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WAS IST SHATAVARI? AUS DER AYURVEDA FÜR DIE FRAU - WIRKUNG UND ANWENDUNG WISSENSCHAFTLICH UNTERLEGT

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Aktualisiert: vor 1 Tag


Shatavari ist eine Wurzel, die im Ayurveda bei Frauen sehr beliebt ist, da sie sich auf vielfältige Weise auf das Fortpflanzungssystem auswirkt: Wechseljahresbeschwerden, Menstruationsschmerzen und das prämenstruelle Syndrom sind nur einige Anwendungsgebiete. 

 

Shatavari-Pulver wird im Ayurveda – dem traditionellen indischen Gesundheitssystem – seit Jahrhunderten eingesetzt. Shatavari ist Sanskrit und bedeutet übersetzt so viel wie „die Frau, die hundert Ehemänner hat“

 

Die Übersetzung deutet bereits auf die Wirkungen hin, die der Wurzel nachgesagt werden: Sie soll die Fruchtbarkeit erhöhen, indem sie etwa die Libido anregt und den Hormonhaushalt sanft wieder ins Gleichgewicht bringt. Zudem soll der Indische Spargel Entzündungen der Gebärmutter und der Eierstöcke vorbeugen können.

 

Die Pflanze wird auch als Königin der Kräuter bezeichnet und steht symbolisch für Liebe und Zuwendung.

 

Sie hat aber auch eine beruhigende und schmerzlindernde Wirkung und kann bei Schlafstörungen und Verdauungsbeschwerden helfen. Deshalb können auch Männer davon profitieren.

 

In Studien wurden bisher die folgenden Eigenschaften von Shatavari identifiziert. Die Pflanze wirkt unter anderem:

-       antioxidativ,

-       antidepressiv,

-       nervenstärkend

-       krampflösend

-       schmerzstillend

-       entzündungshemmend

-       angstlösend

-       aphrodisierend (steigert di eLibido) und

-       milchfördernd (Muttermilch)

 

Hinweis: Pulver ist ideal, wenn Sie es in Smoothies oder Shakes mischen möchten. Kapseln mit einem standardisierten Extrakt (SRI-81) und daher einem garantierten Wirkstoffgehalt (was bei losem Pulver nicht der Fall ist) 

Bekommen Sie hier:

 

 

Der standardisierte Extrakt (SRI-81) ist ein Vollspektrumextrakt aus der Wurzel. Er enthält einen garantierten Wirkstoffgehalt von mindestens 10 % Shatavarinen und wurde in den aktuellen Studien verwendet, die 2025 und 2026 erschienen sind.

 

Die Anwendungsmöglichkeiten:

 

Bei hormonellem Ungleichgewicht

 

Isoflavone gehören zu den Pflanzenstoffen in Shatavari. Es handelt sich dabei um Phytoöstrogene, also Pflanzenstoffe, die dem menschlichen Östrogen ähnlich sind und an die Östrogenrezeptoren im Körper andocken können.

 

Zwar wirken sie deutlich schwächer als das Östrogen im menschlichen Körper und sind deshalb kein vollwertiger Östrogen-Ersatz.

 

Doch haben Phytoöstrogene den Vorteil, dass sie regulierend wirken, also sowohl bei Östrogenüberschuss als auch bei Östrogenmangel helfen können.

 

Bei einem Überschuss blockieren sie die Östrogenrezeptoren, so dass das stärker wirkende „echte“ Östrogen nicht mehr so häufig zum Zug kommt. Die Östrogenwirkung wird dadurch abgeschwächt. Bei einem Östrogenmangel kommt die Betreffende wenigstens in den Genuss der leichten Östrogenwirkung der Phytoöstrogene.

 

Eine Forschungsarbeit (Review) indischer Wissenschaftler, die 2018 erschienen ist, befasste sich mit den Auswirkungen von Shatavari auf hormonelle Unregelmässigkeiten bei Frauen:

 

Die Forscher identifizierten Tierstudien und einige klinische Studien mit geringer Teilnehmerzahl, die zeigen konnten, dass die Pflanze bei Regelschmerzen, beim prämenstruellen Syndrom (PMS) und bei einem unregelmässigen Zyklus helfen kann.

 

Shatavari erwies sich ausserdem als wirksam beim polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS), indem die Pflanze das Follikelwachstum und den Eisprung förderte. (Die Follikel umgeben die Eizellen und schützen sie während des Heranwachsens.)

 

Aufgrund der antioxidativen Eigenschaften der Pflanze vermuteten die Forscher, dass die Pflanze die weiblichen Fortpflanzungshormone wieder ausbalancieren kann, die durch psychischen und physischen Stress in ein Ungleichgewicht geraten sind.

 

Langfristiger Stress kann das Fortpflanzungssystem komplett aus der Bahn werfen und beispielsweise zum Ausbleiben der Regelblutung und des Eisprungs oder einem unregelmäßigen Menstruationszyklus führen.

 

Beim PCOS

 

Eine Studie von 2026 bestätigt die Hinweise auf eine Wirkung beim polyzystischen Ovarialsyndrom. Darin nahmen 70 Frauen mit PCOS 12 Wochen lang täglich nach einer Mahlzeit eine Kapsel mit 300 mg Shatavari-Wurzelextrakt oder ein Placebo ein. Verwendet wurde der Extrakt SRI-81, auf den wir weiter unten noch eingehen.

 

Nach 12 Wochen hatte sich die Zahl der kleinen Follikel in den Eierstöcken in der Extrakt-Gruppe stärker verringert als in der Placebo-Gruppe.

 

Normalerweise sollte in jedem Zyklus ein Follikel (Eibläschen) heranreifen und daraus ein Eisprung entstehen. Beim PCOS bleibt diese Entwicklung häufig stecken, ohne dass es zum Eisprung kommt. Die Follikel sammeln sich dann in den Eierstöcken an. Eine Verringerung der Follikel ist also ein positives Zeichen beim PCOS.

 

Auch die Gebärmutterschleimhaut baute sich in der Extrakt-Gruppe stärker auf. Die Gebärmutterschleimhaut spielt im Zyklus eine wichtige Rolle, weil sich dort eine befruchtete Eizelle einnisten könnte.

 

Auf das Eierstockvolumen, den BMI, die Hormonwerte sowie Blutzucker- und Blutfettwerte hatte der Extrakt keinen signifikanten Einfluss

 

In den Wechseljahren

 

Beschwerden wie Hitzewallungen, plötzliche Schweissausbrüche, Konzentrationsschwierigkeiten und Schlafprobleme treten in den Wechseljahren in unterschiedlichem Ausmass auf. Manche Frauen bemerken die Menopause kaum – andere leiden über Monate oder Jahre hinweg daran.

 

Eine Studie von 2025 untersuchte die Wirkung von Shatavari bei Frauen in der Perimenopause (Übergangszeit vor der letzten Regelblutung). Für die Studie nahmen 80 Teilnehmerinnen 8 Wochen lang täglich nach dem Frühstück eine Kapsel mit 300 mg Shatavari-Wurzelextrakt (SRI-81) oder ein Placebo ein.

 

Nach 8 Wochen hatten sich die Wechseljahresbeschwerden in der Extrakt-Gruppe deutlich stärker gebessert als in der Placebo-Gruppe. Das galt für körperliche Beschwerden (z. B. Hitzewallungen, Schlafprobleme), für psychische Beschwerden (z. B. Reizbarkeit, Erschöpfung) sowie für Beschwerden im Genitalbereich (z. B. Scheidentrockenheit).

 

Bei Wechseljahresbeschwerden kann Shatavari mit Ashwaganda kombiniert werden.

 

In einer weiteren Studie von 2025 untersuchten Forscher, wie eine Kombination aus SRI-81 und Ashwagandha-Extrakt bei Wechseljahresbeschwerden wirkt.

 

135 Frauen nahmen 8 Wochen lang täglich nach dem Frühstück eine Kapsel ein – entweder allein mit 300 mg Shatavari-Wurzelextrakt (SRI-81) oder mit der Kombi aus SRI-81 plus 250 mg Ashwagandha-Extrakt oder mit einem Placebo.

 

Nach 8 Wochen hatten sich die Wechseljahresbeschwerden in der Shatavari-Gruppe stärker gebessert als in der Placebo-Gruppe. Das galt vor allem für körperliche Beschwerden wie Hitzewallungen sowie für psychische Beschwerden.

 

Die Kombination mit Ashwagandha schnitt beim wahrgenommenen Stress besser ab als Shatavari allein und als das Placebo. Bei den Hormonwerten zeigten sich hingegen keine deutlichen Unterschiede zwischen den Gruppen.

 

In der Stillzeit

 

ndische Forscher untersuchten in einer klinischen Studie den Einfluss von Shatavari auf die Produktion von Brustmilch: 30 Frauen nahmen in der Stillzeit täglich 60 mg Shatavari-Pulver pro kg Körpergewicht (in Kapselform) während 30 Tagen ein. Diese Dosis wurde auf drei tägliche Einnahmen aufgeteilt und jeweils mit einem Glas Milch eingenommen. Die Kontrollgruppe erhielt Kapseln mit Reispulver.

 

Der Erfolg wurde unter anderem am Prolaktingehalt im Blut gemessen. Prolaktin ist ein Hormon, das dafür sorgt, dass die Brustdrüse nach der Geburt Milch produziert.

 

Die Shatavari-Gruppe zeigte einen Prolaktin-Anstieg von 33 % - die Gruppe, die Reispulver genommen hatte, nur einen Anstieg von 10 Prozent. Auch waren erstere grundsätzlich zufriedener mit ihrer Stillzeit als die Reispulver-Gruppe.

 

Eine neuere Studie von 2025 bestätigt das (12). Darin nahmen 120 Frauen nach der Geburt entweder an drei Tagen hintereinander jeweils nach dem Frühstück eine Kapsel mit 300 mg Shatavari-Wurzelextrakt (SRI-81) oder ein Placebo ein.

 

Nach diesen drei Tagen konnten die Frauen in der Extrakt-Gruppe bei einer einzelnen Messung im Durchschnitt 97,98 ml Milch aus beiden Brüsten abpumpen – die Frauen in der Placebo-Gruppe 85,36 ml.

 

Außerdem hatten die Frauen in der Extrakt-Gruppe nach dem Stillen schneller wieder das Gefühl, dass sich Milch in der Brust gebildet hatte.

 

Bei sexueller Unzufriedenheit

 

In einer Studie von 2026 untersuchten Forscher, ob Shatavari auch das sexuelle Wohlbefinden von Frauen unterstützen kann.

 

135 Frauen nahmen 8 Wochen lang täglich nach dem Frühstück eine Kapsel ein – entweder mit 300 mg Shatavari-Wurzelextrakt (SRI-81), mit 300 mg Shatavari-Wurzelextrakt plus 250 mg Ashwagandha-Wurzelextrakt oder ein Placebo.

 

Nach 8 Wochen hatte sich die sexuelle Funktion in der Shatavari-Gruppe stärker verbessert als in der Placebo-Gruppe. Es ging dabei um Lust, Erregung, vaginale Feuchtigkeit, Orgasmus, Zufriedenheit und Schmerzen beim Sex.

 

Besonders die sexuelle Zufriedenheit nahm mit dem Extrakt deutlich stärker zu. Die Kombination mit Ashwagandha zeigte gegenüber dem Placebo-Präparat zusätzliche Vorteile – etwa bei Erregung, vaginaler Feuchtigkeit, Orgasmus und bei der sexuellen Funktion insgesamt. Gegenüber Shatavari allein war die Kombination nicht eindeutig überlegen.

 

Vorteile auch für Männer

 

Tatsächlich soll Shatavari aber auch bei Männern wirken. Die Pflanze kommt im Ayurveda bei Männern zum Einsatz, um ihre Libido zu steigern und die Spermienzahl zu erhöhen.

 

Die Wirkung soll dabei ähnlich sein, wie sie für Ashwagandha beschrieben wird.

 

Noch dazu können sich die beiden Heilpflanzen verstärken. Denn die Wirkung von Shatavari soll gemeinsam mit Ashwagandha besonders groß sein.

 

Über dem Wirkung von Ashwaganda habe ich bereits hier geschrieben:

 

 

Bei Verdauungsbeschwerden

 

Männer sollen jedoch auch von der beruhigenden und schmerzstillenden Wirkung der Pflanze profitieren können, etwa bei Verdauungsbeschwerden wie Sodbrennen oder Durchfall. Kochen Sie hierfür 1 TL Shatavari in 200 ml Milch (pflanzlich oder tierisch) oder Wasser auf und trinken Sie die Mischung langsam, solange sie noch warm ist.

 

Quellen:

 

Singh R. Asparagus racemosus: a review on its phytochemical and therapeutic potential. Nat Prod Res. 2016 Sep;30(17):1896-908

 

Alok S, Jain SK, Verma A, Kumar M, Mahor A, Sabharwal M. Plant profile, phytochemistry and pharmacology of Asparagus racemosus (Shatavari): A review. Asian Pac J Trop Dis. 2013;3(3):242-251

 

Pandey AK, et al. Impact of stress on female reproductive health disorders: Possible beneficial effects of shatavari (Asparagus racemosus). Biomed Pharmacother. 2018 Jul;103:46-49

 

Van Wyk B.E., Wink C., Wink M. (2004): Handbuch der Arzneipflanzen. 2. Auflage, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart

 

O'Leary MF, et al. Shatavari Supplementation in Postmenopausal Women Improves Handgrip Strength and Increases Vastus lateralis Myosin Regulatory Light Chain Phosphorylation but Does Not Alter Markers of Bone Turnover. Nutrients. 2021 Nov 27;13(12):4282

 

Ademola J et al. Effects of Shatavari (Asparagus racemosus) Root Extract on Sexual Wellness in Women: Findings from a Prospective, Randomized, Double-Blind, Three-Arm, Parallel-Group, Placebo-Controlled Study. Int J Womens Health. 2026 Feb 10;18:561213

 

Gupta M, Shaw B. A Double-Blind Randomized Clinical Trial for Evaluation of Galactogogue Activity of Asparagus racemosus Willd. Iran J Pharm Res. 2011;10(1):167-172

 

Bopana N, Saxena S. Asparagus racemosus--ethnopharmacological evaluation and conservation needs. J Ethnopharmacol. 2007 Mar 1;110(1):1-15

 

Mhatre Y et al. Efficacy and safety of Shatavari root extract in women with Polycystic Ovarian Syndrome: a randomized, double-blind, placebo-controlled trial. Front Endocrinol (Lausanne). 2026 Feb 24;17:1769773

 

Mahajan S, Avad P, Langade J. Efficacy and Safety of Shatavari (Asparagus racemosus) Root Extract for Perimenopause: Randomized, Double-Blind, Placebo-Controlled Study. Int J Womens Health. 2025 Nov 3;17:4057-4073

 

Ademola J et al. Efficacy and safety of Shatavari root extract (Asparagus racemosus) for menopausal symptoms: a randomized, double-blind, three-arm, placebo-controlled study. Front Reprod Health. 2025 Nov 27

 

Ajgaonkar A et al. Shatavari (Asparagus racemosus Willd) root extract for postpartum lactation: A randomised, double-blind, placebo-controlled study. J Obstet Gynaecol. 2025 Dec

 

 

 

 
 
 

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