SULFORAPHAN HILFT GEGEN AUTISMUS - SO DIE WISSENSCHAFT
- agneskalaitzis
- 25. Juli 2025
- 3 Min. Lesezeit


Sulforaphan wirkt unter anderem gegen freie Radikale und bekämpft Entzündungen. Damit hebelt es einen teil jener Mechanismen aus, die unter Verdacht stehen, Autismus zu –fördern. Da Sulforaphan außerdem gegen Krebs und Arthritis eingesetzt werden kann, liegt hier eines der potentesten Nahrungsergänzungsmittel unserer Zeit vor. Autistische Menschen haben große Schwierigkeiten bei der sozialen Interaktion und sind mit den Anforderungen ihrer Umwelt überfordert. Zusätzlich fallen sie durch eine ungewöhnliche Ausdrucksweise auf (z. B. eigene seltsame Wortschöpfungen, häufiges Fragen oder auch stereotype Äußerungen, die nicht immer zu r Situation zu passen scheinen ) sowie durch ein allgemein andersartiges, teils extrem introvertiertes Verhalten.
Gleichzeitig sind die meisten Autisten außergewöhnlich intelligent und/oder weisen sog. „Nischenbegabungen“ auf, beispielsweise verfügen sie über ein fotografisches Gedächtnis. Schätzungen zufolge leiden ein bis zwei Prozent der Menschen unter Autismus, die meisten davon sind Männer.
Doch kennen wir auch Mittel und Maßnahmen, die natürlich und ohne Nebenwirkung frei sind, die bereits bestehende Autismus-Symptome lindern können, wie etwa Sulforaphan oder auch eine Darmsanierung, denn wird die häufig bei Autismus gestörte Darmflora saniert und die Darmgesundheit verbessert, dann bessern sich durch die enge Kooperation von Darm und Hirn auch die Symptome des Autismus.
Sulforaphan ist ein sekundärer Pflanzenstoff, der sich vor allem in Kreuzblütengewächsen die etwa Brokkoli, Rosenkohl und Radieschen oder deren Sprossen findet.
Zahlreiche Forscher haben bereits die gesundheitsfördernde Wirkung von Sulforaphan erkannt. So wirkt der Stoff beispielsweise stark antioxidativ, was bedeutet, dass er massiv gegen freie Radikale im Körper vorgehen kann.
Auf diese Weise senkt Sulforaphan das Krebsrisiko. Doch auch eine bereits bestehende Krebserkrankung – selbst im fortgeschrittenen Stadium – bekämpft Sulforaphan äußerst effektiv.
Da Sulforaphan auch eine stark entzündungshemmende Wirkung aufweist, lindert es gleichzeitig chronisch entzündliche Erkrankungen wie Arthritis und Asthma.
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Oxidativer Stress, also Schäden, die durch freie Radikale im Körper verursacht werden, gehört neben entzündlichen Prozessen und Schäden an der DANN, die übrigens auch von freien radikalen herrühren können, zu denjenigen Mechanismen, die auch bei Autismus eine Rolle spiellen.
Das Forscherteam um Kanwaljit Singh vom Massachusetts Hospital for Childern im US-amerikanischen Lexington wollte daher herausfinden, ob Sulfpraphan nicht auch AutismusSymptome lindern könnte.
In der Sulforaphan-Gruppe hatten sich die Autismus-Symptome nach Ablauf 18-wöchigen Studie um ein Drittel verbessert. In der Kontrollgruppe verbesserte sich der Autismus nicht.
4 Wochen nach Ende der Studie und keine Sulforaphan Einnahme mehr hatte sich die Intensität der Symptome in der Sulforaphan-Gruppe zurück zu Ausgangspunkt entwickelt.
Das bedeutet, dass Sulforaphan die Symptome lindern kann, die eigentliche Erkrankung nicht aus der Welt schafft, so dass die Einnahme von Sulforaphan dauerhaft fortgesetzt werden müsste.
Nichtsdestotrotz sind die Ergebnisse dieser Studie ein großer Umbruch in der Autismusforschung. Medikamentös lässt sich die Entwicklungsstörung nämlich bislang nicht behandeln.
Neben der Bekämpfung von freien Radikalen und Entzündungen im Körper sorgt Sulforaphan zum Beispiel auch dafür, dass der Körper vermehrt Glutathion herstellt.
Dieses Tripeptid ist ein körpereigenes Antioxidans. Es stärkt unter anderem die Immunabwehr und erhöht die Durchblutung. Bei Autisten ist ausgerechnet die Glutathion-Synthese oft gehemmt, der Glutathion-Spiegel daher zu niedrig.
Auch die „Kraftwerke“ der Körperzellen, die sogenannten Mitochondrien, funktionieren bei Autismus nicht richtig, hier schafft Sulforaphan ebenfalls Abhilfe und fördert deren Funktionstüchtigkeit.
Der natürliche Sulforaphangehalt von Brokkoli und anderen Kohlgemüsearten reicht übrigens nicht aus, um Autismu-Symptome lindern zu können. Die Wissenschaftler arbeiten mit einem hochdosierten Nahrungsergänzungsmittel mit konzentriertem Sulforaphan aus Brokkolisprossen.
Quellen:
Kanwaljit Singh et al, Sulforaphane treatment of autism spectrum disorder , Proceedings oft he National Academy of Sciences, Sep 2014
Borre YE et al. The impact of microbiota on brain and behaviour. Mechanisms & amp, therapeutic potential, advances in experimental medicine and biology, 2014
Herbert MR, Buckley JA, Autism and dietary therapy, case report and review of the literature, Journal of Child Neurollogy, Aug 2013
De Theije CG et al, Pathways underlying the gut-to-brain connection in autism spectrum disorders as future etargets for disease management. Eur J Pharmacol. 2011 Jul 27




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