KREBS HEMMENDE WIRKUNG DES CURCUMINS UND DIE WISSENSCHAFT
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Intensive Forschungen beschäftigen sich seit Jahren mit der traditionellen ayurvedischen Heilpflanze Kurkuma und insbesondere mit ihrem sekundären Pflanzenstoff Curcumin.
Als Hoffnungsträger in der Krebstherapie und präventiver Nahrungsbestandteil gegen Entzündungskrankheiten im Fokus der Wissenschaft, tritt nun auch zusehends die Wirkungsweise von Curcumin in unserem Immunsystem zutage.
Wie Kurkuma auch Ihre Gesundheit bereichern kann und welchen nützlichen Bund Curcumin mit Vitamin D zum Schutz gegen bakterielle Infektionen eingeht?
In der westlichen Naturheilkunde ist Kurkuma vor allem als gallenflussanregende und verdauungsfördernde Heilpflanze bekannt.
Auch internationale Studien beschäftigen sich mit dem gesundheitsfördernden Potential von Kurkuma. Aus medizinischer Sicht sind insbesondere die antioxidativen, antikanzerogenen und entzündungshemmenden Eigenschaften des Gelbwurzextraktes Interessant, die sich gegen diverse Leiden behaupten, wie Darm-, Lungen- und Lebererkrankungen, Entzündungskrankheiten, MS, Herzinfarkt, Alzheimer und Krebs.
Neben den ätherischen Ölen gilt der bioaktive sekundäre Pflanzenstoff Curcumin als Hauptwirkstoff in der Kurkumawurzel.
Curcumin verleiht asiatischen Gewürzpulvern nicht nur ihre charakteristische Farbe. Regelmässig genossen soll der in der Kurkumawurzel enthaltene Farbstoff auch seine Heilkräfte entfalten.
Aufgrund seiner vermuteten chemopräventiven Eigenschaften befasst sich insbesondere die Onkologie mit Curcumin als Naturheilmittel in der Krebstherapie. Etliche Labortests mit Tieren bestätigten insbesondere seine krebshemmende Wirkung auf Magen, Darm, Leber und Haut. Selbst fortgeschrittene Metastasenbildungen konnten nachweislich durch Curcumin verringert warden.
Die Abwehrkraft von Curcumin gegen potentiell krebserregende freie Radikale gründet sich nicht zuletzt auf seine immunstimulierende Fähigkeit. Studien zeigten, dass der sekundäre Pflanzenstoff die Zellen des menschlichen Immunsystems positiv beeinflusst, indem es das Wachstum sogenannter zytotoxischer T-Lymphozyten eindämmt. Aktuelle Forschungen zu diesem Thema stiessen nun auf einen erstaunlichen Zusammenhang zwischen Curcumin und der Vermehrung eines antimikrobiellen Proteins im menschlichen Immunsystem.
Wissenschaftler der Oregon State Universität gaben die Ergebnisse ihrer Curcumin-Studie in dem Fachblatt Journal of Nutritional Biochemistrybekannt. Demzufolge soll der sekundäre Pflanzenstoff Curcumin einen messbaren Anstieg des Proteins Cathelicidin im menschlichen Organismus bewirken.
Bei diesem Protein handelt es sich um ein antimikrobielles Peptid (cAMP), genauer gesagt um eine organische Verbindung aus mehreren Aminosäuren, die sich im Curry-Mischungen gegen Bakterien zur Wehr setzen und somit Infektionen und chronischen Erkrankungen vorbeugen können.
Auch Omega-3-Fettsäuren wurden in der Vergangenheit auf ihre Rolle im Proteinhaushalt hin untersucht. Es stellte sich jedoch heraus, dass die cAMP-aktivierende Wirkung von Curcumin dreimal stärker ist als jene der Omega-3-Fettsäuren. Weitere Untersuchungen verdeutlichten, dass der durch Curcumin aktivierte cAMP-Gehalt im Organismus des Menschen weiter ansteigt, sobald Vitamin D ins Spiel kommt.
Wie der sekundäre Pflanzenstoff Curcumin verfügt auch Vitamin D über Immunsystem stärkende Eigenschaften. Das Zusammenspiel beider Stoffe wiederum soll zur erhöhten Produktion des cAMP-Peptids führen und entsprechend den Widerstand gegen Krankheitserreger mobilisieren (9). Mit doppelter Heilkraft geht das antioxidative Duo gegen Entzündungsprozesse vor, die als Ursprünge diverser chronischer Krankheiten gelten.
Zukünftige Untersuchungen müssen sich Gombart zufolge darauf konzentrieren, wie genau Curcumin als auch Vitamin D die Genexpression (d.h. die Herstellung des Proteins auf der Basis des DNA-Codes) des cAMP-Peptids aktivieren, um möglicherweise gegen eine Vielzahl von Bakterien zum Einsatz zu kommen, die für bakterielle Infektionskrankheiten wie beispielsweise Tuberkulose verantwortlich sind.
Für einen bestmöglichen Schutz gegen Bakterien empfehlen Fachleute täglich 500 mg eines Curcumin-Ergänzungsmittels und 2000 bis 5000 IU Vitamin D einzunehmen. Aus den Forschungslaboren ins praktische Leben übertragen, lässt sich aber sicher grundlegend festhalten: Geniessen Sie mit Kurkuma verfeinerte Gerichte aus der ayurvedischen Heilküche am besten an einem schönen Platz an der Sonne.
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Quellen:
"Like Curry? New Biological Role Identified for Compound Used in Ancient Medicine" ScienceDaily 2012
Kunwar et al: Curcumin and Its Role in Chronic Diseases
Leonard Goldwyn "The Real Spice of Life" Life Extension Magazine December 1997
"Curcumin gegen Alzheimer und Krebs: Gesunde Pflanzenstoffe und ihr Transport in den Körper" Universität Hohenheim 2010
Hübner J., "Komplementäre Onkologie" 2008, S. 80-83
Wachsmuth D., "Kurkuma" Ayurveda Journal 2008
Kaden M.,"Kurkuma Fast ein Wundermittel" Heilpflanzen-Welt 2005
Gomart et al: Curcumin induces human cathelicidin antimicrobial peptide gene expression through a vitamin D receptor-independent pathway



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