarf an Schmerzmitteln zu senken. Als Tee eingesetzt, durchspült sie die Harnwege, unterstützt Blase und Nieren und kann helfen, die Bildung von Harn- und Nierensteinen zu verhindern. Auch auf Blutdruck und Blutgerinnung wirkt sie regulierend.

 

Darüber hinaus stärkt die Brennnessel das Immunsystem, indem sie die Aktivität wichtiger Immunzellen fördert. Brennnesselsamen gelten traditionell als Stärkungsmittel bei Müdigkeit und Energiemangel – sie sind reich an Vitalstoffen, wirken antioxidativ und leberschützend.

 

In Form von Wurzelextrakt wird die Brennnessel zudem bei gutartiger Prostatavergrößerung eingesetzt. Selbst für Haut und Haare spielen Blätter und Samen eine Rolle, insbesondere im Zusammenhang mit androgenetischem Haarausfall.

 

Ob als gedämpftes Gemüse, im Smoothie, als Gewürzpulver, in Teemischungen oder als Samen im Müsli – die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Sogar im Garten entfaltet die Pflanze als Brennnesseljauche ihre stärkende Wirkung für Boden und Pflanzen.

 

Auch die Samen der Brennnessel bieten viele gesundheitliche Vorteile und sind regelrechte Vitalstoffbömbchen.

 

Brennnesselblätter lassen sich nicht nur zu einem sehr entschlackenden und wohlschmeckenden Tee verarbeiten. Sie sind überdies extrem calcium-, eisen- und eiweißreich und können pulverisiert in viele Gerichte integriert werden – z. B. in grüne Smoothies, aber auch als würzige Zutat in Dressings, Dips, Frischkäse, Brot und vieles andere mehr.

 

Die Brennnessel kann aufgrund ihrer entzündungshemmenden Eigenschaften gemeinsam mit anderen ganzheitlichen Maßnahmen bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa und Morbus Crohn eingesetzt werden. 

 

Die anti-entzündlichen Brennnesselblätter wirken z. B. als Gemüse auch bei Arthritis sehr gut – und zwar nicht nur entzündungshemmend, sondern auch schmerzlindernd und kann in der Rheuma-Therapie nachweislich dazu führen, dass weniger Schmerzmittel benötigt werden.

 

Haupteinsatzgebiet der Brennnesselblätter (insbesondere als Tee) sind Probleme mit den Harnwegen, der Blase und der Nieren, wie z. B. Harnwegsinfekte, Blasenentzündungen, Reizblase, Blasensteine etc. Die Brennnessel sorgt hier dafür, dass die Harnwege durchspült werden. Auf diese Weise können sich weder Krankheitserreger festsetzen noch Blasen- oder Nierensteine bilden.

 

Die Brennnessel bessert – in Form von Brennnesselwurzelextrakt – Prostatabeschwerden, die sich infolge einer gutartigen Prostatavergrößerung entwickelt haben. Die Erläuterung einer entsprechenden Studie finden Sie auf unserer Seite. Selbst bei Prostatakrebs soll der Brennnesselwurzelextrakt hilfreich sein können und das Krebszellwachstum hemmen.

 

Brennnesselblätter senken – als Tee genossen – den Blutdruck, da sie die übermäßige Blutgerinnung verzögern, also auch Thrombosen verhindern helfen und somit quasi das Blut „verdünnen“.

 

Die Brennnessel stärkt die körpereigene Abwehrkraft! 

 

Das Superkraut unterstütut die Vermehrung der T-Lymphozyten (Abwehrzellen),

fördert die Antikörperbildung und spornt Fresszellen zu erhöhter Aktivität an. Die Brennnessel ist also auch in Zeiten erhöhter Ansteckungsgefahr ein sinnvolles Getränk, Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel.

 

Die Brennnessel ist ein Stärkungsmittel und eignet sich daher für alle, die sich müde und ausgelaugt fühlen. Für diesen Zweck nimmt man die Brennnesselsamen ein. Sie steigern die Vitalität, die Potenz, die Libido sowie die Milchproduktion stillender Mütter.

 

Zusätzlich enthalten Brennnesselsamen sog. Phytosterole (Beta-Sitosterol), die beim Mann verhindern, dass sich Testosteron zu Dihydrotestosteron (DHT) wandelt. Der Spiegel des freien Testosterons soll dadurch steigen und den libidosteigernden Effekt erklären.

 

Brennnesselsamen fördern erfahrungsgemäß und traditionellen Quellen zufolge den Haarwuchs und sorgen für dichtes und glänzendes Haar – übrigens nicht nur beim Menschen, sondern auch beim Pferd. Doch auch Brennnesselblätter finden sich in Zubereitungen gegen Haarausfall.

 

Ideal ist beim sogenannten genetisch bedingten bzw. androgenetischen Haarausfall des Mannes die Kombination von Zubereitungen aus Brennnesselblättern mit Präparaten aus der Sägepalme, dem afrikanischen Pflaumenbaum (Pygeum africanum), ferner mit Zink und Vitamin B 6. Man vermutet, dass diese Mischung die Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron (DHT) über die Hemmung des entsprechenden Enzyms (5-Alpha-Reduktase) reduziert.

 

Der Dihydrotestosteronspiegel sinkt. Gleichzeitig wird die Bindung des noch vorhandenen DHTs an die DHT-Rezeptoren verhindert. Infolgedessen kann DHT – das nicht nur für den Haarausfall, sondern auch für Prostatavergrößerungen verantwortlich gemacht wird – nicht mehr negativ wirken.

 

DHT wird jetzt abgebaut und es kommt zu einer Normalisierung des Haarwuchszyklus sowie zu einem Stopp des Haarausfalls – was sich jedoch erst nach einer Einnahmezeit von einigen Monaten zeigen kann.

 

Alle diese höchst positiven Eigenschaften der Brennnessel machen sie zu einer hervorragenden Begleiterin einer jeden Entschlackung, Entsäuerung oder Darmreinigung.

 

Schließlich profitiert nahezu jedes Organ von der Brennnessel:

 

Entzündungen im Darm und den Gelenken gehen zurück, das Blut wird gereinigt, das Immunsystem auf Vordermann gebracht und die Leber entlastet. Schlacken und Toxine können durch die durchspülende Wirkung der Brennnesselblätter ruckizucki ausgeschieden werden.

 

Gleichzeitig versorgen die Brennnesselblätter mit derart enormen Vitalstoff- und Mineralstoffmengen, dass herkömmliche Kulturgemüse diesbezüglich nicht annähernd mithalten können.

 

So sind in 100 Gramm Brennnesselblättern 700 mg Calcium enthalten, das ist sechsmal mehr als die Milch liefert. Auch für Beta Carotin, Magnesium (80 mg) und Eisen (4 mg) sind die Brennnesselblätter eine gute Quelle, und ihr Vitamin-C-Gehalt ist sechsmal so hoch wie jener der Orange.

 

Was die Wurzel betrifft, so sind hier Fertigpräparate (Brennnesselwurzelextrakt) nicht nur am einfachsten zu nutzen, in ihnen ist überdies die Wirkstoffdosis höher als z. B. in einem Brennnesselwurzeltee.

 

Wenn Sie dennoch lieber selbst zur Tat schreiten möchten, so benötigen Sie für einen Brennnesselwurzeltee zunächst einmal natürlich Brennnesselwurzeln – und zwar getrocknet und pulverisiert. Davon nehmen Sie 1 Teelöffel auf 1 Tasse Wasser (200 ml).

 

Bringen Sie das Wasser nun samt Wurzelpulver zum Kochen. Nehmen Sie den Tee von der Herdplatte und lassen Sie ihn 10 Minuten ziehen. Bis zu 5 Tassen können Sie davon täglich trinken (kurweise z. B. über zwei bis drei Wochen hinweg, also nicht dauerhaft).

 

Frische Brennnesselblätter können jetzt wie ein Gemüse (ähnlich wie Spinat) gedämpft und dann zu vielen Rezepturen weiter verarbeitet werden. Brennnesselblätter können aber auch roh in grüne Smoothies gegeben werden. Sowohl der Koch- als auch der Mixprozess zerstören die Brennhaare.

 

Für einen Brennnessel-Smoothie nehmen Sie einfach Früchte nach Wahl, etwas Wasser und eine Hand voll frische junge Brennnesselblätter. Mixen Sie die Mischung im Hochleistungsmixer (z. B. Bianco Puro oder Revoblend) und geniessen Sie die frische Vitalkraft der Brennnessel.

 

Getrocknete Brennnesselblätter können aber auch zu Pulver zerrieben und dann das ganze Jahr als Gewürz über nahezu alle Gerichte gestreut werden. Dies peppt nicht nur den Geschmack dieser Gerichte auf, sondern erhöht auch ganz besonders deren Vitalstoff- und Mineralstoffgehalt.

 

Brennnessel-Samen schmecken fein in Müslis, Suppen, Quarkspeisen, Dips und Salatdressings oder einfach auf ein Butterbrot gestreut. Auch in den Smoothie kann man die Brennnesselsamen mixen, in den Brotteig geben oder genauso gut löffelweise als natürlichstes Nahrungsergänzungsmittel einnehmen.

 

Qzellen:

 

Harput US et al., Stimulation of lymphocyte proliferation and inhibition of nitric oxide production by aqueous Urtica dioica extract ;, Phytotherapy Research, April 2005

 

Yener Z et al., Effects of Urtica dioica L. seed on lipid peroxidation, antioxidants and liver pathology in aflatoxin-induced tissue injury in rats Februar 2009, Food and Chemical Toxicology

 
 
 

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