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WIE DIE DARMFLORA DIE MENTALE GESUNDHEIT STEUERT - VON BABY BIS ZUM ALTER, ÜBER SCHREIKIND, ÜBER ADHS, AUTISMUS BIS ZUM ALZHEIMER...

Ob Schreikind, Autismus, ADHS oder Alzheimer – die Darmflora scheint an der Entstehung aller 4 Probleme maßgeblich beteiligt zu sein.
Ob Schreikind, Autismus, ADHS oder Alzheimer – die Darmflora scheint an der Entstehung aller 4 Probleme maßgeblich beteiligt zu sein.

Verschiedene Studien weisen inzwischen auf die Zusammenhänge zw. mentaler Gesundheit und dem Zustand der Darmflora hin.

 

Im Darm eines Erwachsenen (beim Neugeborenen noch nicht) tummeln sich bis zu 100 Billionen Bakterien.

Ihre Aufgaben sind derart vielfältig, dass ohne sie keine Leben möglich wäre. So helfen uns Darmbakterien dabei, die Nahrung zu verdauen, sie unterstützen das Immunsystem und verhindern, dass sich schlechte, also krank machende Bakterien und Pilze ausbreiten können.

 

Zahlreiche Studien konnten daher längst zeigen, dass durch eine gestörte Darmflora viele Krankheiten mit verursacht werden können, wie beispielsweise Asthma, Allergien, Übergewicht, Schuppenflechte, Neurodermitis, oder einen Reizdarm.

Interessant ist, dass Darmbakterien außerdem unser Verhalten und die Gesundheit unserer Psyche beeinflussen.

 

Wissenschaftler von der Ohio State University haben herausgefunden, dass das Temperament von Säuglingen stark von der Anzahl und der Vielfalt bestimmter Darmbakterien abhängig ist.

 

Dr. Lisa Christian und ihr Team nahmen Stuhlproben von 77 Babys im Alter von 18 bis 27 Monaten unter die Lupe und stellten dabei fest, dass zw. dem Temperament der Kinder und der Anwesenheit spezifischer Typen von Darmbakterien ein relevanter Zusammenhang besteht. Das Studienergebnis war erstaunlich: Je größer die Bakterienvielfalt, umso friedlicher gestimmt waren die Babys.

 

Gleichzeitig zeigte sich das eine gestörte Darmflora (Dysbiose) auch die Entstehung von chronischen Krankheiten fördert. Einerseits führt eine gestörte Darmflora zu chronischen Entzündungsprozessen, die ein wichtiger Risikofaktor für Krankheiten darstellen.

 

Andererseits scheint ein Übermaß schädlicher Darmbakterien eine verstärkte Ausschüttung von Stresshormonen mit sich zu bringen – und zwar von denselben Hormonen, die auch mit chronischen Krankheiten (z. B. Asthma, Neurodermitis etc.) oder einfach Übergewicht in Verbindung stehen.

 

Die Darmflora scheint somit Körper UND Geist zu beieinflussen.

 

Dr. Michael Balley vom Institute for Behavioral Medicine Resech unterstreicht, es bestehe kein Zweifel daran, dass die Darmbakterien mit dem Gehirn kommunizieren.

 

Es stehe aber noch nicht fest, wer eigentlich mit der Kommunikation beginne. So könne es sein, dass eine Stressbelastung zu einer Abnahme der Bakterienpopulation im Darm führt oder aber, dass eine gestörte Darmflora die Stressanfälligkeit erhöht und damit Stimmungsschwankungen oder gar konkret mentale Störungen wie Autismus oder ADHS fördert.

 

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Diverse Untersuchungen haben gezeigt, dass die Darmflora von autistischen Kindern anders zusammengesetzt ist als die von gesunden Kindern.

 

Jeremy Nicholson und seine Kollegen vom Imperial College London haben im Journal of Proteom Research eine Studie veröffentlicht, die besagt, dass bei der Entstehung von Autismus Darmbakterien beteiligt sind. Die Forscher gehen davon aus, dass Darmkeime Giftstoffe produzieren, welche die Entwicklung des Gehirns beeinflussen.

 

Des Weiteren hat auch Dr. Natasha Campbell-McBride die Wechselwirkungen zw. Darm und Gehirn untersucht und dabei herausgefunden, dass eine gestörte Darmflora ein maßgeblicher Risikofaktor für Autismus und weitere psychische Störungen wie z. B. ADHS darstellt.

 

Ihre Untersuchungen haben ergeben, dass autistische Kinder mit einem ganz normalen Gehirn auf die Welt kommen, aber autistische Symptome entwickeln, wenn ihr Verdauungssystem mit toxischen Substanzen in Berührung kommt.

 

Viele ADHS –Kinder leiden gleichzeitig an Verdauungsstörungen, was ebenfalls auf eine gestörte Darmflora hinweist.

Was würde geschehen, wenn man bei den betroffenen Kindern zunächst einmal die Verdauungsprobleme beheben und die Darmflora sanieren würde?

 

Prof .Paul Wender von der Harvard Medical School ist ein anerkannter Pionier auf diesem Gebiet. Er hat bereits in den 1870er Jahren, als ADHS noch kaum thematisiert wurde, erkannt, dass die Krankheit vom Darm ausgeht und somit ohne Methylphenidat (z. B. Ritalin) behandelbar wäre.

 

Der Einfluss der Darmflora auf das Gemüt und die mentale Gesundheit zieht sich durchs ganze Leben. Erst ist es der Säugling, der viel schreit, dann das autistische oder ADHS-Kind und im Alter ist es Demenz, die ebenfalls eindeutig von einer gestörten Darmflora beeinflusst spricht verstärkt oder beschleunigt werden kann.

 

Prof. Marco Prinz und seine Kollegen vom Institut für Neuropathologie am Universitätsklinikum Freiburg konnten aufzeigen, dass sich bestimmte Nervenzellen im Gehirn (Mikroglia) von Abbauprodukten der Darmbakterien beeinflussen lassen.

 

Dr. Daniel Erny erläuterte in einem Interview mit n-tv:

 

„Vorher dachte man, dass das Verdauungssystem und das Immunsystem im Gehirn 2 völlig separate Systeme sind.

Wir haben nun aber festgestellt, dass es eine enge Verbindung zw. beiden gibt.“

 

Die Forscher halten es für möglich, dass durch eine gesunde Ernährung und eine ausgewogene Darmflora Alzheimer vorgebeugt werden kann.

 

Und so zeigt sich wieder einmal, dass – vom Baby bis zum Greis – mit einer gesunden Ernährung und einer gesunden Darmflora in vielen Fällen den unterschiedlichsten Krankheiten und Störungen auf natürliche Weise vorgebeugt werden kann.

 

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Beim Säugling und Kleinkind kann einer gestörten Darmflora sehr gut vorgebeugt werden. Wichtig sind dabei die folgenden Punkte:

 

Die natürliche Geburt

 

Muttermilch als Nahrung

 

Darmbakterien sind wichtig (Mutter soll da während der Schwangerschaft und Stillzeit vorsorgen mit guten Probiotika min mind. 14 Bakterienstämme)

 

Bio-Kost für Ihr Kind

 

Soll dem Baby direkt ein probiotisches Präparat gegeben werden, dann ist dies ab etwa 6 Monaten möglich.

Hier wählt man Probiotika, die für diese Altersgruppe geeignet sind, z. B. BactoFlor für Kinder.

Für Kleinkinder ab 3 Jahren sind ebenfalls spezielle Kinderprobiotika ratsam, die auf die Kinder-Darmflora abgestimmt sind, z. B. Combi Flora Kids. (Zu bekommen unter dem oben genannten Link).

 

Erwachsene können z. B. mit einem gutem Gewissen Combi Flora Akut (nach Antibiotika) oder als Kur Combi Flora SymBIO, oder Plus einnehmen.

 

Quellen:

 

Lisa M. Christian, Michael T. Balley et al., „Gut microbiome composition is associated with temperament during early childhoo“, Brain, Behavior, and immunity, März 2015

 

Toddler temperament could be influenced  by different types of gut bacteria, Science Daily, Mai 2015

 

Diaz Heijtz R. et. Al. Normal gut microbiota modulates brain development and behaviour, Proc, Natl Acad Sci USA, Febr 2011

 

Jeremy K, Nicholson et al., Urinary Metabolic Phenotyping Differentiates Childern with Autism form Their Unaffected Siblings and Age-Matched Controls, J. Proteome Res, Sept 2010

 

Campgell-McBride N. TGut and Psychology Syndrome. Natural Treatment Of Autism, ADHS, Dyslexia, Dyspraciea, Depression And Schiophrenia, 2004

 

Wender PH, Kalm M, Prevalence of attention deficit disorder, residual type, and other psychiatric disorders in patients with irritable colon syndrome. Am J Psychiatry, Dez 1983

 

Prinz M. et al, Host microbiota constantly control maturation and function of microglia in the central nefvous system, Nat Neurosci, Juni 2015

 

Alzheimer ade? Darmflora halt Gehirn gesund. N-tv, 03.Juni 2015

 

Schristine starostzik, „Probiotika für Schwangere schützen Kinder vor Allergien“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 
 
 

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