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WIE WIR ASTHMA NATÜRLICH LINDERN KÖNNEN

  • 14. Jan.
  • 6 Min. Lesezeit

Asthma ist eine chronische Lungenerkrankung. Es gibt unterschiedliche Formen sowie verschiedene Ursachen und Schweregrade. Aus naturheilkundlicher Sicht kann man bei Asthma viel zur Linderung beitragen.

 

Asthma ist eine weit verbreitete chronische Lungenerkrankung. Sie äussert sich in Luftnot, Engegefühl in der Brust, pfeifendem Ausatmen oder auch Hustenanfällen.

 

Dabei ist es oft so, dass die Beschwerden nicht permanent vorhanden sind, sondern sich anfallsartig zeigen, beispielsweise dann, wenn der Betroffene mit dem jeweiligen Auslöser in Kontakt kam.

 

Damit sich die Bronchien wieder weiten und Betroffene besser Luft bekommen, verwenden sie meist Asthma-Sprays mit Cortison oder anderen Wirkstoffen.

 

Diese Behandlung ist eher symptomatisch orientiert. Will man die Krankheit hingegen auf natürliche und vor allem ganzheitliche Weise lindern, müssen die Ursachen der Erkrankung erkannt und beseitigt werden. Können.

 

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Die entzündliche Anschwellung der Atemwege bei Asthma kann entweder durch innere oder durch äussere Reize ausgelöst werden. Diese Reize sind von Mensch zu Mensch verschieden.

 

Viele Menschen, die an der Krankheit leiden sind gegen bestimmte Dinge allergisch und reagieren beim Kontakt mit diesen Stoffen (den so genannten Allergenen) mit einer Asthmaattacke.

 

Manche Menschen bekommen beim Einatmen von Tierhaaren, Staub oder Rauch eine Asthmaattacke, andere durch die Unverträglichkeit von Medikamenten sowie durch Infektionen oder durch psychischen Stress. Doch all diese Auslöser haben eine Gemeinsamkeit zugrunde: eine Überreaktion des Immunsystems.

 

Die meisten Asthmamedikamente basieren auf der Hemmung einer übermässigen Immunantwort des Körpers.

 

Doch ganz egal welche Medikamente benutzt werden, sie bekämpfen nur die Symptome. Die Ursache der Erkrankung wird dadurch nicht beseitigt.

 

Neben den üblichen Sprays und Medikamenten gibt es auch natürliche und vor allem ganzheitliche Methoden, um Asthma nachhaltig zu bekämpfen.

 

Bei Asthma sowie bei Allergien - beides Leiden, die mit einem gestörten Immunsystem zusammenhängen - ist meistens auch der Darm geschädigt. Im Darm befindet sich der Grossteil unseres Immunsystems, daher spielt die Darmgesundheit bei nahezu allen Krankheiten eine entscheidende Rolle.

 

Asthmatiker leiden in der Regel an einer so genannten Dysbakterie - einer Schädigung der Darmflora. Eine Dysbakterie (oder Dysbiose) kann zum Beispiel durch die Einnahme von Antibiotika oder durch eine falsche Ernährung entstehen. Dabei verändert sich das Darmmilieu so, dass sich die freundlichen Darmbakterien nicht mehr wohl fühlen und sich die ungesunden Fäulnisbakterien ungehindert ausbreiten können.

 

Durch dieses Ungleichgewicht kann mit der Zeit auch die Darmschleimhaut geschädigt werden. Eine Dysbiose kann zum so genannten Leaky Gut Syndrom (durchlässiger Darm) führen. Dabei wird die Darmschleimhaut für Stoffe durchlässig, die normalerweise nicht direkt in unsere Blutbahn gelangen sollten. So dringen beispielsweise unverdaute Nahrungspartikel ins Blut vor, die von unserem Immunsystem als Fremdkörper erkannt und bekämpft werden.

 

Einerseits wird dadurch das ganze Immunsystem enorm beansprucht und andererseits kommen so auch giftige Stoffe und Stoffwechselabfälle ins Blut, die den gesamten Organismus belasten. Aus dieser Situation kann schnell eine erhöhte Immunsensitivität, wie sie bei Asthma vorliegt, entstehen.

 

Wenn man Asthma auf natürliche Weise behandeln möchte, sollte man immer für eine stabile und gesunde Darmsituation sorgen. Die Grundlage für eine intakte Darmflora, kann man am besten mit einer umfangreichen Darmreinigung schaffen, denn die nützlichen Darmbakterien fühlen sich nur in einem bestimmten Milieu wohl.

 

Eine Darmreinigung befreit den Darm von Ablagerungen und Stoffwechselschlacken und gibt ihm so neue Kraft sich zu regenerieren. Eine Darmreinigung in Kombination mit dem Aufbau der Darmflora durch Probiotika ist ein wichtiger Schritt, um das Immunsystem wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

 

Wenn der Darm gesund ist, können eine entzündungshemmende Ernährung und ein dementsprechender Lebenswandel das Immunsystem bei Asthma entlasten und zur Stärkung der Abwehrkräfte beitragen. Es gibt mittlerweile viele Studien darüber, welche Naturstoffe gegen Entzündungen und damit auch gegen die chronische Lungenerkrankung helfen können.

 

Rote Zwiebeln und Knoblauch enthalten beispielsweise viele Schwefelverbindungen und antioxidativ wirkende Flavonoide wie Quercetin. Quercetin hat offenbar die Eigenschaft, Entzündungshormone zu hemmen, die mit Asthma und anderen entzündlichen Leiden in Verbindung gebracht werden.

 

Auch entzündungshemmende Kräuter und Gewürze wie Kurkuma, Ingwer, Zimt, Rosmarin oder Oregano können bei der Erkrankung zur Besserung beitragen – genauso die Vitamin C und D3.

 

Ein Vitamin-D-Mangel ist immer wieder mit steigenden Erkrankungsraten an Asthma in Verbindung gebracht worden, da ein solcher Mangel offenbar zu einer Verschlechterung der Lungenfunktion führen kann. Zudem spielt Vitamin D - das sog. Sonnenvitamin, da es mit Hilfe der Sonne in der Haut gebildet wird - eine wichtige Rolle im Immunsystem.

 

Denn Vitamin D3 kann bestimmte Prozesse im Körper blockieren,

die für die Ausschüttung von entzündungsauslösenden Stoffen - den so genannten Zytokinen - verantwortlich sind.

 

Das könnte auch der Grund dafür sein, warum sich Asthma in der Regel während der Winterzeit verschlechtert - also genau in jenen Jahreszeiten, in der am wenigsten Sonnenlicht vorhanden ist und daher auch der Vitamin-D-Spiegel am niedrigsten ist. Aus einer Studie von 2014 mit über 20000 Asthmatikern beispielsweise weiss man, dass die Krankheit umso schwerer verläuft, je niedriger der Vitamin-D-Spiegel im Blut ist.

 

Neben den oben beschriebenen Vitalstoffen, die bei Asthma sehr hilfreich sein können, sollten Betroffene zudem Lebensmittel meiden, die dafür bekannt sind, Entzündungen auszulösen, damit das Immunsystem nicht unnötig belastet wird.

 

Zu den häufigsten Lebensmittelallergenen, die leicht zu Unverträglichkeiten und auch zu einer übermässigen Immunantwort führen können, zählen vor allem industriell verarbeitete Nahrungsmittel aller Art. Gerade Zusatzstoffe und Konservierungsmittel können bei manchen Asthmatikern schwere Attacken auslösen.

 

Aber auch Milchprodukte und glutenhaltige Getreideprodukte wirken bei manchen Betroffenen als Trigger. Überprüfen Sie selbst, wie es Ihnen geht, wenn Sie diese Lebensmittel einmal ein paar Wochen oder Monate gegen pflanzliche Milchalternativen und glutenfreie Produkte austauschen.

 

Typische Allergene aus der Umwelt kommen jedoch nicht nur in Lebensmitteln vor. Auch Schimmel, Milben, Bakterien, Staub, Chemikalien und andere Schadstoffe können eine übermässige Immunantwort auslösen.

 

Um das Immunsystem etwas zu schonen und den Körper nicht noch mehr zu belasten, versuchen Sie bestmöglich den Kontakt mit solchen Substanzen zu meiden.

 

Herkömmliche Lufterfrischer, Putzmittel oder auch Parfüms enthalten beispielsweise eine Vielzahl an Stoffen, die einen Asthmaanfall hervorrufen können. Daher ist es ratsam, die Wohnung mit natürlichen Reinigungsprodukten sauber zu halten und auf Produkte zurückzugreifen, die natürliche antimikrobielle Eigenschaften besitzen.

 

Aber auch bei der täglichen Kosmetik und Pflege ist es wichtig, auf natürliche Produkte achten, die den Körper nicht mit schädlichen Chemikalien belasten. Das gleiche gilt auch für Medikamente und Nahrungsergänzungen.

 

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So gibt es beispielsweise Heilkräuter, die entzündungshemmend wirken, gleichzeitig entkrampfen und beruhigen sowie den Schleim lösen und verflüssigen.

 

Die meisten Heilkräuter können in Form von Tee getrunken werden. Andere gibt es in Tablettenform oder als Tinktur. Welche Heilkräuter Sie bei chronischen Lungenerkrankungen einsetzen können, haben wir am Ende dieser seite beschrieben: Heilkräuter bei Asthma und: Heilpflanzen für die Lungen und Atemwege.

 

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Eine chiropraktische Behandlung der oberen Halswirbelregion kann dazu beitragen, die Atemfunktion zu verbessern.

 

Da sich das Immunsystem während der Kindheit noch enorm entwickelt, kann man besonders in dieser Zeit mit einfachen Massnahmen für ein starkes Abwehrsystem sorgen. Eine abwechslungsreiche und gesunde Ernährung von Kindesbeinen an, ist einer der wichtigsten Punkte, die dabei helfen können, Asthma vorzubeugen und das Immunsystem zu stärken.

 

Kinder werden während der Schwangerschaft im Mutterleib und nach der Geburt über die Muttermilch auch mit Vitamin D versorgt. Vitamin D (wie oben bereits erwähnt) spielt ebenfalls eine wichtige Rolle für das Immunsystem und im Schutz gegen Krankheiten.

 

Auch Kinderimpfungen werden gelegentlich mit Asthma in Verbindung gebracht. In manchen Untersuchungen und Analysen hat sich ergeben, dass geimpfte Kinder häufiger an Asthma oder Allergien erkranken als ungeimpfte.

 

Aus naturheilkundlicher Sicht wird Asthma auch damit in Verbindung gebracht, dass in der Kindheit Hautausschläge beispielsweise durch Kortisonsalben unterdrückt wurden. Die Unterdrückung der Ausschläge führt offenbar dazu, dass sich die Erkrankungen ins Innere des Körpers verlagern, da ihre Ursache nicht beseitigt wurde.

 

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Ein starkes und intaktes Immunsystem ist die Grundlage, um Asthma vorzubeugen, zu lindern oder gar ganz zu besiegen. Dabei spielt der Darm eine sehr wichtige Rolle. 

 

            Uellen:

 

Joskova M et al.: Acute bronchodilator effect of quercetin in experimental allergic asthma.“ Bratisl Lek Listy. 2011;112(1):9-12

 

Zaknun D et al., Potential Role of Antioxidant Food Supplements, Preservatives and Colorants in the Pathogenesis of Allergy and Asthma.“ Int Arch Allergy Immunol. 2011 Oct 5;157(2):113-124

 

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