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BEI WECHSELJAHRE-BESCHWERDEN: ÖSTROGENDOMINANZ ABBAUEN, PROGESTERON ERHÖHEN: WIE?

  • vor 2 Stunden
  • 13 Min. Lesezeit

Sind die beiden Hormone Östrogen und Progesteron im Ungleichgewicht, spricht man häufig von einer Östrogendominanz

 

Doch bedeutet nicht jede Östrogendominanz auch, dass zu viel Östrogen vorhanden ist. Häufig liegt vielmehr ein Progesteronmangel vor, während der Östrogenspiegel völlig normal oder sogar bereits erniedrigt ist (relative Östrogendominanz)

 

Deshalb geht es bei einer Östrogendominanz nicht immer darum, Östrogen abzubauen. Oft ist es wichtiger, den Progesteronspiegel zu erhöhen

 

Das Ziel ist in jedem Fall ein harmonisches Gleichgewicht zwischen den beiden Hormonen. Wenn im Artikel also von "Östrogen senken" die Rede ist, dann ist damit immer nur eine Regulierung gemeint und nicht, dass das Hormon mit den genannten Maßnahmen in jedem Fall gesenkt werden würde

 

Welche Maßnahmen sinnvoll sind, hängt – wie immer – von der persönlichen Situation ab.

 

Bevor Sie sich Ihr persönliches Therapiekonzept zusammenstellen können, wäre es gut, wenn Sie wüssten, welche Form der Östrogendominanz bei Ihnen vorliegt.

 

Wenn Sie einen entsprechenden Test machten, dann sind die Ergebnisse so zu deuten:

 

Relative Östrogendominanz

 

-       Progesteronzu niedrig

-       Östrogen normal oder niedrig

-       Ziel: Progesteronbildung unterstützen

Absolute Östrogendominanz

 

_ Östrogen tatsächlich erhöht

Ziel: Östrogenbildung bzw. Östrogenwirkung reduzieren

 

Die folgenden Merkmale können eine erste Orientierung bieten. Eine sichere Unterscheidung ist anhand der Beschwerden allein jedoch meist nicht möglich. Machen Sie daher in jedem Fall einen Test

 

 

Eher eine relative Östrogendominanhz liegt vor:

 

-       Wenn Ihre Bescherden vor allem in der zweigten Zyklushälfte auftreten

-       Wenn Sie unter PMS, Brustspannen, Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen oder Schlafstörungen leiden

-       Wenn ihr Zyklus unregelmäßiger wird oder häufiger Eisprünge ausbleiben

-       Wenn ihr Progesteron-Estradiol-Quotient auf eine relative Östrogendominanz hindeutet

Eher eine absolute Östrogendominanz liegt vor:

 

-       Wenn bei ihnen erhöhte Estradiolwerte festgestellt wurden

-       Wenn sie deutlich übergewichtig sind, insbesondere nach den Wechseljahren

-       Wenn sie eine Östrogentherapie erhalten oder erhalten haben

-       Wenn bei ihnen eine Endometriumhyperplasie festgestellt wurde

 

Myome und starke Blutungen können zwar durch einen Östrogenüberschuss begünstigt werden, können aber ebenso bei Frauen mit relativer Östrogendominanz vorkommen.

 

Bei der absoluten Östrogendominaz produziert das (zu viel vorhandene) Fettgewebe reichlich Östrogen. Dies liegt am Enzym Aromatase. Es befindet sich in den Fettzellen und wandelt hormonelle Vorstufen in Östrogene (Estradiol und Estron) um.

 

Je mehr Fettgewebe vorhanden ist, desto mehr Aromatase ist aktiv und desto mehr Östrogen flutet ununterbrochen den Blutkreislauf.

 

Da bei Übergewicht oft auch eine Insulinresistenz und eine erhöhte Entzündungsaktivität vorliegen (das Fettgewebe schüttet ständig auch Entzündungsbotenstoffe aus), wird in der Leber die Produktion des Transportproteins SHBG blockiert.

 

SHBG würde ansonsten das überschüssige Östrogen binden und könnte dann auch Östrogenüberschuss-Symptome verhindern. Fehlt SHBG aber, steigt die Menge des freien Östrogens und die absolute Östrogendominanz entfaltet ihre Wirkung.

 

Wenn Sie nun abnehmen, dann schrumpfen Ihre Fettzellen, die Aromatase-Aktivität geht drastisch zurück, es werden weniger Entzündungsbotenstoffe produziert und Ihr erhöhter Östrogenspiegel im Blut sinkt auf natürliche Weise.

 

Auch bei der relativen Östrogendominanz wirkt sich Übergewicht negativ aus.

 

Wenn das viszerale Fettgewebe permanent Entzündungsbotenstoffe (wie TNF-alpha) ausschüttet, dann bedeutet diese ständige Entzündungsbelastung für das Gehirn Stress. Und genau wie bei psychischem Stress, so führt auch dieser körperliche Stress dazu, dass die Progesteronbildung im Eierstock sinkt.

 

Wenn Sie abnehmen, nimmt das Entzündungsgeschehen ab, der Stress sinkt und die Progesteronbildung wird wieder angestoßen.

 

Alkohol kann eine Östrogendominanz auf mehreren Wegen begünstigen. Regelmäßiger Alkoholkonsum kann die Aktivität der Aromatase fördern – jenes Enzyms, das Androgene in Östrogene umwandelt.

 

Außerdem kann Alkohol den Östrogenstoffwechsel in der Leber beeinträchtigen, sodass Östrogene langsamer abgebaut werden. Studien zeigen entsprechend, dass regelmäßiger Alkoholkonsum mit höheren Östrogenspiegeln in Verbindung stehen kann – insbesondere bei Frauen vor und nach den Wechseljahren.

 

In einer Studie mit 403 Frauen zeigte sich, dass Rauchen (die Chemikalien im Tabakrauch) den Hormonhaushalt verändern kann. Raucherinnen wiesen Anzeichen für einen höheren Östrogeneinfluss und – bei starkem Rauchen – einen geringeren Progesteroneinfluss auf.

 

Tabakrauch beeinträchtigt vermutlich direkt die Funktion der Eierstöcke und begünstigt dadurch Menstruationsstörungen, eine verminderte Fruchtbarkeit sowie eine frühere Menopause.

 

Der regelmäßige Konsum von raffiniertem Zucker und Weißmehlprodukten – Süßigkeiten, Kuchen, Gebäck, Eis, Limonaden – lässt immer wieder den Blutzuckerspiegel stark steigen und führt zu chronisch erhöhten Insulinspiegeln. Insulin wiederum ist ein starker Stimulator der Aromatase im Fettgewebe.

 

Je mehr Insulin zirkuliert, desto aggressiver wandelt der Körper Vorstufenhormone in Östrogen um. Zudem senkt ein hoher Insulinspiegel die Produktion des Sexualhormon-bindenden Globulins (SHBG) in der Leber. Dieses würde andernfalls Östrogenüberschüsse binden und könnte Östrogendominanz-Symptome verhindern.

 

Wenn Sie nun mit einer gesunden Ernährung Ihren Blutzucker stabilisieren, sinkt auch die Östrogenproduktion im Fettgewebe und das SHBG steigt, was den Hormonüberschuss auf natürliche Weise drosselt.

 

Körperliche Aktivität hilft bei der Regulierung des Hormonspiegels sehr gut. Regelmäßiges Ausdauer- und Krafttraining senkt nachweislich die Konzentration zirkulierender Östrogene.

 

Zum einen reduziert es das viszerales Fettgewebe (die Aromatase-Fabrik), zum anderen verbessert es die Insulinsensitivität der Muskelzellen, was wiederum den SHBG-Spiegel anhebt. Das SHBG kann den Östrogenüberschuss nun wieder binden und die Menge des aktiven Östrogens sinkt.

 

Stresshormone – ob durch psychischen oder körperlichen Stress ausgelöst – führen dazu, dass die Progesteronbildung in den Eierstöcken gehemmt wird. Dies kann zum Ausbleiben des Eisprungs führen – und zu einer Östrogendominanz.

 

In einer Studie zeigte sich, dass Frauen mit höherem Alltagsstress niedrigere Progesteronspiegel in der zweiten Zyklushälfte aufwiesen und häufiger keinen Eisprung hatten.

 

Daher gehört ein wirksames Stressmanagement zu den sinnvollen Maßnahmen, um den Hormonhaushalt zu unterstützen. Nehmen Sie das Thema ernst und kümmern sich um stressreduzierende alltagstaugliche Maßnahmen, die Sie auch wirklich regelmäßig umsetzen können.

 

Wer ausreichend schläft, unterstützt schon allein damit einen ausgeglichenen Hormonhaushalt.

 

Während der Dunkelheit bildet die Zirbeldrüse das Hormon Melatonin. Es kann die Wirkung von Östrogen abschwächen und die Aktivität der Aromatase – des Enzyms zur Östrogenbildung – hemmen.

 

Schlafmangel hingegen senkt die Melatoninproduktion und kann die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol erhöhen, was wiederum den Progesteronspiegel senkt.

 

7 bis 9 Stunden erholsamer Schlaf sind daher ein wichtiger Bestandteil eines gesunden Lebensstils – auch im Hinblick auf das hormonelle Gleichgewicht.

 

Toxische Beziehungen, soziale Isolation oder ungelöste emotionale Konflikte bedeuten für das vegetative Nervensystem permanenten Mikrostress und damit einen chronisch erhöhten Cortisolspiegel.

 

Harmonische Beziehungen hingegen versorgen das System mit reichlich Oxytocin (dem Bindungshormon). Oxytocin kann die körpereigene Stressreaktion abschwächen, so dass selbst in belastenden Situationen weniger Cortisol freigesetzt wird.

 

Ein stabiles soziales Umfeld ist somit für Ihren Hormonhaushalt Gold wert.

Je nachdem, welches Enzym dominiert, wird das Östrogen in unterschiedliche Metaboliten (Abbauprodukte) umgewandelt. Die zwei Metaboliten heißen 2-Hydroxyestron (2-OHE1) und 16-Alpha-Hydroxyestron (16-Alpha)Die Leber kann Östrogen meist problemlos abbauen. Sie ist also nicht zu schwach dazu, wie es manchmal heißt. Man kann aber die Art des Östrogenabbaus in der Leber beeinflussen. Denn hier kann tatsächlich ein Problem bzw. Ungleichgewicht bestehen.

 

Der Abbau von Estradiol (dem aktivsten körpereigenen Östrogen) erfolgt in der Leber in zwei aufeinanderfolgenden Phasen.

 

1.     Wie Phase 1 des Östrogenababus gefördert werden kann:

 

In der ersten Phase nutzen die Leberzellen verschiedene Enzyme aus der Familie der Cytochrom-P450-Monooxygenasen (CYP-Enzyme).

 

Je nachdem, welches Enzym dominiert, wird das Östrogen in unterschiedliche Metaboliten (Abbauprodukte) umgewandelt. Die zwei Metaboliten heißen 2-Hydroxyestron (2-OHE1) und 16-Alpha-Hydroxyestron (16-Alpha).

 

Das erste (2-OHE1) hat eine schwächere Östrogenwirkung und schützt daher vor einer Östrogen-Überstimulation. Das zweite (16-Alpha) bindet sich hingegen sehr stark an Östrogenrezeptoren und löst eine starke Östrogenwirkung aus.

 

Das Gleichgewicht zwischen beiden Metaboliten sollte bei 2:1 liegen, also doppelt so viel 2-OHE1 als 16-Alpha. Verschiebt sich das Gleichgewicht in Richtung 16-Alpha, kann dies zu Beschwerden führen:

 

Es können sich Gewebewucherungen bilden (z. B. Myome, Zysten, Endometriose) und es kann zu den klassischen Östrogendominanzsymptomen kommen, wie Brustschmerzen und ausgeprägte PMS-Symptome – selbst dann, wenn der Gesamtestradiolspiegel im Serum unauffällig oder sogar niedrig ist (relative Östrogendominanz)

 

DIM (Diindolylmethan) – der Pflanzenstoff hilft beim Abbau von Östogen

 

DIM entsteht bei der Verdauung von Kreuzblütler-Gemüse – und zwar aus dem Stoff Indol-3-Carbinol. DIM greift direkt in Phase 1 des Östrogenabbaus in der Leber ein und sorgt dafür, dass verstärkt das harmlose, schwach wirksame 2-Hydroxyestron (2-OHE1) entsteht und die Umwandlung in das unerwünschte (weil u. a. gewebestimulierende 16-Alpha) blockiert wird.

 

Bei einer absoluten Östrogendominanz hilft DIM auf diese Weise, den Östrogenüberschuss abzubauen, bei einer relativen Östrogendominanz ist zwar insgesamt weniger Östrogen vorhanden, doch liegt auch das wenige Östrogen hier oft als unerwünschtes 16-Alpha vor. DIM hilft auch hier, das Gleichgewicht in Richtung des günstigeren 2-OHE1 zu verschieben.

 

Die benötigte DIM-Dosis liegt meist bei 100-200 mg. DIM ist fettlöslich und wird zu den Mahlzeiten eingenommen. In der EU gilt DIM aber als Novel Food, darf also nicht als Nahrungsergänzung verkauft werden.

 

Zu Beginn der Einnahme kann es zu harmlosen Kopfschmerzen oder einer temporären Dunkelfärbung des Urins kommen (Anzeichen für den aktivierten Abbau)

 

 

DIM gilt als Novel Food und wird daher nur von wenigen Händlern angeboten. Eine Alternative wäre ein Produkt mit Indol-3-Carbinol. Dieser Stoff wird im Organismus zu etwa 30 bis 50 Prozent zu DIM umgewandelt, so dass er entsprechend höher dosiert werden sollte (das 2- bis 3-Fache der DIM-Dosis)

 

Auch Pflanzenstoffe - die Lignane - aus Leinsamen helfen in der Phase 1 dabei, dass mehr 2-OHE1 gebildet wird. Lignane gehören zu den Phytoöstrogenen. Dazu weiter unten mehr.

 

mpfehlenswert sind 1 bis 2 Esslöffel (10–20 g) frisch geschrotete Leinsamen täglich. Ergänzend liefern auch Sesam, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte Lignane, wenn auch in deutlich geringeren Mengen.

 

In der zweiten Phase werden die beiden Metaboliten weiterverarbeitet, so dass sie schließlich mit dem Stuhl oder Urin ausgeleitet werden können.

 

Für die Weiterverarbeitung von 2-OHE1 zum hormonell inaktiven 2-ME1 (2-Methoxyestron) braucht es das Enzym COMT (Catechol-O-Methyltransferase). COMT wiederum braucht unbedingt Magnesium und S-Adenosyl-Methionin (SAMe) als Co-Faktoren.

 

Achten Sie daher darauf, gut mit Magnesium versorgt zu sein. Ideal ist ein Magnesiumglycinat, da das enthaltene Glycin gleichzeitig etwas beruhigend wirkt. Östrogendominanz ist meist auch stressmitbedingt, so dass alles willkommen ist, was ein wenig innere Ruhe schenkt.

 

Von der Einnahme von SAMe wird im Allgemeinen abgeraten. Zwar ist das Enzym COMT auf SAMe angewiesen, doch kann SAMe den Hirnstoffwechsel beeinflussen und zu Angstzuständen, Panikattacken und Schlafstörungen führen.

 

Die weitaus sicherere Lösung ist hier, jene B-Vitamine zu nehmen, die der Körper zur Herstellung bzw. zum Recycling von verbrauchtem SAMe benötigt. Dabei handelt es sich um aktive Folsäure (5-MTHF, 400 µg), Vitamin B12 (Methylcobalamin, 500-1000 µg) und B6 (P-5-P, 15-25 mg). Letzteres fördert auch die Progesteronbildung.

 

Für die Weiterverarbeitung des problematischeren 16-Alpha kommt die Glucuronidierung zum Einsatz. Dabei kleben spezielle Enzyme der Leber die Glucuronsäure an das 16-Alpha.

 

Dadurch verliert das aggressive 16-Alpha die Fähigkeit, sich an den Östrogenrezeptor zu binden. Es ist nun ungiftig, wasserlöslich und kann über die Galle in den Darm abgeschoben werden. Doch ist die Gefahr noch nicht gebannt.

 

Wenn die Darmflora aufgrund einer Dysbiose (Darmflorastörung) zu viel Beta-Glucuronidase (ein Enzym) produziert, wird die Glucuronsäure wieder vom 16-Alpha entfernt. 16-Alpha wird wieder aktiv und kann über die Darmschleimhaut erneut ins Blut gelangen und dort wieder Östrogenwirkung entfalten.

 

Die Nahrungsergänzung Calcium-D-Glucarat (CDG) soll die Beta-Gucuronidase blockieren können, so dass 16-Alpha mit dem Stuhl ausgeschieden werden kann. Oft wird empfohlen, täglich 500 bis 1.500 mg pro Tag zu den Mahlzeiten zu nehmen – aufgeteilt auf zwei bis drei Einzeldosen.

 

Bei Nagetieren führte CDG zu einer messbaren Erhöhung der Östrogenausscheidung im Stuhl und zu einer Senkung des Östrogenspiegels im Blut um bis zu 23 Prozent. CDG konnte auch das Tumorwachstum bei östrogenabhängigem Brustkrebs bei Ratten bremsen. 

 

Sie können Calcium-D-Glucarat probieren, aber – da die Studienlage noch so dünn ist – eher zusätzlich zu den bewährten Maßnahmen, die eine Dysbiose beheben können, wie z. B. eine ballaststoffreiche pflanzenbasierte und gesunde Ernährung in Kombination mit Probiotika.

 

Proteinreiche, ballaststoffarme Ernährungsformen fördern hingegen die Darmbakterien, die Beta-Glucuronidase bilden.

 

Als Ballaststoff-Nahrungsergänzung, die eine gesunde Darmflora fördert, gilt z. B. Inulin. Das Pulver lässt sich problemlos in Getränke, Joghurt oder Müslis rühren und schmeckt angenehm. 

 

Hier erhalten Sie ein Kombi Präparat aus Inulin und einem gutem Probiotikum unter der Name: Darmfloraaufbau – Sparpaket für 1 Monat :

 

 

Bestimmte sekundäre Pflanzenstoffe gelten zudem als Hemmstoffe in Bezug auf die Beta-Glucuronidase. Dazu gehören Catechine aus grünem Tee, Theaflavine aus schwarzem Tee, Myricetin aus Heidel-, Preisel- und Johannisbeeren (schwarzen), Luteolin aus Sellerie und Petersilie sowie Morin aus Feigen, Guaven und weißen Maulbeeren.

 

Sulforaphan ist ebenfalls ein Pflanzenstoff, der seinen Ursprung in Kreuzblütengewächsen hat. Der Stoff zeigte in Zellstudien, dass er sogar beide Entgiftungsphasen in der Leber (Phase 1 und Phase 2) optimieren könnte.

 

Zusätzlich kann der Pflanzenstoff als Antioxidans das Gewebe vor den aggressiven Chinonen schützen. Das sind aggressive Zwischenprodukte, die zwischen Phase 1 und Phase 2 entstehen. 

 

Auch Sulforaphan Kapseln bekommen Sie über den oben genannten Link.

 

Wenn es um pflanzliche Mittel geht, werden meist zwei genannt, die das Progesteron erhöhen können:

 

Mönchspfeffer, bei dem die Wirkung wissenschaftlich bewiesen ist und Extrakte daher auch von Ärzten verordnet werden sowie Wild Yam, das eher zu den umstrittenen Mitteln zählt.

 

Progesteron wird in nennenswerten Mengen nur nach einem erfolgreichen Eisprung vom zurückbleibenden Gelbkörper produziert. Bleibt der Eisprung wegen Stress oder Nährstoffmangel aus, sinkt das Progesteron gegen null.

 

Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus) enthält Stoffe, die im Gehirn (Hypophyse) an die Dopamin-D2-Rezeptoren andocken. Dadurch wird eine übermäßige Ausschüttung des Hormons Prolaktin gehemmt.

 

Ein zu hoher Prolaktinspiegel (oft ausgelöst durch Alltagsstress) blockiert die Ausschüttung von LH (Luteinisierendem Hormon). LH ist aber das zwingende Startsignal für den Eisprung und die Gelbkörperphase. Mönchspfeffer senkt das Prolaktin, befreit das LH und sorgt so für eine kräftige, körpereigene Progesteronbildung.

 

Die Einnahme erfolgt täglich sowie durchgehend über mindestens drei Zyklen.

 

Mönchspfeffer ist geeignet für Frauen mit leiht erhöhtem Prolaktinspiegel, mit Gelbkörperschwäche sowie mit verkürzter Lutealphase und damit verbundenen Zyklusstörungen oder PMS.

 

Bei diesen Frauen kann Mönchspfeffer die Prolaktinausschüttung senken. Dadurch normalisiert sich die Gelbkörperfunktion, sodass in der zweiten Zyklushälfte wieder mehr Progesteron gebildet wird.

 

Auch in den Wechseljahren könnte Mönchspfeffer helfen, insbesondere bei Hitzewallungen, Ängsten und Nervosität und anderen klimakterischen Beschwerden.

 

Auch diese Extrakt können sie über den oben genannten Link bekommen.

 

Manche Vitalstoffe helfen bei der Regulierung des Hormonhaushalts. Eine Wirkung nach der Einnahme macht sich meist dann bemerkbar, wenn zuvor ein Mangel am jeweiligen Vitamin oder Mineralstoff bestanden hatte und dieser dann behoben wurde.

 

Magnesium und B-Vitamine werden schon oben besprochen, so dass ich  nun noch auf Vitamin D, Vitamin C und Zink eingehe.

 

Vitamin D agiert im Körper nicht als Vitamin, sondern als aktives Steroidhormon. Bei einer absoluten Östrogendominanz soll es im Fett- und Brustgewebe gezielt die Aromatase hemmen und so die übermäßige Hormonproduktion drosseln können.

 

Bei einer relativen Östrogendominanz hingegen soll es die Progesteronbildung schützen können. Denn das Vitamin wirkt entzündungshemmend (reduziert systemische Entzündungen) und reguliert den Insulinspiegel herunter. Dies führt dazu, dass die Hormonsteuerzentrale im Gehirn (Hypothalamus und Hypophyse) die Eierstöcke wieder zur Progesteronsynthese anregt.

 

Ein Vitamin-D-Mangel wird auch häufig bei Frauen mit hormonellen Störungen wie dem polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS) oder Endometriose beobachtet.

 

Wenn Sie einen zu niedrigen Vitamin-D-Spiegel haben, nehmen Sie das Vitamin unbedingt ein. 

 

Denken Sie daran: sehr wichtig ist es, Vitamin D3 mit K2 einzunehmen – damit das Vitamin nicht nur im Blutserum schwimmt, sondern auch aufgenommen wird und aktiv arbeitet.

 

Vitamin D3 K2 Tropfen bekommen Sie ebenfalls über den oben genannten Link.

 

Vitamin C wird häufig zur Unterstützung der Progesteronbildung empfohlen. Die Studienlage lässt aber zu wünschen übrig - und bezieht sich auf eine bestimmte Zielgruppe: Frauen mit Gelbkörperschwäche oder unerfülltem Kinderwunsch.

 

In einer sechsmonatigen Studie z. B. führte die tägliche Einnahme von 750 mg Vitamin C bei Frauen mit einer Gelbkörperschwäche zu höheren Progesteronspiegeln in der zweiten Zyklushälfte.

 

Zink ist an der Bildung und Wirkung zahlreicher Hormone beteiligt und spielt auch für die Funktion der Eierstöcke eine wichtige Rolle.

 

Gute Zink Komplex ist ebenfalls über den Link zu bekommen.

 

Sojaprodukte enthaltenen Isoflavone – Pflanzenstoffe, die zu den Phytoöstrogenen gehören. Diese Stoffe können sich an Östrogenrezeptoren binden und östrogenähnliche Wirkung entfalten.

 

Da ihre Wirkung aber sehr viel schwächer ist als die des körpereigenen Östrogens, können Phytoöstrogene bei absoluter Östrogendominanz hilfreich sein, wenn also zu viel Östrogen im Körper zirkuliert.

 

Denn dort, wo ein Phytoöstrogen am Östrogenrezeptor bindet, kann kein körpereigenes Östrogen andocken. Da Phytoöstrogene den Rezeptor jedoch deutlich schwächer aktivieren als das eigene Östrogen (Estradiol), fällt die Gesamtwirkung des Östrogens geringer aus.

 

Auch bei einer relativen Östrogendominanz sind Phytoöstrogene sinnvoll. Ist zu wenig körpereigenes Östrogen vorhanden, können sie dessen Wirkung teilweise ersetzen und so zu einem ausgeglicheneren Hormonsignal beitragen. Ist der Östrogenspiegel hingegen normal, verstärken sie die Östrogenwirkung nicht zusätzlich.

 

Neben Soja zählen auch Lignane zu den Phytoöstrogenen. Besonders Leinsamen sind dafür eine gute Quelle. Lignane werden von der Darmflora zu Enterolignanen umgewandelt (die eigentlich wirksamen Phytoöstrogene), die dann ähnlich wie die beschriebenen Sojaisoflavone am Östrogenrezeptor binden.

 

Xenoöstrogene aus der Umwelt sollen streng gemieden werden.

 

Xenoöstrogene sind Stoffe mit östrogenähnlicher Wirkung, die in der Umwelt vorkommen. Zu den bekanntesten Xenoöstrogenen zählen Bisphenol A (BPA) aus manchen Kunststoffen, Phthalate (Weichmacher), PFAS, bestimmte Pestizide sowie Parabene in manchen Kosmetikprodukten.

 

Im Gegensatz pflanzlichen Phytoöstrogenen gelten Xenoöstrogene als hormonelle Störstoffe. Sie wirken nicht nur stärker am Östrogenrezeptor, sondern können den Hormonhaushalt noch über andere Wege stören, beispielsweise indem sie die Bildung, den Abbau oder die Regulation von Hormonen negativ beeinflussen.

 

Die Beschwerden einer Östrogendominanz ähneln häufig denen einer Schilddrüsenunterfunktion oder einer Hashimoto-Thyreoiditis. Müdigkeit, Gewichtszunahme, depressive Verstimmungen, Konzentrationsprobleme, Haarausfall oder Zyklusstörungen können bei allen drei Zuständen auftreten.

 

Da sich die Symptome stark überschneiden, ist anhand der Beschwerden allein meist keine eindeutige Unterscheidung möglich. Lassen Sie daher in jedem Fall auch die Schilddrüse untersuchen, bevor Sie mit einer bestimmten Therapie beginnen.

 

Zwischen Östrogen und Histamin besteht eine enge Wechselwirkung. Östrogene fördern die Freisetzung von Histamin aus den Mastzellen. Umgekehrt kann Histamin die Östrogenbildung anregen. Eine Histaminintoleranz und eine Östrogendominanz können sich also gegenseitig verstärken.

 

Wird die Östrogendominanz behandelt, bessert sich oft auch die Histaminintoleranz. Letztere zeigt sich typischerweise mit Kopfschmerzen, Migräne, Hautrötungen, Juckreiz, Fließschnupfen, Herzklopfen und Verdauungsbeschwerden nach histaminreichen Lebensmitteln (z. B. Rotwein, länger gereifter Käse, fermentierte Produkte (z. B. Sauerkraut, Kimchi)).

 

Es gibt somit sehr viele Maßnahmen, die Sie umsetzen können, um Ihren Hormonspiegel wieder in ein gesundes Gleichgewicht zu verhelfen. 

 

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Quellen:

 

 

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