ERNÄHRUNG UND DIE PSYCHE - ZUSAMMENHANG? DIE WISSENSCHAFT SAGT JA!
- vor 52 Minuten
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Vielleicht kennen Sie das aus eigener Erfahrung: Nach einem schweren oder zuckerreichen Essen fühlt man sich oft träge.
Nach einer frischen, leichten Mahlzeit ist man hingegen wacher und ausgeglichener. Doch Essen und Stimmung hängen nicht nur kurzfristig zusammen.
Forscher beschäftigen sich inzwischen intensiv mit der Frage, wie eine Ernährung für die Psyche aussehen könnte und wie sie die Stimmung verbessern kann.
Dabei geht es nicht nur um die Wirkung einzelner Lebensmittel auf Depressionen oder schlechte Laune.
Es zeigt sich vielmehr, dass die gesamte Ernährung auf mehreren Wegen mitbestimmen kann, wie gut das Gehirn, der Darm und das Nervensystem zusammenarbeiten.
Eine Übersichtsarbeit von 2025 fasst zusammen, welche Nähr- und Pflanzenstoffe bei einer Ernährung für die Psyche relevant sind.
Bei der Übersichtsarbeit handelt es sich um ein narratives Review. Die Autoren haben die vorhandene Forschung – das waren Studien und Literatur aus den Jahren 2000 bis 2024 – ausgewertet.
Im Mittelpunkt der Untersuchung standen vor allem bioaktive Stoffe aus Lebensmitteln.
Dazu zählen zum Beispiel Polyphenole aus pflanzlichen Lebensmitteln, Omega-3-Fettsäuren, Ballaststoffe, Probiotika, Aminosäuren und wichtige Mikronährstoffe.
Laut den Autoren kann eine Ernährung für die Psyche über mehrere Wege dazu beitragen, die Stimmung zu verbessern. Eine wichtige Rolle spielt die sogenannte Darm-Hirn-Achse. Damit ist die Verbindung zwischen Darm und Gehirn gemeint.
Beide stehen über Nerven, Hormone, Immunbotenstoffe und Stoffwechselprodukte der Darmbakterien miteinander in Kontakt.
Ballaststoffe und Präbiotika können günstige Darmbakterien fördern. Diese bilden kurzkettige Fettsäuren, die wiederum Entzündungen beeinflussen und auch an der Bildung von Botenstoffen beteiligt sind.
Solche Botenstoffe – etwa Serotonin, Dopamin oder GABA – sind für Stimmung, Motivation, Entspannung und Stressverarbeitung wichtig.
Auch Entzündungen spielen eine Rolle. Chronische, unterschwellige Entzündungen werden mit depressiven Beschwerden und Ängsten in Verbindung gebracht.
Viele antioxidativen und entzündungshemmenden Pflanzenstoffe könnten daher dazu beitragen, das Gehirn besser vor oxidativem Stress und Entzündungsprozessen zu schützen.
Die Forscher beschreiben in ihrer Arbeit mehrere Lebensmittelgruppen und Ernährungsmuster, die in Studien mit weniger depressiven Symptomen oder einer besseren geistigen Leistungsfähigkeit in Verbindung gebracht wurden und die Stimmung verbessern konnten.
Besonders häufig ging es um die mediterrane Ernährung. Sie enthält viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse und Olivenöl. Die günstige Wirkung wird vor allem mit Ballaststoffen, Polyphenolen, gesunden Fetten und antioxidativen Stoffen erklärt.
Auch pflanzenbetonte Ernährungsformen werden positiv bewertet. Wichtig ist hier, dass auf ausreichend Vitamin B12, Eisen und Omega-3-Fettsäuren geachtet wird und diese Nährstoffe als Nahrungsergänzung eingenommen werden. Denn sie sind für das Gehirn und das Nervensystem entscheidend.
Fermentierte Lebensmittel und Probiotika werden ebenfalls erwähnt. Bestimmte Bakterienstämme aus den Gattungen Lactobacillus und Bifidobacterium könnten die Stimmung günstig beeinflussen. Joghurt (gerne auch pflanzlich), fermentierte Gemüse und Fermentgetränke sind somit ideal für Ihr geistiges Wohlbefinden.
Wer seine Stimmung verbessern oder die Psyche unterstützen möchte, kann bei der Ernährung ansetzen.
Daneben haben natürlich auch der Lebensstil, Stress, Schlaf, Bewegung, Medikamente und bestehende Erkrankungen einen Einfluss auf die Psyche. Eine gesunde Ernährung für die Psyche ist jedoch eine oft entscheidende Maßnahme.
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Ich bin für Sie da.
Quellen:
Wijesekara T, Xu B. New insights into the connection between food and mood: Unlock the science-backed benefits of dietary bioactive components toward emotional wellbeing. Trends in Food Science & Technology. 2025;162:105105



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