top of page

ESSE DICH GESUND MIT ROTE ZWIEBELN

  • 29. Juni
  • 5 Min. Lesezeit

Rote Zwiebeln bieten in vielerlei Hinsicht weit mehr gesundheitliche Vorteile als gelbe oder weisse Sorten.

 

Sie sind besonders reich an Antioxidantien, unterstützen den Körper bei der Krebsprophylaxe, fördern die Gewichtsreduktion, senken den Cholesterinspiegel, tragen zur Entgiftung des Körpers bei und bekämpfen Entzündungen.

 

Schon ab drei roten Zwiebeln pro Woche, die auf vier bis sechs Portionen aufgeteilt werden, soll man deutliche Ergebnisse verspüren können – zumindest im Hinblick auf die Krebsvorsorge, wobei die Wirkung roher Zwiebeln besser ist als die von gekochten oder anderweitig erhitzten.

 

Doch was unterscheidet die roten Zwiebeln nun eigentlich von den gelben oder weißen Exemplaren?

 

Zwiebeln zeichnen sich grundsätzlich durch ihren hohen Polyphenolgehalt aus – so stecken in ihnen z. B.:

Mehr Polyphenole als im KnoblUCH ODER IN DER TOMATE.

 

Die roten Zwiebeln übertreffen aber sogar ihresgleichen, denn in ihnen sind zweimal so viele Antioxidantien enthalten wie in jeder anderen Art von Zwiebeln.

 

Eine Studie an der Università di Messina hat ergeben, dass in roten Zwiebeln sieben verschiedene Flavonoide enthalten sind – zu den wichtigsten zählen Quercetin und Anthocyanin.

 

Diese Wirkstoffe machen die rote Zwiebel zu einem hilfreichen Lebensmittel bei allen gesundheitlichen Problemen, die beispielsweise mit chronischen Entzündungen zusammenhängen.

 

Denn die Antioxidantien verhindern die Oxidation von Fettsäuren in der Nahrung und in den Zellen und blockieren auf diese Weise die freien Radikale. Dadurch werden chronische Entzündungsprozesse drastisch reduziert und auch die Entstehung von Krebszellen wird gehemmt.

 

Die in Zwiebeln vorkommenden Schwefelverbindungen (Sulfide) hemmen ausserdem das Bakterienwachstum. Dieser Sachverhalt zeigte sich besonders in Bezug auf die Vorbeugung von Magenkrebs als hilfreiCH.

 

Im Magen können Bakterien zur Umwandlung von Nitrat in Nitrit führen. Nitrit kann wiederum zu krebserregenden Nitrosaminen werden. Wenn nun die Sulfide der Zwiebel die beteiligten Bakterien in ihrer Aktivität hemmen,

DANN KANN DAS RISIKO FÜR MAGENKREBS REDUZIERT WERDEN.

 

Dr. Carlo La Vecchia und sein Team haben an der Università di Milano eine Studie durchgeführt, an der 777 Probanden teilgenommen haben. Die Untersuchungen ergaben, dass zwei Portionen Zwiebeln zu je 50 Gramm pro Woche ausreichen, um das Magenkrebs-Risiko um ganze 50 % zlu reduzeiren.

 

Dies wird u. a. auch darauf zurückgeführt, dass Schwefelverbindungen gegen Bakterien wirken und somit auch den Magenkeim Helicobacter pylori daran hindern können, sich zu vermehren.

 

Da die rote Zwiebel zudem besonders reich an Antioxidantien ist, kann sie als ideales Anti-Krebs-Lebensmittel bezeichnet warden.

 

Dabei empfiehlt es sich, diese Antioxidantien MIT der Zwiebel zu essen und nicht etwa auf Nahrungsergänzungsmittel aus Quercetin auszuweichen. Das natürliche Quercetin aus roten Zwiebeln – so heisst es  -

Sei viel wirksamer als die Einnahme von QuercetinExtrakten.

 

Der Körper kann den Nährstoff viel besser erkennen, wenn er in seiner naturbelassenen Form und in Verbindung mit all den anderen Stoffen verzehrt wird, die in der roten Zwiebel vorhanden sind und sich gegenseitig in ihren antioxidativen Wirkungen unterstützen und verstärken .

 

Iranische Forscher von Tabriz University of Medical Sciences haben untersucht, wie sich der Genuss von rohen roten Zwiebeln auf den Stoffwechsel von Frauen auswirkt, die am polyzystischen Ovar-Syndrom (kurz: PCO-Syndrom) und an Übergewicht leiden.

 

Das PCO-Syndrom liegt dann vor, wenn zwei der drei folgenden Kriterien gegeben sind: Zysten in den Eierstöcken, chronische Zyklusstörungen und/oder ein zu hoher Androgenspiegel. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass Frauen mit Übergewicht besonders häufig vom PCO-Syndrom betroffen sind.

 

An der Studie nahmen 54 Frauen teil, die in zwei Gruppen eingeteilt wurden.

 

Gruppe 1: Übergewichtige Frauen, die zweimal täglich 40 bis 50 g rohe rote Zwiebeln pro Tag assen. Fettleibige Frauen assen zweimal täglich 50 bis 60 g pro Tag.

 

Gruppe 2: Die Frauen der Kontrollgruppe verzehrten nur zweimal täglich 10 bis 15 g rohe rote Zwiebeln.

 

Nach acht Wochen Zwiebelkur konnten die Frauen der Gruppe 1 besonders gut ihr Gesamtcholesterins, aber auch

Das schlechte LDL-Cholesterin senken.

 

In Gruppe 2 war nur ein geringer Effekt beobachtbar noch besser abschnitt.

 

Die Wissenschaftler kamen zum Schluss, dass die rohe rote Zwiebel für übergewichtige und fettleibige Frauen mit dem PCO-Syndrom ein besonders hilfreiches Lebensmittel sein kann.

 

Das aus den oben genannten Schwefelverbindungen entstehende Cystein wird ausserdem für den Aufbau des körpereigenen Super-Entgifters namens Glutathion benötigt. Glutathion ist ein starkes Antioxidans, das Zellmembranen und körpereigene Proteine vor Angriffen durch freie Radikale schützt.

 

Es kann ferner Reparaturprozesse nach DNA-Schäden in die Wege leiten und soll die Ausleitung von Schwermetallen und anderen Problemstoffen fördern. Der regelmässige Verzehr von Zwiebeln unterstützt also massgeblich die körpereigene Entgiftung

 

Die antioxidativen Flavonoide sind besonders in den äusseren Schichten der roten Zwiebel enthalten. Viele Menschen schälen die ersten paar Schichten und verlieren so viele dieser lebenswichtigen Vitalstoffe. Verwenden Sie also auf jeden Fall so viel wie möglich der äusseren, fleischigen, essbaren Teile.

 

Durch zu starkes Schälen, bei dem die beiden äusseren fleischigen Schichten abgenommen werden, gehen ungefähr 20 Prozent des Quercetin und über 75 Prozent der enthaltenen Anthocyane verloren.

 

Das Kochen von Zwiebeln in einer Suppe schädigt einige der Anthocyane, jedoch nicht das Quercetin. Das Quercetin geht in die Suppe oder die Brühe über. Je geringer die Hitze ist, desto mehr Wirkstoffe bleiben in der Suppe oder der Brühe erhalten.

 

Quellen:

 

Cornell News "Onion a day keeps doctor away? Cornell researchers find some onions do indeed have excellent anti-cancer benefits", Cornell Chronicle, Oktober 2004,

 

Yang J et al., "Varietal differences in phenolic content and antioxidant and antiproliferative activities of onions.", J Agric Food Chem, November 2004

 

Gorinstein S et al., "Comparison of the main bioactive compounds and antioxidant activities in garlic and white and red onions after treatment protocols." J Agric Food Chem, Juni 2008

 

You WC et al., "Allium vegetables and reduced risk of stomach cancer." J Natl Cancer Inst, Januar1989

 

ao CM et al., "Protective effect of allium vegetables against both esophageal and stomach cancer: a simultaneous case-referent study of a high-epidemic area in Jiangsu Province, China." Jpn J Cancer Res, Juni 1999

 

Galeone C et al., "Onion and garlic use and human cancer." Am J Clin Nutr. 2006

 

Hsing AW et al., "Allium vegetables and risk of prostate cancer: a population-based study." J Natl Cancer Inst, November 2002

 

Taj Eldin IM et al., "Evidence for an in vitro Anticoagulant Activity of Red Onion (Allium cepa L.)" Sudan J Med Science, Juni 2011

 

Bonaccorsi P et al, "Flavonol glucoside profile of southern Italian red onion (Allium cepa L.)", J Agric Food Chem, April 2005

 

Ebrahimi-Mamaghani M et al, "Effects of raw red onion consumption on metabolic features in overweight or obese women with polycystic ovary syndrome: a randomized controlled clinical trial", J Obstet Gynaecol Res, April 2014

 

Sophie Borland, "The humble red onion could be the answer to reducing bad cholesterol", dailymail.com, Oktober 2010

 

Kanti Bhooshan Pandey et al, "Plant polyphenols as dietary antioxidants in human health and disease", Oxid Med Cell Longev, November-Dezember 2009

 

La Vecchia C et al, "Allium vegetable intake and gastric cancer: a case-control study and meta-analysis", Mol Nutr Food Res, Januar 2015

 

 

 

 

 

 

 

 
 
 

Kommentare


bottom of page