ARTERIOSKLEROSE MIT NATÜRLICHEN MITTEL VERHINDERN - WISSENSCHAFTLICH FUNGIERT
- agneskalaitzis
- 17. Dez. 2025
- 9 Min. Lesezeit

Ablagerungen in den Arterien gelten als wichtige Ursache für lebensbedrohliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Inzwischen weisen jedoch Studien darauf hin, dass bestimmte Lebensmittel und manche Nahrungsergänzungsmittel die Arterien von Ablagerungen frei halten und das Risiko für eine Arteriosklerose verringern können.
Bei einer Arteriosklerose verhärten sich die Gefäßwände der Arterien. Es bilden sich in den Blutgefäßen Ablagerungen, die zu einer dauerhaften Verengung und im schlimmsten Falle zu einer Verstopfung der Blutgefäße führen.
Die Arteriosklerose ist der Grund dafür, dass so viele Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen versterben. Allein im Jahr 2023 waren in Deutschland etwa 65 Prozent aller Todesfälle auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurückzuführen.
Ein wichtiges Nahrungsergänzungsmittel, um einer Arteriosklerose vorzubeugen, ist der Vitamin-B-Komplex. In einer randomisierten Doppelblindstudie von 2005, die im Fachmagazin Atherosclerosisveröffentlicht wurde, entdeckte man, dass die Einnahme von 2,5 mg Folsäure, 25 mg Vitamin B6 und 0,5 mg Vitamin B12 über 1 Jahr hinweg zu einer signifikanten Verringerung der Dicke der Blutgefäßwände führte.
Selbst Vitamin B2 oder Folsäure – jedes allein für sich eingenommen – hatte einen gefäßwandreduzierenden Effekt, allerdings jeweils in sehr hohen Dosen. Wenn hohe Dosen zum Einsatz kommen sollen, dann handelt es sich weniger um eine Nahrungsergänzung als vielmehr um eine Therapie, die mit dem Arzt oder Heilpraktiker besprochen werden muss.
In einer Studie von 2010 beispielsweise hieß es, dass ein zu hoher Homocysteinspiegel mit einem erhöhten Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko in Zusammenhang steht.
Homocystein ist ein Zwischenprodukt des Proteinstoffwechsels, das beim gesunden Menschen abgebaut wird. Andernfalls beschädigt es die Blutgefäßwände.
Bei fast der Hälfte aller Arteriosklerose-Patienten sind die Homocysteinwerte zu hoch. Als Grund wird ein Mangel an Vitamin B6, Vitamin B12 und Folsäure angegeben - und das, wo uns Experten wie die Verbraucherzentralen oder die Deutsche Gesellschaft für Ernährung immer erklären, Vitaminmängel gäbe es in unseren Breiten nicht.
In genannter Studie von 2010 nun las man in der Einleitung, dass die tägliche Einnahme von 5 mg Folsäure die Homocysteinwerte um bis zu 25 Prozent senken konnte. Im Verlauf der Studie zeigte sich außerdem, dass die Gefäßwanddicke in der Folsäuregruppe nach 18 Monaten signifikant abnahm, während sie in der Placebogruppe deutlich zunahm. Eine zunehmende Gefäßwanddicke weist auf eine (beginnende) Arteriosklerose hin.
Aus 2007 stammt eine Untersuchung mit Vitamin B3 (Niacin), das bekannt dafür ist, das "gute" Cholesterin (HDL) zu erhöhen. 50 Patienten, die alle am Metabolischen Syndrom litten, also übergewichtig waren sowie mit hohem Blutdruck, hohen Blutzuckerwerten und hohen Blutfettwerten zu kämpfen hatten, erhielten täglich 1000 mg sog. time-release Vitamin B3 (Vitamin B3, das langsam aufgenommen wird) oder ein Placebopräparat.
Die Gefäßwanddicke nahm ab. Die Gefäßfunktionen verbesserten sich um 22 Prozent. Die Entzündungswerte (CRP) sanken um 20 Prozent und auch die Cholesterinwerte sanken.
Wer sich Vitamin-C-reich ernährt, hat in jedem Fall schon einmal ein geringeres Risiko für Arteriosklerose und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Wie sieht es aber mit der zusätzlichen Einnahme von Vitamin C in Form von Nahrungsergänzungsmitteln aus?
Im Jahr 2014 erschien dazu eine große Übersichtsarbeit, in der man die Wirkung von supplementiertem Vitamin C auf die Gefäßgesundheit untersuchte. Nach der Auswertung von 44 klinischen Studien ergab sich eine significant positive Wirkung der Viramin C Supplementierung auf die Gefäßfunktionen bei Personen mit Arteriosklerose, bei Diabetikern und bei Personen mit Herzinsuffizienz.
Das Vitamin wirkte dabei umso besser, je grösser das Herz-Kreislauf-Risiko einer Person war und auch je höher die eingenommene Vitamin-C-Dosis war. Dosierungen von unter 500 mg zeigten dabei noch keinen Effekt. Die Dosis sollte daher höher als 500 mg sein (idealerweise zwischen 1000 und 2000 mg pro Tag).
Vitamin K2 ist u. a. an der Verteilung des mit der Nahrung eintreffenden Calciums im Körper beteiligt. Das Vitamin K2 hilft dabei, das Calcium in die Knochen zu bringen und hemmt dessen ablagerungen in den Bljutgefäßen.
Knoblauch ist ein sehr bekanntes Hausmittel in Sachen Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Schon lange werden Knoblauchkapseln gegen einen zu hohen Cholesterin- oder Blutfettspiegel und zur Vorbeugung von Arteriosklerose empfohlen. Auch zur Blutdrucksenkung und Blutverdünnung nehmen viele Menschen Knoblauch ein.
Granatäpfel senken den Blutdruck, wie eine Studie aus 2012 ergab – vielleicht auch deshalb, weil Granatäpfel die Arterien vor arteriosklerotischen Prozessen schützt, so dass das Blut wieder besser fließen und sich daraufhin der Blutdruck wieder erholen kann.
In genannter Studie hatten die Probanden täglich 330 ml Granatapfelsaft getrunken.
Der Granatapfelsaft konnte die schädliche Oxidation des Cholesterins senken, den Blutdruck senken und den Antioxidantienspiegel im Blut um 130 Prozent erhöhen.
Fermentierter Kohl wie Sauerkraut oder auch Kimchi (eine Art koreanisches Sauerkraut) könnte sich ebenfalls positiv auf die Arteriengesundheit auswirken.
In einer Studie hatte sich am Tiermodell gezeigt, dass Kimchi die Bildung Ablagerungen, die im Rahmen einer Arteriosklerose auftraten, stoppen konnte. Wie Sie Kimchi selber machen können, erklären wir in unserem Kimchi-Grundrezept oder hier die Variante Auch konnte Kimchi toxische Chemikalien abbauen, die andernfalls schädliche Auswirkungen auf den Organismus gehabt hätten.
Aber auch unfermentierte Kohlgemüse sind gut für die Arterien, wie eine Studie von 2018 ergab ( Kohlgemüse schützen Blutgefäße ): Je mehr Kohlgemüse, wie Brokkoli und Blumenkohl die Teilnehmer zu sich nahmen, umso weniger dick waren ihre Blutgefäßwände.
Wenn Sie daher einer Arteriosklerose vorbeugen möchten, essen Sie regelmäßig Kohlgemüse in allen Variationen. In unserem ZDG-Kochstudio finden Sie dazu hunderte köstlicher Rezepte. Geben Sie in das erscheinende Suchfeld einfach die Kohlart ein, die Sie am liebsten mögen, z. B. Brokkoli oder Weißkohl oder Rotkohl etc.
L-Arginin ist eine Aminosäure, die in der Naturheilkunde schon lange zur Senkung eines zu hohen Blutdrucks eingesetzt wird. Denn L-Arginin erhöht die körpereigene Stickstoffmonoxidbildung – und Stickstoffmonoxid ist für die Weitung der Blutgefäße zuständig.
Schon 1999 las man in einer wissenschaftlichen Publikation des Medizinprofessors und Experten für Gefäß- und Herzerkrankungen, Dr. Arnon Blum, dass L-Arginin durch die erhöhte Stickstoffmonoxidbildung auch die Aktivierung entzündungsfördernder Gene in der Blutgefäßwand hemme. Klinische Studien - so Blum - hätten bereits gezeigt, dass L-Arginin dafür sorgt, dass sich Gefäße leichter weiten können.
Das kraftvolle Antioxidans Resveratrol (bekannt als Pflanzenstoff aus Rotwein) gilt als Anti-Arteriosklerose-Stoff. Denn Resveratrol kann laut verschiedenen Studien Werte verbessern, die das Arteriosklerose-Risiko beeinflussen.
In einer dieser Studien (von 2021) erhielten Typ-2-Diabetiker 12 Wochen lang täglich 100 mg Resveratrol oder ein Placebopräparat. In der Resveratrolgruppe sanken Blutdruck und die Marker für oxidativen Stress. Auch nahm die Elastizität der Gefäße wieder zu.
Curcumin ist der Wirkstoffkomplex aus Kurkuma (Gelbwurz), dem gelben Bestandteil der bekannten Currygewürzmischung.
Auch Curcumin gilt als wichtiger Stoff in Sachen Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
In über 30 Studien zeigte sich bereits das herzschützende Potential der gelben Wurzel. I
Sesam ist ein Lebensmittel, das in unseren Breiten ein Schattendasein führt. Vielleicht finden sich die kleinen Samen auf dem einen oder anderen Brötchen, aber nur wenige verwenden Sesam regelmäßig in der Küche – etwa als Tahini (Sesammus), das sich wunderbar für Saucen, Dressings, Hummus, Smoothies und vieles mehr eignet.
Schon in einer Studie von 2013 zeigte sich, dass sich eine Kniearthrose bessert bei 2 EL BIO Sesam täglich.
Hafer ist ein hochwertiges Lebensmittel mit zahlreichen wertvollen Stoffen, die auf ganz unterschiedliche Weise Ihr Arteriosklerose-Risiko reduzieren können.
Hafer und Haferflocken enthalten den heilsamen Ballaststoff Beta-Glucan, der den Cholesterinspiegel und Blutzucker senkt, überdies viele Vitamine, Mineralien und Spurenelemente, die gemeinsam mit den Avenanthramiden, typischen Pflanzenstoffen aus Hafer, die antioxidativ und entzündungshemmend wirken, das Immunsystem stärken und die Darmflora regulieren.
Nattokinase gilt als nebenwirkungsfreier und natürlicher Blutverdünner. Das Enzym stammt aus Natto, einer Speise aus Japan, die aus fermentierten Sojabohnen besteht. Pulverisiert und in Kapseln abgefüllt, ist Nattokinase längst als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich.
In etlichen Studien (siehe Links oben) hatte sich gezeigt, dass Nattokinase über verschiedene Wege die Bildung von Blutgerinnseln hemmen und das Blut flüssig halten könnte.
Nattokinase kann daher sehr gut zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen inkl. der Arteriosklerose eingenommen werden. Wenn Sie jedoch bereits Medikamente, wie z. B. Blutverdünner nehmen, dann besprechen Sie den Einsatz der Nattokinase unbedingt mit Ihrem Arzt.
Schon 2008 zeigten Forscher, dass sich grüner Tee positiv auf die Gefäßgesundheit auswirkt und die Funktion der Endothelzellen (Zellen, die die Gefäße auskleiden) günstig beeinflusst.
Gerade die Endothelzellen sind es, die bei einer Arteriosklerose erkranken. Interessant an der Studie war, dass Kaffee keine vergleichbare Wirkung hatte. Am Koffein, das in beiden enthalten ist, kann es also nicht liegen.
Auch Hibiskustee wirkt sich aufgrund seiner entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung günstig auf die Gefäßfunktionen aus, gilt als blutdrucksenkend und kann daher auch die Arteriengesundheit fördern.
Bei einer unerklärlichen Arteriosklerose kann die Darmflora das Problem sein, wie wir im vorigen Link näher ausführen. Es zeigte sich nämlich, dass bei jenen Menschen, die keine der üblichen Risikofaktoren für eine Arteriosklerose aufwiesen ( Bluthochdruck, hohe Blutfette, Diabetes etc.), aber dennoch eine Arteriosklerose hatten, der Spiegel bestimmter Darmbakteriengifte im Blut erhöht war. Bei einer Arteriosklerose können daher auch Probiotika in die Therapie mit eingebunden werden.
Quellen:
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