LUNGEN, BRONCHIEN, ATEMWEGE - DIE HEILPFLANZEN OHNE NEBENWIRKUNGEN DIE HELFEN:
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Heilpflanzen für die Lungen und Bronchien sind wichtiger denn je. Denn Infektionen der Atemwege scheinen immer hartnäckiger zu werden, und es dauert immer länger, bis Betroffene von ihren zahlreichen Symptomen vollständig geheilt sind – auch dann, wenn Medikamente eingenommen werden. Heilkräuter lindern nicht nur die Symptome, sondern stärken die Atemwege und können sogar bestehende Schäden an der Lunge wieder reparieren.
Hat Sie überdies ein Virusinfekt ereilt – wie bei Erkältungen und Grippe üblich – dann wirken Antibiotika nur wenig, denn Antibiotika wirken meist gegen Bakterien, aber nicht gegen Viren. In diesem Falle können Antibiotika lediglich etwaige parallel auftretende bakterielle Sekundärinfektionen lindern, wie z. B. Nebenhöhlen-, Mittelohr- oder Lungenentzündungen. Die Viren selbst bleiben unberührt.
Im Gegensatz zu allopathischen Mitteln (Antibiotika und Co.) wirken Heilpflanzen auf ganz andere Weise. Zwar können teilweise auch sie Bakterien töten. Doch enthalten Heilpflanzen – im Gegensatz zu Antibiotika – nicht nur antibakteriell wirkende Stoffe, sondern daneben auch sekundäre Pflanzenstoffe mit noch vielen anderen ganz unterschiedlichen Wirkungen.
So gibt es Pflanzenstoffe, die antioxidativ und entzündungshemmend wirken. Andere lösen und verflüssigen Schleim, wieder andere entkrampfen (bei Husten wichtig) und die nächsten fördern die Regeneration der Schleimhäute. Wenn man überdies gezielt verschiedene Heilpflanzen miteinander kombiniert, kann man alle diese Heilwirkungen gleichzeitig abdecken.
Eine Heilpflanze kann also den Infekt der Atemwege auf vielen Ebenen gleichzeitig beeinflussen und bessern, während Antibiotika einfach nur Bakterien bekämpfen, ohne den Körper zu heilen.
Süßholzwurzel für die Lungen
Süßholz wirkt sehr pflegend auf die Schleimhäute, so dass diese im Rachen und vor allem in der Lunge und im Magen geschmeidig bleiben, es reduziert Infekte im Hals und weist bei trockenem Husten schleimlösende Eigenschaften auf. Für die Schleimlösung im Bereich der Atemwege sind die im Süßholz enthaltenen Saponine verantwortlich – sie ermöglichen es dem Körper, den gelösten Schleim abzuhusten.
Süßholz lindert den Hustenreiz, denn es lindert Krämpfe in den Bronchien und wirkt wirkt entzündungshemmend, da es freie Radikale blockiert und dadurch entzündungsbedingte Verhärtungen der Atemwege verhindert.
Süßholz bekämpft Bakterien und Viren. Süßholz enthält Glycyrrhizin und Flavonoide – sekundäre Pflanzenstoffe – die bei der Prävention von
Lungenkrebs und sogar im Kampf gegen den Krebs helfen.
Wird ein reiner Süßholztee zubereitet, dann empfiehlt es sich 2 EL Süßholz in 500 ml kaltem Wasser aufzukochen, 20 – 30 Sekunden kochen zu lassen, dann abzugießen und in eine Thermoskanne zu füllen. Den Tee trinkt man jetzt auf drei bis fünf Tassen über den Tag verteilt. Gemischt mit Kamille ist es auch ein hervorragender Tee für einen kranken Magen, z. B. bei Gastritis.
Will man das Süßholz mit anderen lungenfreundlichen Kräutern mischen, überbrüht man die Mischung (1 TL pro 150 ml) wie bei Tee üblich mit kochendem Wasser und lässt den Tee 10 bis 15 Minuten ziehen, kocht also nicht auf.
Huflattich
Der Huflattich (Tussilago farfara ) wurde viele tausend Jahre traditionell von den amerikanischen Ureinwohnern verwendet, um die Lunge zu stärken und überschüssige Schleimmengen aus der Lunge und den Bronchien zu entfernen.
Zubereitung:
1 TL getrocknete Huflattichblätter oder Blüten mit kochendem Wasser übergießen, zehn Minuten ziehen lassen, dann abgießen. Huflattich sollte immer nur kurweise eingesetzt werden, also nicht länger als vier bis sechs Wochen – und dies nicht öfter als ein Mal im Jahr. Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte der Huflattich ganz gemieden werden. Ebenfalls Leberkranke. Grund sind die im Huflattich enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide
Thymian: Spezialist für die Lungen und Atemwege
Thymian (Thymus vulgaris) ist eine mächtige Waffe im Kampf gegen verstopfte Atemwege und verschleimte Bronchien. Im Thymian befinden sich äußerst wirksame antiseptische ätherische Öle, die als natürliche Antibiotika eingestuft werden.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Antibiotika besitzt Thymian – z. B. als Tee – jedoch die Fähigkeit, sowohl bei Bakterien als auch bei Viren Wirkung zu zeigen.
Kein Wunder wird der Thymian seit der Antike als Lungenmedizin verwendet und findet auch heute noch häufig Einsatz in der Prävention sowie der Therapie von Infektionen der Atemwege – ob Bronchitis, Halsschmerzen oder Lungenentzündungen.
Echter Alant
Vom Echten Alant (Inula helenium) wird die Wurzel verwendet. Sie riecht in frischer Form nach Banane, getrocknet dann nach Weihrauch oder ein bisschen nach Vanille mit Kampfergeschmack.
Die Pflanze gilt aufgrund ihrer antibiotischen, schleimlösenden und krampflindernden Wirkungen bei Lungenproblemen als ideale Heilpflanze für Menschen, die an Bronchitis, Erkältungen, Atemnot, Brustschmerzen und Reizhusten leiden.
Der Alant erweitert die Atemwege, entspannt die Bronchien und lässt wieder gut durchatmen. Man kann die Alantwurzel auch mit anderen Heilpflanzen für die Atemwege mischen, z. B. mit Thymian und der Primelwurzel (Mischungsverhältnis 4 : 3 : 1).
Zubereitung:
Da die Alantwurzel eine sog. "harte Droge" mit ätherischem Ölgehalt ist, stellt man aus ihr ein Infusmazerat her. Auf diese Weise gelingt es, möglichst viel ihrer Wirkstoffe im Tee zu lösen. Ein gehäufter Teelöffel der zerkleinerten Alantwurzel wird dazu mit kochendem Wasser übergossen. Dann lässt man den Tee bis zum Erkalten ziehen. Anschließend kann er wieder schonend erwärmt und schluckweise getrunken werden – und zwar drei Tassen täglich über einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen.
Eukalyptus: Befreit die Nebenhöhlen
Heimisch ist der Eukalyptus bekanntlich in Australien und erfreut dort die Koalabären. Der Eukalyptus ist ein sehr schnell wachsender Baum (bis zu 2 Meter pro Jahr), der mächtige Stämme entwickelt und häufig sogar nach Buschbränden wieder austreibt. Sein lebensfrohes und erfrischendes Aroma weist bereits auf den Haupteinsatzbereich des Eukalyptus hin: Krankheiten der Atemwege und der Lungen.
Die Pflanze verbessert den Zustand der Atemwege und lindert Beschwerden im Rachenbereich. Der Eukalyptus ist gar so stark wirksam, dass er auch gegen Bakterien (Stapyhlococcus aureus) wirkt, die bei Antibiotika längst resistent sind.
Auch ist bekannt, dass der Eukalyptus sehr gut bei Pilzerkrankungen helfen kann – ob im Darm oder auch auf der Haut. Und zuguterletzt kann man das Öl auch in schmerzende Rheumastellen einreiben, da es analgetisch (schmerzlindernd) wirkt.
Heutzutage ist der Eukalyptus ein Hauptbestandteil vieler Hustensäfte. Verantwortlich für seine gute Wirkung auf die Lungengesundheit ist der Stoff Cineol.
Cineol wirkt schleimlösend und hustenstillend, beseitigt Verstopfungen in den Nasennebenhöhlen und beruhigt Entzündungen, wo auch immer sie sich in den Atemwegen aufhalten. Ein zusätzlicher Bonus besteht darin, dass Eukalyptus große Mengen an Antioxidantien enthält, und daher das Immunsystem im Kampf gegen Erkältungen und andere Erkrankungen optimal unterstützen kann.
Zubereitung:
2 TL getrocknete und fein zerstoßene Eukalyptusblätter werden mit heißem Wasser (150 bis 200 ml) aufgegossen. Man lässt den Tee 10 bis 15 Minuten ziehen, gießt ihn ab und trinkt ihn sodann in kleinen Schlucken. Bis zu 5 Tassen pro Tag kann man davon bei akuten Erkrankungen trinken. Der Tee kann auch gegurgelt werden, z. B. bei Halsschmerzen. Noch besser ist es, wenn man den Eukalyptus mit Thymiankraut und Anisfrüchten kombiniert (Verhältnis 1 : 1 : 1).
Königskerze: Schützt die Lungen und Atemwege vor Austrocknung
Sowohl die Blüten als auch die Blätter der Königskerze (Verbascum) werden dazu verwendet, Pflanzenextrakte herzustellen, die sich positiv auf die Lungen auswirken. Die Königskerze wird von Naturheilkundlern dazu eingesetzt, überschüssigen Schleim aus der Lunge zu befördern, die Bronchien zu säubern und Entzündungen zu lindern, die sich in den Atemwegen festgesetzt haben.
Die Königskerze wirkt außerdem bei trockenen und gereizten Schleimhäuten reizlindernd. Sie enthält Pflanzenschleimstoffe, die sich schützend auf die Atemwege legen. Quälender Hustenreiz oder Kratzen im Hals verschwinden. Die Schleimstoffe der Königskerze schützen auch vor trockener und staubiger Luft, vor Autoabgasen und Zigarettenrauch.
Außerdem verhindern sie, dass sich Bakterien auf den Schleimhäuten niederlassen können. Die Königskerze schmeckt mild und angenehm und wird auch von Kindern gerne gemocht.
Zubereitung:
Bei der Königskerze kann man in der Zubereitung sehr variieren und damit auch die gewünschten Wirkungen erzielen. Heilpraktikerin und Heilpflanzenexpertin Ursel Bühring erklärt, dass ein lauwarmer Aufguss beispielsweise reizlindernd wirkt (30 Minuten ziehen lassen), während ein heißer Aufguss auswurffördernd wirkt (10 Minuten ziehen lassen). Anschließend muss der Tee durch ein sehr feines Sieb gegossen werden, um die Härchen der Königskerze auszufiltern. Für 1 Teelöffel getrocknete Königskerzenblüten nimmt man 150 ml Wasser.
Salbei: Heilend bei entzündeten Schleimhäuten
Salbei (Salvia officinalis) ist eine der großartigsten Heilpflanzen unseres Planeten. Daher auch der mittlerweile bekannte Spruch: "Warum sollte jemand sterben, wenn der Salbei in seinem Garten wächst?" Der Salbei enthält viele verschiedene Stoffe, die heilend wirken.
In Sachen Atemwege sind es einerseits die ätherischen Öle, wie Thujon, Cineol und Kampher, die antibakteriell wirken und gleichzeitig frei durchatmen lassen. Andererseits stecken im Salbei Gerbstoffe (Terpene), die entzündungshemmend, heilfördernd, antiseptisch und auch schmerzlindernd wirken.
Bei Halsschmerzen und anderen Erkrankungen der Mund- und Rachenschleimhaut ist der Salbei die unbestrittene Nummer Eins. Selbst bei Zahnfleischproblemen ist er hervorragend einzusetzen. Einfach ein Blättchen um den Finger wickeln und damit mehrmals täglich das Zahnfleisch massieren.
Pfefferminze
Die Pfefferminze (Mentha × piperita) – und insbesondere das ätherische Pfefferminz-Öl – enthalten Menthol, das den Atem wieder frei fließen lässt. Hierbei handelt es sich um ein beruhigendes ätherisches Öl. Es entspannt die feinen Muskeln der Atemwege, wirkt krampflösend und angenehm kühlend.
Die Pfefferminze enthält neben Menthol noch weitere ganz unterschiedliche Bestandteile, wie z. B. Menthon, Menthylacetat, Menthofuran und Cineol. Auch kleinere Mengen Limonen, Pulegon, Caryophyllen und Pinen sind enthalten.
Im Zusammenspiel mit histaminhemmenden Stoffen wird die Pfefferminze somit zu einem hervorragenden, abschwellenden, krampflösenden und befreienden Mittel, das man sich gerne in den entsprechenden Zubereitungen auf die Brust reibt (z. B. 1 Tropfen ätherisches Öl in 1 TL flüssiges Kokosöl geben), um bei Erkältungen wieder frei atmen zu können.
Holunderbeeren bekämpfen Grippe Viren
Holunderbeeren lassen sich sehr leicht in einen Sirup verwandeln. Dieser hat sich in Studien als so wirksam erwiesen, dass er die Krankheitsdauer bei Grippeinfektionen verkürzen konnte.
Der Holunderbeerensirup erhöht die Anzahl der Grippe-Antikörper, stärkt also das Immunsystem dahingehend, dass es mit einer Grippe viel besser zurecht kommt und der jeweilige Mensch wieder schneller gesund wird.
Den Holunderbeerensirup könnte man natürlich auch vorbeugend nehmen, wenn gerade mal wieder eine Grippe oder sonst ein Virus grassiert. Viele Informationen zum Holunderbeerensirup und seiner Anti-Grippe-Wirkung sowie das Rezept zum Selbermachen von Holunderbeerensirup finden Sie am Ende dieser Seite: Holunderbeerensirup selbst gemacht: Hausmittel bei Erkältung und Grippe.
Kurkuma
Kurkuma - die gelbe Wurzel, die auch meist im Currygewürz enthalten ist - hat zahlreiche positive Auswirkungen auf die Lungen. Aus ihr wird sogar ein Drink zur Lungenreinigung gemixt. Im vorigen Link finden Sie das Rezept sowie Informationen zum Schutzmechanismus von Kurkuma auf die Atemwege.
Natürlich gibt es noch viel mehr Heilpflanzen für die Lungen und Atemwege. Doch haben in der Hausapotheke sowieso nicht alle einen Platz. Und die Wirkung wird nicht besser, wenn Sie 20 Pflanzen statt nur fünf zusammenmischen.
Sie werden sehen, Ihre Atemwegsbeschwerden werden nachlassen – ob diese nun akut oder bereits chronisch sind. Und denken Sie an die vorbeugende und stärkende Wirkung der Kieselsäurepflanzen, damit Sie in Zukunft nicht mehr so anfällig für Bronchitis, Schnupfen und Co sein werden.
Quellen:
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Li ZY et al., "Metabolomic profiling of the flower bud and rachis of Tussilago farfara with antitussive and expectorant effects on mice." Journal of Ethnopharmacology, März 2012
Witkowska-Banaszczak E. et al., "IN-VITRO ANTIMICROBIAL ACTIVITY OF BRONCHOSOL.", Acta Poloniae pharmaceutica, März-April 2015
Sevindik HG et al., Phtytochemical Studies and Quantitative HPLC Analysis of Rosmarinic Acid and Luteolin 5-O-?-D-Glucopyranoside on Thymus praecox subsp. grossheimii var. Grossheimii., Chemical & pharmaceutical bulletin, 2015,
Marzian O., [Treatment of acute bronchitis in children and adolescents. Non-interventional postmarketing surveillance study confirms the benefit and safety of a syrup made of extracts from thyme and ivy leaves], MMV Fortschritte der Medizin, 28. Juni 2007
Chakraborty PS et al., Mentha piperita A Multicentric Clinical Verification Study conducted by CCRH, Indian Journal of Research in Homoeopathy, Dezember 2008
Lawal TO et al., In vitro susceptibility of Mycobacterium tuberculosis to extracts of Eucalyptus camaldulensis and Eucalyptus torelliana and isolated compounds., Pharmaceutical biology, Januar 2012
Gilani AH et al., Studies on Bronchodilator Activity of Salvia officinalis (Sage): Possible Involvement of K+ Channel Activation and Phosphodiesterase Inhibition., Phytotherapy research, Juni 2015



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