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MENSTRUATION - BESCHWERDEN / SCHMERZEN LINDERN

  • 14. Jan.
  • 6 Min. Lesezeit

Eine Ursache von Menstruationsschmerzen ist die verstärkte Sekretion einer bestimmten Gruppe von Prostaglandinen in der Gebärmutterschleimhaut. Prostaglandine sind Gewebshormone, die entweder aus der Dihomogammalinolensäure DGLA gebildet werden (sie heißen dann Serie-1 Prostaglandine), aus der Arachidonsäure (Serie-2 Prostaglandine) oder aus der Eicosapentaensäure EPA (Serie-3 Prostaglandine).

 

Beide Prostaglandine, die bei Dysmenorrhöe Schmerz und Krämpfe auslösen, sind die Serie-2 Prostaglandine. Sie fördern Schmerzen bzw. die Schmerzwahrnehmung, lösen Entzündungen aus, verengen Blutgefäße und verstärken die Blutgerinnung.

 

Das weiß auch die Schulmedizin und empfiehlt jetzt (u. a.) Schmerzmittel (z. B. ASS oder Ibuprofen), die genau diese Prostaglandine hemmen. Leider hemmen diese Medikamente auch die beiden anderen Prostaglandine (Serie-1 und Serie-3). Diese jedoch sind die natürlichen Gegenspieler der Serie-2 Prostaglandine. Sie hemmen Entzündungen, verringern die Blutgerinnung und blockieren direkt die Entstehung der schmerz- und entzündungsauslösenden Serie-2 Prostaglandine.

 

Schmerzmittel wie ASS verstärken und verlängern das Leid also langfristig, weil sie die körpereigenen Hilfsmaßnahmen ausschalten.

 

Nun stellt sich die Frage, wie es überhaupt erst zum Vorhandensein der Serie-2 Prostaglandine in der oft üblichen großen Menge kommt. Der Grund könnte in einer Ernährungsweise verborgen liegen, die reich an tierischen Nahrungsmitteln ist. Sie liefert viele Rohstoffe für die Bildung der Serie-2 Prostaglandine, dagegen kaum Material für Serie-1 bzw. Serie-3 Prostaglandine.

 

Die meisten tierischen Produkte ( Fleisch, Wurst, Milchprodukte, Eier ) liefern Arachidonsäure und fördern damit Schmerzen und Entzündungen.

 

Im Gegensatz dazu liefern beispielsweise Leinöl und Hanföl die sog. Alpha-Linolensäure, die Schmerzen auf zweifache Weise hemmen kann: Einerseits hemmt sie die zusätzliche Bildung von Arachidonsäure im Körper und liefert gleichzeitig Material für die Bildung der hilfreichen Serie-3 Prostaglandine.

 

Die Lösung liegt also darin, den Verzehr tierischer Produkte einzuschränken und seinen Fettbedarf mit Hilfe von sorgfältig ausgewählten pflanzlichen Ölen zu decken. Das bedeutet, man verwendet für Salate und Rohkost hochwertige und naturbelassene Öle mit einem hohen Omega-3-Fettsäuren-Gehalt wie Lein- und Hanföl oder auch Walnussöl.

 

Wenn Sie ein Öl erhitzen möchten, dann nehmen Sie dazu ein hochwertiges Extra natives Olivenöl (welches sich natürlich genauso gut für Salate und Rohkost eignet). Meiden Sie jedoch in jedem Fall Zubereitungsarten (z. B. Frittieren), die sehr hohe Temperaturen erfordern. 

 

Da die Neigung zu Krämpfen ganz generell auf einen Magnesiummangel hinweisen kann, sollten Sie sich entsprechend gesund ernähren oder gezielt einen möglichen Mangel beheben. Das bedeutet, nicht nur den täglichen Bedarf an Magnesium zu befriedigen, sondern auch die Mineralstoffreserven des Körpers aufzufüllen. Letztere sind oft durch eine jahrelange säurebetonte Ernährungs- und Lebensweise erschöpft und müssen erst langsam wiederaufgebaut werden.

 

Achten Sie jedoch darauf, dass oral eingenommenes Magnesium bis zu 12 Monaten benötigen kann, um den intrazellulären Magnesiumspiegel wieder aufzufüllen.

 

Schmerzen treten grundsätzlich umso intensiver in Erscheinung, je stärker ein Organismus übersäuert ist. Eine schlechte Ernährungssituation in Verbindung mit Stress, Genussgiften (Nikotin, Koffein, Zucker) sowie dann und wann Medikamenten führt unweigerlich zu Mineralstoffmangel und Schlackenbildung.

 

Beides fördert krankhafte Prozesse in vielfältiger Weise, so dass durch eine nachhaltige Entsäuerung in Kombination mit einer gewissenhaften Versorgung des Körpers mit hochwertigen Mineralstoffen nicht nur Menstruationsbeschwerden, sondern viele andere Unpässlichkeiten gelindert werden können oder gar ganz verschwinden.

 

 

Für viele Frauen ist bereits das Wissen darum, dass es viele verschiedene natürliche Hilfsmittel gegen die allmonatliche Qual gibt, eine enorme Erleichterung. Sie fühlen sich nicht mehr ausschließlich der Willkür ihres Arztes bzw. dessen Schmerzmitteln ausgeliefert, sondern können endlich selbst aktiv werden – nicht nur, wenn die Beschwerden einsetzen, sondern bereits etliche Tage davor.

 

Eine basenüberschüssige oder kurweise auch eine rein basische Ernährung aus bevorzugt Gemüse, Salaten, Sprossen, Nüssen, Ölsaaten, naturbelassenen Ölen und Früchten mindert aufgrund ihres ausgewogenen Mikronährstoffreichtums sowie dem Fehlen irritierender und verschlackender Inhaltsstoffe die Schmerz- und Krampfbereitschaft ganz automatisch. Verfeinern Sie Ihre Speisen außerdem mit krampflösenden Gewürzen, wie z. B. Anis, Fenchel, Kardamom, Koriander, Vanille und Zimt.

 

Essen Sie täglich grüne Blattgemüse wie verschiedene Blattsalate, Grünkohl, Mangold, Sprossen, Brennnessel, Wildkräuter und Wildgemüse.

 

Die darin enthaltenen Vitalstoffe energetisieren Ihren gesamten Körper, versorgen ihn mit ausreichend Antioxidantien sowie Chlorophyll. Letztere reinigen Ihr Blut und fördert die Blutneubildung. Wenn Sie es aus Zeitgründen nicht schaffen, regelmäßig frische grüne Gemüse und Salate zu essen, dann stellt Weizengraspulver, das Sie entweder in Wasser oder in leckere Früchte-Smoothes mixen, eine interessante Alternative dar.

 

Darüber hinaus helfen vollwertige Nahrungsergänzungen wie Spirulina oder Chlorella-Algen dabei, nicht nur Ihren Chlorophyllbedarf zu decken, sondern auch Ihren Bedarf an lebenswichtigen Mikronährstoffen.

 

Milchprodukte und koffeinhaltige Getränke können die Schmerzen während der Periode steigern. Insbesondere Milchprodukte sorgen aufgrund ihres Eiweiß- und Calciumreichtums für einen Magnesiummangel, der Krämpfe deutlich verstärken kann.

 

Falls Sie der Meinung sind, Ihre Ernährung versorge Sie nur ungenügend mit Mineralstoffen, sollten Sie auf ein ganzheitliches und natürliches Präparat zurückgreifen, dass Sie mit Kalzium, Magnesium und eventuell Zink sowie Kalium versorgt.

 

Allerdings ist Kalium in sehr großen Mengen in allen Früchten und Gemüsearten enthalten, so dass es schade wäre, wenn Sie eine Pille schlucken würden, anstatt täglich viele leckere Früchte und Salate zu verzehren – die Ihnen außer Kalium ja auch noch viele andere gesunde Stoffe liefern.

 

Zink finden Sie in Kürbiskernen, Paranüssen und gekeimten Hülsenfrüchten (Kichererbsen, Sojabohnen, Linsen etc.). Wenn Sie sich jetzt noch Gedanken um eine adäquate Calcium/Magnesium-Versorgung machen, können Sie Ihren diesbezüglichen Bedarf hervorragend mit der Sango Meeres Koralle decken. Sie liefert Calcium und Magnesium im idealen Verhältnis für den Menschen, so dass die beiden Mineralstoffe optimal verwertet werden können.

 

Da bei der Entstehung von Krämpfen auch Vitamin B beteiligt ist, sollten Sie darauf achten, Ihren Organismus mit dem gesamten Vitamin-B-Komplex zu versorgen. Diesen finden Sie größtenteils in Nüssen, Samen, Sprossen, Avocados, Getreidekeimen, Algen und Hülsenfrüchten.

 

Wenn Sie sich aufmerksam beobachten, werden Sie feststellen, dass Ihre Menstruation umso schwieriger verläuft, je häufiger sich Stress, Unruhe und Chaos in Ihrem Leben breitmachen. Planen Sie daher grundsätzlich Entspannungs- und Ruhezeiten in Ihren Tagesablauf ein.

 

Warten Sie nicht, ob Krämpfe eintreten oder nicht. Trinken Sie rein prophylaktisch Kräutertees, die darauf spezialisiert sind, Verspannungen zu lösen und Krämpfe zu verhindern. DAS Anti-Krampf-Kraut schlechthin ist das Gänsefingerkraut.

 

Trinken Sie daraus mehrmals täglich eine Tasse Tee (1 Teelöffel getrocknetes Kraut auf 150 bis 200 Milliliter heißes Wasser – 5 Minuten ziehen lassen).

 

Weitere wirkungsvolle Heilpflanzen bei Menstruationsbeschwerden sind Frauenmantel, Schafgarbe, Spirulina-Algen, Majoran, Oregano, Kamillenblüten und Zitronenmelisse. Sie können davon bis zu vier Kräuter mischen und die Teemischung mit etwas geriebenem frischem Ingwer würzen.

 

Ingwer wärmt außerdem von innen, entspannt und mindert Schmerzen. Die scharfaromatische Wurzel kann wunderbar in Form eines sog. Ingweröls angewandt werden. Reiben Sie dazu frischen Ingwer auf ein Mulltuch und pressen den Ingwer durch das Tuch aus. Den entstehenden Ingwersaft vermischen Sie im Verhältnis 1 : 5 mit Sesamöl. Das Ingweröl massieren Sie sanft in die schmerzenden Stellen ein.

 

Thymian soll laut einer Studie mindestens genauso gut wirken wie Ibuprofen, ein häufig verwendetes Schmerzmittel - mit dem Unterschied, dass Thymian keine Nebenwirkungen hat, während Schmerzmittel (auch Diclofenac und Indometacin) zu Kopfschmerzen, Schwindel, Schlaflosigkeit, Übelkeit, Akne, Appetitlosigkeit, Erbrechen etc. führen können.

 

Thymian (Thymus vulgaris) – ein mediterranes Gewächs mit hohem Gehalt an ätherischen Ölen (Thymol und Carvacrol) – ist eigentlich DIE Heilpflanze bei Husten und Heiserkeit. Doch kann der Thymian ebenfalls den Prostaglandinspiegel senken und gilt daher auch als natürliches Hilfsmittel bei der primären Dysmenorrhoe.

 

Achten Sie generell auf Lebensmittel, die entwässernd und reinigend wirken, wie beispielsweise Früchte, Vollkornreis und Brennnesseltee. Verwenden Sie außerdem viel Petersilie. Dieses völlig unterschätzte Küchenkraut fördert die Durchblutung der Unterleibsorgane und führt so zu einer problemlosen Menstruation. Petersilie reinigt zudem das Blut, desinfiziert und entgiftet.

 

Mönchspfeffer ist eine alte Heilpflanze, die sich auf zahlreiche hormonell bedingte Beschwerden sehr vorteilhaft auswirkt. Sie lindert Menstruationsbeschwerden, wie Schmerzen oder das prämenstruelle Syndrom. Auch bei Unfruchtbarkeit und Wechseljahresbeschwerden kann die Pflanze helfen. 

 

Verwenden Sie ätherische Öle, die allgemein entspannend und entkrampfend wirken, wie Lavendel, Melisse, Wacholder, Rose oder Muskatellersalbei. Geben Sie sie in eine Duftlampe oder in Ihr Badewasser. Sie können auch Bauch und Unterleib mit duftenden Ölen einreiben. Geben Sie dazu einige Tropfen der ätherischen Öle in ein hochwertiges leicht erwärmtes Basisöl (Mandelöl, Avokadoöl oder auch Olivenöl) und gönnen Sie sich eine entspannende Massage mit Ihrem selbst gemachten Massageöl.

 

Massieren Sie ohne jeden Druck in gleichmäßigen, mit dem Uhrzeigersinn kreisenden Bewegungen. Springen Sie aber bitte anschließend nicht sofort wieder auf, sondern bleiben Sie mindestens 15 bis 20 Minuten liegen und entspannen Sie sich.

 

An eine Wärmflasche oder heiße Vollbäder braucht sicher keine Frau erinnert werden, da es sich um die bekanntesten und meist praktizierten Behandlungsmethoden bei Menstruationsbeschwerden handelt. Die entspannende, schmerzlindernde Wirkung von Bädern kann durch den Zusatz von Johanniskrautöl verstärkt werden.

 

Essen Sie täglich so viele Bananen wie Sie mögen (außer bei Histaminintoleranz), mindestens jedoch eine. Bananen enthalten relativ viel Vitamin B6, welches den Blutzuckerspiegel reguliert und positiv Ihre Stimmung beeinflusst. Schon 100 g Banane decken den B6-Bedarf zu 25 Prozent.

 

Oft verstärken sich Krämpfe, wenn man sich sofort bei ihrem Auftauchen niederlegt und ängstlich geradezu darauf wartet, sie könnten schlimmer werden. Lenken Sie sich mit schönen Dingen ab. Machen Sie mit einer Freundin einen Spaziergang, gehen Sie walken oder pflanzen Sie ein paar Blumen in Ihren Garten. Auch Yoga-Übungen können ausgesprochen hilfreich sein.

 

Sanfte Bewegungen fördern die Durchblutung und helfen bei der Ablösung der Gebärmutterschleimhaut weitaus besser als stilles Verharren im Bett. Vergessen Sie nie das Wichtigste: Seien Sie gut zu sich.

 

Qzellen:

 

ajar Salmalian et al., Comparative effect of thymus vulgaris and ibuprofen on primary dysmenorrhea: A triple-blind clinical study, 2014, Caspian J Intern Med

 

 

 
 
 

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