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15 HEILPFLANZEN GEGEN KREBS WISSENSCHAFTLICH UNTERSUCHT

Aktualisiert: 21. Aug. 2025

Zahlreiche Heilpflanzen zeigen eine gewisse Antikrebsaktivität und könnten in der Krebsbehandlung eingesetzt werden.

50 Pflanzen wurden für eine Studie aus dem Jahr 2023 ausgewählt und im Hinblick auf eine mögliche Wirksamkeit als Antikrebsmittel untersucht.

 

Alle diese Heilpflanzen könnten eine entscheidende Rolle bei der Bekämpfung von Mund-, Brust-, Lungen-, Gebärmutterhals-, Dickdarm, Magen- und Leberkrebs spielen.

 

Die vorliegenden Untersuchungen zeigten, dass das Wachstum und die Ausbreitung von Tumorzellen hemmen und Enzyme stimulieren können, die zum Untergang dieser Zellen führen.

 

(Meine Heilpflanzen-Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Ich habe mich auf eine Auswahl reduziert, damit der Bericht übersichtlich bleibt).

 

Das Ziel von Krebstherapien ist, die Eigenschaften von Tumorzellen zu verändern, damit diese wieder kontrollierbar werden und mit Hilfe des programmierten Zelltods eliminiert werden können.

 

Viele Heilpflanzen können die krebstypischen Eigenschaften beeinflussen oder verändern und so das Tumorwachstum einschränken. #Manche können auf alle Krebs-Eigenschaften einwirken (z. B. EGCG aus Grüntee), andere nur auf einzelne dieser Merkmale.

 

Heilpflanzen beispielsweise, die die Apoptose  in Tumorzellen wieder fördern können, sind z. B. Aloe Vera, Kurkuma (Curcumin), Ashwagandha, das Madagaskar-Immergrün und die Luftkartoffel.

 

Die Angiogenese (die Neubildung von Blutgefäßen) kann z. B. von Ashwagandha und Weihrauch gehemmt werden.

 

(Beide bekommen sie hier:

 

Einige Heilpflanzen blockieren oder hemmen Wachstumssignale, z. B. Artemisia annua, Grüner Tee und Curcumin, oder machen Tumorzellen für hemmende Signale wieder empfindlicher, z. B. Ashwagandha und Weihrauch.

 

(Auch Artemisia Annua und Curcumin (noch besser ist Curcuperin) bekommen sie unter dem oben genannten Link).

 

Liste den Heilpflanzen und ihre tumorhemmende Eigenschaften näher:

 

1.  Aloe Vera

 

Enthält eine Reihe bioaktiver Verbindungen, darunter Anthrachione, Polysaccharide und Enzyme, die eine tumorhemmende Wirkung haben.

 

Die in der Heilpflanze enthaltenen Verbindungen wie Aloin, Emodin und Acemannan wirken zytotoxisch auf Tumorzellen. Studien zeigen, dass Aloe Vera insbesondere gegen Eirestock-, Brust- und Dickdarmkrebszellen wirksam ist.

 

Die Verbindungen fördern den programmierten Zelltod und verhindern die Ausbreitung von Tumorzellen.

 

Zudem kann Aloe Vera das Immunsystem stärken, indem es die Aktivität von Makrophagen und natürlichen Killerzellen stimuliert, die ebenfalls an der Bekämpfung von Tumorzellen beteiligt sind.

 

2.  Kurkuma (Curcumin)

 

Kurkuma ist eine der am besten erforschten Heilpflanzen im Zusammenhang mit Tumorerkrankungen. Der Hauptwirkstoff Curcumin hat in zahlreichen Studien gezeigt, dass er das Wachstum und die Ausbreitung von Tumorzellen hemmen kann.

 

Curcumin beeinflusst verschiedene Signalwege, die am Tumorwachstum beteiligt sind. Es hemmt z. B. die Aktivität von NF-KB, welches das Überleben von Tumorzellen fördert.

 

Außerdem fördert Curcumin die Apopotse in Tumorzellen. Curcumin kann auch die Angiogenese, also die Bildung neuer Blutgefäße im Tumor, hemmen, was das Tumorwachstum verlangsamt. Die Wirksamkeit von Curcumin wurde unter anderem bei Brust-, Darm-, Bauchspeicheldrüsen- und Prostatatumoren gezeigt. (Insbesondere in frühen Stadien wirkt merklich, in späteren nicht mehr so stark).

 

Curcumin wird von Piperin im Wirkung verstärkt, somit ein Wirkstoff Curcuperin empfiehlt sich dazu.

 

3.  Boswellia serrata (Indischer Weihrauch)

 

Wird traditionell zur Behandlung von Entzündungen verwendet. Ihm wird eine cortisonähnliche Wirkung nachgesagt.

Auch krebshemmende Eigenschaften wurden in Studien festgestellt.

 

Weihrauch ist ein Baum, dessen Harz als Rohstoff für entsprechende Extrakte verwendet wird.

 

Die im Weihrauch enthaltenen Boswelliasäuren hemmen das Enzym 5-Lipoxygenase, das an Entzündungsprozessen beteiligt ist. Entzündungen spielen eine schlüsselrolle bei der Entstehung und dem Fortschreiten von Tumoren.

 

Durch die Hemmung dieser Entzündungsprozesse kann Boswellia das Wachstum von Tumorzellen verlangsamen. Darüber hinaus fördern Boswelliasäuren die Apoptose dieser Zellen und verhindern die Angiogenese, also die Blutversorgung des Tumors.

 

Boswellia hat sich besonders bei der Behandlung von Hirn-, Burst- und Bauchspeicheldrüsentumoren als vielversprechend erwiesen.

 

Auch Weihrauch Kapseln bekommen Sie unter dem oben genannten Link.

 

4.  Asparagus racemosus (Indischer Spargel)

 

Asüaragus racemosus, bekannt als Shatavari, ist eine in der ayurvedischen Medizin verwendete Heilpflanze.

 

In Studien wurde gezeigt, dass der Wirkstoff Kaempferol aus Asparagus das Wachstum von Dickdarmkrebszellen hemmen kann. Wirkt als starkes Antioxidans und fördert die Apoptose in Tumorzellen.

 

Darüber hinaus hemmen die sekundären Pflanzenstoffe in Shatavari die Zellproliferation und wirken der Ausbreitung von Tumorzellen entgegen. Diese hemmenden Effekte wurden nicht nur bei Dickdarm-, sondern auch bei Lungen- und Brusttumoren beobachtet.

 

5.  Catharanthus roseus (Madagaskar-Immergrün)

Ist eine giftige Heilpflanze, die in der Krebstherapie bereits medizinisch verwendet wird.

 

Ihre isolierten stark giftigen Wirkstoffe sind als Chemotherapeutika mit den üblichen Nebenwirkungen im Einsatz (Verdauungsbeschwerden, Haarausfall, Depressionen, Hautauschlag, Schmerzen, Bluthochdruck u. a.).

 

Die Pflanze ist somit für eine nebenwirkungsarme naturheilkundliche Therapie nicht geeignet.

 

6.  Artemisia annua

 

Heilpflanze, die vor allem für ihren Wirkstoff Artemisinin bekannt ist. Dieser wird hauptsächlich zur Behandlung von Malaria eingesetzt.

 

Doch auch in der Krebsforschung hat artemisinin durch seine selektive Zytotoxizität, an Bedeutung gewonnen.

 

Artemisinin wird in die Tumorzelle aufgenommen und aktiviert dort die Freisetzung freier Radikale, die nun wiederum die kranke Zelle schädigen und töten können. Artemisinin wirkt nur in entarteten Zellen so, da die Freisetzung der Radikale durch den hohen Eisengehalt in diesen Zellen aktiviert wird.

Das nennen wir gezieltes Vorgehen gegen Krebszellen.

Gesunde Zellen enthalten nicht so viel eisen, so dass es dort auch nicht zur artemisininbedingten Bildung freier Radikale kommt.

 

Studien zeigen, dass Artemisinin gegen Brust- und Dickdarmtumoren sowie gegen Leukämie wirksam sein kann.

 

7.  Withania somnifetra (Ashwagandha)

 

Ist eine der wichtigsten Heiulpflanzen der ayurvedischen Medizin und wird traditionell als Stärkungsmittel und zur Förderung des allgemeinen Wohlbefindens eingesetzt. In den letzten Jahren hat Ashwagandha auch Aufmerksamkeit als potenzielles tumorhemmendes Mittel erregt.

 

Die in Ashwagandha enthaltenen Wirkstoffe, insbesondere die Withanolide, zeigen vielversprechende antitumorale Aktivitäten. Withanolide fördern die Apoptose und hemmen die Angiogenese, wodurch das Tumorwachstum verzögert wird.

 

Die Heilpflanze hat in verschiedenen Studien gezeigt, dass sie das Wachstum von Brust-, Lungen-, dickdarm- und Prostatakrebszellen hemmen kann. Darüber hinaus wirkt Ashwagandha als starkes antioxidans, das oxidativen Stress reduziert, der zu entzündlichen Prozessen und zur Tumorentwicklung beitragen kann.

 

8.  Taxus baccata

 

Die Europäische Eibe ist eine Heilpflanze, bzw. ein –baum, der in der Onkologie besonders durch seine Rolle in der Chemotherapie bekannt geworden ist. Er enthält in der Rinde, den Nadeln und seinen Samen hochgiftige Pflanzenstoffe namens Taxane. Darunter ist besonders Paclitaxel bekannt (Taxol) – ein für die Krebstherapie zugelassenes Zytostatikum.

 

Paclitaxel ist besonders wirksam bei der Behandlung von Brust-, Eierstock-, Lungen- und Prostatatumoren. Meist wird das Mittel bei fortgeschrittenen Tumoren mit anderen Chemotherapeutika kombiniert

 

9.  Tinospora cordifolia (Guduchi)

Eine Kletterpflanze, die in fernöstlichen tropischen Regionen heimisch ist, zählt zu den bedeutendsten Heilpflanzen des Ayurveda und wird zur Stärkung des Immunsystems und zur Bekämpfung von Infektionen verwendet.

 

In der Krebsforschung hat Tinospora cordifolia aufgrund ihrer immunmodulatorischen und tumorhemmenden Eigenschaften zunehmend Beachtung gefunden.

 

10.                Dioscorea bulbifera (Luftkartoffel)

 

Eine Heilpflanze, die in der traditionellen Medizin in Indien und China verwendet wird. Es ist eine Kletterpflanze, die oberirdische essbare Knollen bildet. Sie enthält bioaktive Verbindungen, die eine tumorhemmende Wirkung haben.

 

Die in der Heilpflanze enthaltenen Stoffe wie Diosgenin, Kaempferol und Lutein zeigen zytotoxische Wirkungen gegen verschiedene Krebszelllinien.

Disogenin beispielsweise hemmt das Wachstum von Magen-, Leber- und Dickdarmtumorzellen, indem es die Apoptose fördert und das Zellwachstum stoppt.

 

11.                Artemisia herba-alba (Weißer Wermut)

 

Die Heilpflanze enthält bioaktive Substanzen wie Phenolkomplexe und Terpene, die in Studien eine zytotoxische Wirkung auf Tumorzellen gezeigt haben, insbesondere gegen Blasen-, Kehlkopf- und Leukämiezellen und hier die Apoptose förderten.

 

Ihre bioaktiven Inhaltstoffe (z. B. Rutin und Chlorogensäure) wirken u. a. entzündungshemmend und antioxidativ und könnten in der Tumortherapoie eine ergänzende Rolle spielen, da sie die Preoliferation von Tumorzellen hemmen und deren Zelltod fördern.

 

12.                Acorus calamus (Kalmus)

 

Die Wurzeln der Heilpflanze enthalten viele bioaktive Verbindungen, die für die Krebsforschung interessant sind.

 

Die Pflanzenstoffe ß-Asaron und Safrol zeigen in Studien zellteilungshemmende und apoptosefördernde Effekte auf verschiedene Krebszelllinien, darunter Lungen-, Brust- und Dickdarmtumoren.

 

13.                Ajuga parviflora (Günsel)

Auch als Neelkanthi bekannt ist bekannt für ihre entzündungshemmenden und antioxidativen Eigenschaften, die auch im Kampf gegen Tumorerkrankungen von Bedeutung sind.

 

Die enthaltenen Pflanzenstoffe fördern den Zelltod in entarteten Zellen, während sie gesunde Zellen weitgehend verschonen. Sie kann die Proliferation von Tumorzellen blockieren und die Bildung neuer Blutgefäße im Tumor verhindern.

 

14.                Cantella asiatica

 

Auch als Gotu Kola oder Asiatischer Wassernabel bekannt, ist eine Heilpflanze, die in der traditiolennen indischen und chinesischen Medizin weit verbreitet ist.

 

Sie wird zur Behandlung vieler Krankheiten eingesetzt, z. B. zur Wundheilung, bei Arteriosklerose, bei psychischen Störungen, darunter auch Krebs.

 

Centella enthält bioaktive Verbindungen wie Asiaticosid und Madecassosid, die nachweislich tumorhemmende Effekte haben. Diese Substanzen fördern den Zelltod in entarteten Zellen und hemmen deren Wachstum, insbesondere bei Lungen-, Brust- und Hauttumorzellen.

 

15.                Grüner Tee

 

Auch Tee ist eine Heilpflanze. Gerade Grüntee wird schon lange für seine gesundheitlichen Vorteile geschätzt, vor allem wegen seiner antioxidativen Eigenschaften. Seien Rolle in der Krebsprävention und –therapie ist in den letzten Jahrzehnten intensiv erforscht worden, und zahlreiche Studien deuten darauf hin, dass die in grünem Tee enthaltenen Polyphenole, insbesondere Epigallocatechingallat, eine wichtige tumorhemmende Wirkung haben.

 

EGCG, das in hoher Konzentrationim grünen Tee vorkommt, wirkt auf alle tumortypischen Eigenschaften hemmend:

Der Stoff fördert die Apoptose, verlangsamt die Zellteilung und hemmt Wachstumssignale sowie die Angiogenese und die Metastasierung.

 

Zell- und Tierstudien deuten darauf hin, dass grüner Tee bei der Prävention und Behandlung von Brust-, Lungen-, Prostata- und Oralkrebs eingesetzt werden konnte.

 

 

Quellen:

 

Subhash Chandra, Manoj Gahiot, Alka N. Choudahary, Henrique Douglas Melo Coutinho etl al, Scientific evidences of anticancer potential of medicinal plants, Food Chemistry Advances, Okt 2023, Vol 2, 100239

 

Zhu W, Zhao Y, Zhang S. Li X , Xing L. Zhao H, XYu J. Evaluation of Epigallocatechin-3-Gallate as a Radioprotective agent During Radiotherapy od Lung Cancer Patients: A 5-Year Survival Analysis of a Phase 2 Stude. Front Oncol. 2021 Jun 10, 10; 11:688950

 
 
 

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