FASTEN HILFT BEI DIABETES - KURZER UPDATE DER WISSENSCHAFT
- vor 5 Tagen
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Intervallfasten wird zwar gerne als eine Art Diät zur Gewichtsabnahme propagiert, ist aber in Wirklichkeit eine naturheilkundliche Massnahme zur Prävention und Therapie chronischer Erkrankungen, z. B. Diabetes oder Herzerkrankungen.
Im November 2021 erschien dazu eine Studie, die zeigte, dass das Intervallfasten bei Diabetes und sogar gegen Entzündungen helfen kann.
Schon lange weiß man, dass das Intervallfasten keinesfalls mit einer Diät zum Abnehmen gleichzusetzen ist.
Das Intervallfasten ist viel mehr, nämlich eine naturheilkundliche Methode zur Prävention und Therapie von insbesondere chronischen Krankheiten.
Das Intervallfasten aktiviert beispielsweise die sog. Autophagie, die Selbstreinigungsprozesse der Zelle. J
e besser die Autophagie funktioniert, umso gesünder ist der Mensch. Auch die Herzgesundheit wird vom Intervallfasten positiv beeinflusst – wie eine Studie von 2019 zeigte.
Demzufolge geht es Herzpatienten nicht nur besser, wenn sie das Intervallfasten praktizieren, sie können auch mit einer längeren Lebenserwartung rechnen.
Forscher des Intermountain Healthcare Heart Institute in Salt Lake City zeigten im Herbst 2021 nun im Rahmen des sog. Intermountain's WONDERFUL Trial, einer Studie, die sich den Wirkmechanismen des Intervallfastens widmet, dass der besondere Essrhythmus auch die Werte eines Diabetes Typ 2 sowie das metabolische Syndrom bessern kann.
Letzteres ist eine Kombination aus 4 Krankheitsbildern: Bluthochdruck, Insulinresistenz (Diabetes-Vorstufe), hohe Blutfettspiegel und Übergewicht. Zusätzlich beobachtete man bei den Intervallfastenden eine entzündungshemmende Wirkung.
Und da gerade chronische Entzündungsprozesse an der Entstehung wohl jeder chronischen Erkrankung beteiligt sind (von Diabetes über Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis hin zu Autoimmunerkrankungen und einigen Krebsformen), gelten Massnahmen, die nebenwirkungsfrei entzündungshemmend wirken, als äusserst heilsam und präventiv sinnvoll.
Die Wissenschaftler stellten fest, dass das Intervallfasten den Spiegel des sog. Galectin-3 erhöhen kann. Galectin-3 ist ein Protein, das für die Regulierung von Entzündungsprozessen wichtig ist.
Teilnehmer der Studie waren 67 Patienten zwischen 21 und 70 Jahren, die mindestens ein metabolisches Problem oder einen bereits ausgebildeten Typ-2-Diabetes hatten.
Die Teilnehmer sollten (obwohl sie hohe LDL-Cholesterinwerte hatten) weder Statine noch Medikamente gegen Diabetes brauchen.
36 der Probanden sollten nun das Intervallfasten umsetzen.
Die übrigen 31 Leute änderten nichts an ihren Ernährungsgewohnheiten und dienten als Kontrollgruppe.
Nach Ablauf der Studie (nach 26 Wochen) zeigte sich, dass der Galectin-3-Spiegel in der Intervallfasten-Gruppe höher war.
Der HOMA-IR-Wert (der die Ausprägung einer Insulinresistenz angibt) war genau wie auch die Werte des metabolischen Syndroms niedriger als in der Kontrollgruppe.
Die Besserung dieser Werte war dabei ähnlich gut, wie nach der Einnahme von SGLT-2-Hemmern (auch Gliflozine genannt), einer Arzneimittelgruppe, die bei Diabetikern zur Blutzuckersenkung eingenommen wird.
„Höhere Galectin-3-Spiegel könnten dabei helfen, das Risiko für Herzkrankheiten und Diabetes zu reduzieren“, erklärte Dr. Horne. „Im Vergleich zu manchen Intervallfasten-Plänen, die zum Zwecke der Gewichtsabnahme unglaublich streng und einschränkend sind, ist unsere Intervallfastenmethode nicht annähernd so drastisch.
Wichtig ist, dass man eine Fastenmethode wählt, die man auch langfristig ohne Probleme durchführen kann.
Ich kann Sie gerne dabei unterstützen, melden Sie sich persönlich bei mir
Quellen:
Intermountain Healthcare, Low-frequency intermittent fasting prompts anti-inflammatory response, November 2021, MedicalXpress
Ciera L Bartholomew, Benjamin D Horne et al., Randomized controlled trial of once-per-week intermittent fasting for health improvement: the WONDERFUL trial, European Heart Journal Open, Volume 1, Issue 2, September 2021, oeab026



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