HPU (HÄMOPYRROLLAKTAMURIE) - STOFFWECHSELSTÖRUNG MIT GRAVIERENDEN FOLGEN - HEILBAR?
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Bei der HPU wird das Häm-Molekül, das zahlreiche Funktionen im Körper hat, zu einem gewissen Anteil nicht korrekt gebildet.
Um den HPL-Komplex wasserlöslich zu machen, sodass er über den Urin ausgeschieden werden kann, benötigt der Körper verschiedene Mikronährstoffe, die ihm dadurch verloren gehen. Es entwickelt sich ein Mikronährstoffmangel.
Ein wesentliches Merkmal der HPU ist eine eingeschränkte körpereigene Entgiftungsfähigkeit.
Dabei entsteht die Substanz Hämopyrrollaktam (HPL), die auf den Organismus toxisch wirkt, entgiftet werden muss und schließlich über den Urin ausgeschieden wird.
Ein wesentliches Merkmal der HPU ist eine eingeschränkte körpereigene Entgiftungsfähigkeit.
Durch die verringerte Entgiftungsfähigkeit ihres Körpers haben HPU-Betroffene eine geringere Toleranz gegenüber Stress, Toxinen und anderen negativen Umwelteinflüssen im Vergleich zu Menschen, die nicht von der Stoffwechselstörung betroffen sind.
Die HPU ist also selbst keine Krankheit. Ob es zu Folgeerkrankungen kommt, hängt von den Lebensumständen ab.
Bei der HPU läuft die Bildung des Häm-Moleküls, das z. B. im roten Blutfarbstoff vorkommt, nicht korrekt ab. Das Häm-Molekül wird über 8 verschiedene enzymatische Reaktionen im Körper gebildet. Bei HPU-Betroffenen arbeiten mehrere dieser Enzyme nicht auf ihrem vollen Leistungsniveau.
Die Folge ist, dass ein Teil des gebildeten Häms strukturell so verändert ist, dass es für den Körper unbrauchbar ist. Da die veränderte Häm-Variante toxisch wirkt, muss sie vom Körper entgiftet warden.
Für die Entgiftung wiederum sind die Mikronährstoffe Zink und Mangan sowie Vitamin B6 (in seiner aktiven Form) erforderlich. Durch das Anheften dieser Substanzen an das veränderte Häm entsteht ein wasserlöslicher Komplex, der über die Nieren ausgeschieden werden kann.
Bei der HPU kommt es also zu einem Mangel an Mikronährstoffen und zu einem Mangel an korrekt gebildetem Häm. Dies kann weitreichende Folgen für die Gesundheit haben.
Das Häm-Molekül hat zahlreiche wichtige Funktionen im Körper, woraus sich die Folgen eines entsprechenden Mangels ableiten lassen:
Das Häm ist der funktionelle Bestandteil des Hämoglobins (roter Blutfarbstoff). Hämoglobin wiederum ist für den Sauerstofftransport im Körper zuständig. Fehlt Sauerstoff, zeigen sich Erschöpfung, Müdigkeit und eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit. Gleichzeitig wird man anfälliger für Krankheiten und Regenerationsprozesse verlaufen langsamer.
Das Häm-Molekül ist auch im roten Muskelfarbstoff, dem Myoglobin, enthalten und somit wichtig für die Sauerstoffversorgung innerhalb einer Muskelzelle. Auch dies erklärt die häufige Erschöpfung und fehlende körperliche Belastbarkeit Betroffener.
Auch für die körpereigene Entgiftung ist das Häm-Molekül von großer Bedeutung, denn es ist der funktionelle Bestandteil der Cytochrom-P450-Enzyme in der Leber, die am Abbau einer Vielzahl toxischer Stoffe beteiligt sind.
Das Häm ist außerdem ein Bestandteil von verschiedenen antioxidativen Enzymen, z. B. vom Enzym Katalase, das die reaktive Substanz Wasserstoffperoxid im Mitochondrium beseitigt, so der Bildung von freien Radikalen entgegenwirkt und damit den Körper vor oxidativem Stress schützt.
Eine weitere wichtige Funktion des Häm-Moleküls ist dessen Beteiligung an der Energiegewinnung in den Mitochondrien. Das Häm-Molekül ist ein Bestandteil von Cytochrom C, einem Protein innerhalb der Atmungskette, dem zentralen Mechanismus der Energiegewinnung in unseren Zellen.
Fazit: Das Häm-Molekül ist also enorm wichtig für eine gesunde Funktion des Körpers. Ein Mangel betrifft jedes Organ, jedes Gewebe und jede Zelle und führt zu einer schlechteren Sauerstoffversorgung, reduzierten Energiegewinnung und höheren Belastung mit Toxinen und freien Radikalen.
Neben einem Mangel an Häm, kommt es bei der HPU auch zu einem Mangel an wichtigen Mikronährstoffen, insbesondere an Vitamin B6, Zink und Mangan. Diese Stoffe sind an zahlreichen Reaktionen im Stoffwechsel beteiligt, Zink z. B. an über 300 Stoffwechselreaktionen.
Dabei fungieren die Mikronährstoffe vor allem als Cofaktoren für verschiedene Enzyme. Cofaktoren sind als „Hilfsstoffe“ erforderlich, damit die Enzyme überhaupt arbeiten können. Ein Mangel an Cofaktoren führt zu einem Mangel an funktionsfähigen Enzymen, was schließlich weitreichende Störungen im Organismus verursacht und letztlich keine Zelle unbeeinträchtigt lässt.
Das niederländische Forschungsinstitut KEAC (Klinisch Ecologisch Allergie Centrum), das 1989 durch den Biochemiker Dr. J. Kamsteeg gegründet wurde, forscht seit mehr als 30 Jahren an der HPU und ist führend auf diesem Gebiet.
Das KEAC gibt auf seiner Website an, dass etwa 10 % der Frauen und 1 % der Männer von der Stoffwechselstörung betroffen seien.
Hierbei handelt es sich um eine Schätzung auf Basis der zahlreichen Urinproben von Einsendern, die durch das KEAC untersucht wurden.
Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass diese Rate unter Patienten, die von chronischen Erkrankungen betroffen sind, und bei Personen, die Psychotherapie in Anspruch nehmen, noch deutlich größer ist. So berichtet Frau Dr. med. Liutgard Baumeister-Jesch, Fachärztin für Psychotherapeutische Medizin, dass fast jeder zweite Patient in ihrer Praxis HPU-positiv sei.
Bei der Recherche zur HPU werden Sie auch immer wieder auf die Bezeichnung KPU (Kryptopyrrolurie) stoßen. HPU und KPU werden immer wieder synonym gebraucht.
Die HPU ist in der Forschung schon lange bekannt. Erste Experimente führte der kanadische Wissenschaftler und Psychiater Dr. Abram Hoffer in den 1950er Jahren durch. Zum Zeitpunkt der Entdeckung war noch nicht klar, um welchen Stoff es sich chemisch handelte.
Dr. Hoffer bezeichnete, die bei seinen Patienten im Urin nachgewiesene Substanz als „Malvenfaktor“, da sich der Urin bei Zugabe von Ehrlich-Reagenz, einer Lösung zum Nachweis von Aminogruppen, Indol- und Pyrrol-Derivaten, malvenfarben (blasslila) verfärbte.
Der „Malvenfaktor“ zählt zu den pyrrolen und kann deshalb mit der Ehrlich-Reagenz nachgewiesen werden.
Um die Menge des „Malvenfaktors“ im Urin zu bestimmen, wurde in frühen Studien die Substanz Kryptopyrrol (2,4-Dimethyl-3-Ethylpyrrol) als Standard verwendet. Kryptopyrrol zählt ebenfalls zu den Pyrrolen und verfärbt daher die Ehrlich-Reagenz.
Zur Mengenbestimmung wurden unterschiedlich stark konzentrierte Lösungen von Kryptopyrrol mit Ehrlich-Reagenz versetzt und diese Lösungen mit dem Patientenurin verglichen, der ebenfalls mit der Reagenz versetzt wurde. Die Menge des „Malvenfaktors“ im Urin entsprach dann der Menge an Kryptopyrrol in der gleichfarbigen Vergleichslösung.
Damals war noch nicht klar, was für eine chemische Verbindung der „Malvenfaktor“ ist. Aufgrund des Nachweisverfahrens mit Verwendung von Kryptopyrrol und aufgrund von zwei Studien, die den „Malvenfaktor“ irrtümlicherweise als Kryptopyrrol identifizierten, kam es zu Verwirrungen in der Wissenschaft und verschiedenen Bezeichnungen für die gleiche Stoffwechselstörung.
Ende der 70er Jahre wurde der „Malvenfaktor“ schließlich als HPL-Komplex identifiziert. Weiterhin wurde gezeigt, dass Kryptopyrrol nicht im menschlichen Urin vorkommt.
Diese Verwirrung hinsichtlich der Nachweismethode und Benennung der HPU ist einer der Gründe für die mangelnde Akzeptanz der HPU in der Schulmedizi.
Der Nachweis der HPU erfolgt durch die Untersuchung des Urins auf das Vorhandensein von HPL-Komplexen. Bei Kindern wird der Morgenurin beprobt und bei Erwachsenen zumeist ein 24-Stunden-Sammelurin-Test durchgeführ.
Achten Sie darauf, dass es sich wirklich um einen HPU-Test handelt und nicht um einen KPU-Test. Von deutschen Labors werden beispielsweise auch immer wieder HPU-Tests angeboten, die eigentlich KPU-Tests sind. Ein gutes Indiz ist der Preis des Tests. Ein HPU-Test ist ein aufwendiges Verfahren und kostet meist zwischen 55 und 80 €. Günstigere Tests sind i. d. R. keine HPU-Tests.
Die häufig im Internet angebotenen KPU-Tests verwenden Ehrlich-Reagenz, die alle Pyrrolverbindungen und auch verwandte Stoffe nachweist. Diese Tests sind also nicht spezifisch für den HPL-Komplex. Dieser wird zwar erfasst, so aber auch verschiedene weitere Stoffe.
Ein KPU-Test kann auch nur vorübergehend positiv sein, z. B. bei Einnahme bestimmter Medikamente, bei einer Giftexposition oder bei Störungen der Darmflora, wenn verschiedene im Darm gebildete Stoffe wie Kresole, Thiazole, Imidazole und Pyrazole aus dem Dickdarm in den Blutkreislauf gelangen.
Ein positiver KPU-Test kann also viele Ursachen haben und erlaubt keine sichere Aussage darüber, ob nun eine HPU vorliegt oder nicht.
In der Schulmedizin ist die HPU bis heute nicht anerkannt und rein schulmedizinisch tätige Ärzte kennen sich auch nicht mit den Hintergründen dieser Stoffwechselstörung aus. Ganzheitlich tätige Ärzte und Heilpraktiker sind jedoch gute Ansprechpartner für die Diagnostik und Therapie der HPU.
Die Symptome, die beim Vorliegen der Stoffwechselstörung HPU entstehen können, sind sehr vielfältig. Dies ist auch naheliegend, schließlich beeinträchtigen die fehlenden Mikronährstoffe und der Mangel an Häm unzählige Stoffwechselvorgänge im Körper. Hinzu kommt noch die Anreicherung des toxischen HPL-Komplexes im Organismus.
Viele HPU-Betroffene leiden unter einer Kombination der hier aufgeführten Symptome und Begleiterkrankungen:
- Müdigkeit bis hin zur vollständigen Erschöpfung
- Leistungsschwäche, schnelle ermüdiung bei Belastung, Muskelschw#ce
- Geringe Stresstoleranz, Ängstlichkeit, Gefühl der Überlastung
- Konzentrationsstörungen, schlechtes Kurzzeitgedächtnis
- Schlafstörungen
- Allergien, Hautausschläge, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Autoimmunerkrankungen
- Chronische Verdauungsbeschwerden
- Schwankungen des Blutzuckerspiegels mit Phasen der Hypoglykämi
- Insulinresistenz und Diabetes mellitus
- Medikamentenunverträglichkeiten
- Histaminintoleranz oder Histaminmangel
- Zyklusstörungen, PMS, Fruchtbarkeitsstörungen, Fehlgeburten
- Häufige Infektionskrankheiten
- Niedriger Blutdruck, Blutdruckschwankungen, Erkrankungen des Herz-Kreislaufsysgems
- Arthrose
- Osteoporose
- Haut- und Haarprobleme: struppige Haare, feine Haare, Haarausfall, weiße Flecken auf den Nägeln, Risse der Haut, Entzündungen der Haut, Akne, schlaffe Haut, übermäßige Verhornung
- Blasse Haut, Ränder unter den Augen, gelbbraune Färbung der Haut durch Sonne
Wie stark die Symptome bei HPU-Betroffenen sind und welche Symptome zuerst auftreten, ist individuell verschieden. Die Lebensumstände haben einen großen Einfluss. Dauerhafter Stress, Infektionskrankheiten, eine Belastung mit Toxinen usw. verstärken die Ausscheidung von HPL-Komplexen und verschlechtern den Gesundheitszustand von Betroffenen.
Da die HPU in vielen Familien gehäuft auftritt, geht man davon aus, dass die HPU vererbt wird.
Die Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass sich die Symptome von HPU-Betroffen durch chronischen Stress, Infektionskrankheiten, eine Belastung mit Giftstoffen, bestimmte Medikamente und durch ein Trauma der Halswirbelsäule (HWS) verschlechtern können. Auch kann es durch die genannten Faktoren dazu kommen, dass erstmalig Symptome auftreten und eine HPU neu diagnostiziert wird.
Ein zentraler Mechanismus bei der HPU, der eine wichtige Rolle bei der Entstehung vieler Symptome und Folgeerkrankungen spielt, ist eine Schädigung der Mitochondrien. Von einer Mitochondriopathie spricht man, wenn nicht mehr genügend intakte Mitochondrien in einer Zelle vorhanden sind, sodass es zu Störungen im Zellstoffwechsel kommt.
Gründe, warum es bei der HPU zu einer Mitochondriopathie kommen kann :
- Mangel an Mikronährstoffen, die für die Funktion der Mitochondrien erforderlich sind, aufgrund des erhöhten Verlusts (mit dem HPL-Komplex über den Urin) sowie aufgrund von Störungen bei der Aufnahme, Aktivierung und Bildung von Mikronährstoffe
- Anhäufung toxischer Substanzen (insbesondere Schwermetalle) durch die schlechte Entgiftungsfähigkeit
- Chronische Infektionen aufgrund der reduzierten Immunleistung
- Mangel an Antioxidantien (z. B. Superoxiddismutase und Glutathion-abhängige Enzyme) u. a. aufgrund des Mikronährstoffmangels
- Entstehung von oxidativem und nitrosativem Stress u. a. durch die angehäuften Toxine und den Mangel an Antioxidantien
- Mangel an Häm und dadurch eine Störung der Atmungskette in den Mitochondrien
Es gibt also sehr viele Gründe dafür, warum viele HPU-Betroffene eine Mitochondriopathie entwickeln.
Eine eingeschränkte Funktionsfähigkeit der Mitochondrien führt zu einer Beeinträchtigung der Energiegewinnung, zu einer noch stärkeren Belastung des Körpers mit freien Radikalen und zu einer Störung der Häm-Synthese. Ein Teil der Häm-Synthese findet nämlich in den Mitochondrien statt. Deshalb könnte eine HPU, bei der ja die Bildung von Häm gestört abläuft, auch sekundär durch eine Schädigung der Mitochondrien einstanden sein.
Die Therapie der HPU ist einerseits einfach, da man mit relativ „einfachen Mitteln und Maßnahmen“ große Veränderungen erzielen kann. Anderseits ist sie aber auch je nach Symptomen und Folgeerkrankungen sehr umfangreich und langwierig.
Viele Patienten erleben schon nach wenigen Wochen Verbesserungen ihrer Symptome. Je nach Zustand des Patienten kann es aber auch bis zu einem halben Jahr dauern bis deutliche Verbesserungen erzielt werden.
Was sich aber „allgemein gültig“ feststellen lässt: Fasten ist bei einer unbehandelten HPU keine gute Idee! Die Mobilisierung von Kohlenhydraten und die Neubildung von Glucose (Gluconeogenese) sind bei der HPU beeinträchtigt, sodass sich die Betroffenen nach einer Fastenkur noch geschwächter fühlen werden als zuvor.
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Weiterhin liegt bei der HPU eine Entgiftungsstörung vor, sodass der Körper mit den im Laufe des Fastens aus dem Fettgewebe freigesetzten Giftstoffen überfordert wird.
Der erste Schritt, um die körpereigene Entgiftung in Gang zu bringen, sollte immer der Ausgleich der bestehenden Mikronährstoffmängel sein. Der Körper muss mit allen erforderlichen Mineralstoffen und Spurenelementen, Vitaminen, Aminosäuren und Fettsäuren versorgt werden, die erforderlich sind, damit der Stoffwechsel gut funktionieren kann.
Fehlt beispielsweise der Cofaktor für die Funktion eines Entgiftungsenzyms (z. B. Selen für die Glutathionperoxidase) oder eine Aminosäure, die zur Bildung eines Enzyms erforderlich ist (z. B. L-Cystein für Glutathion-abhängige Enzyme), so ist klar, dass hier eine Blockade im System vorliegt.
Bevor also weitere Maßnahmen vorgenommen werden, die die Ausscheidung von Giftstoffen anregen, sollte erstmal die Basis stehen. Die Gefahr einer Überforderung des Körpers ist sonst zu groß. Eine Entgiftungs- oder Heilkrise kann entstehen, bei der Nebenwirkungen auftreten und der Körper ausgeschiedene Giftstoffe im schlimmsten Fall wieder aufnimmt.
Weiterführende Maßnahmen zur Entgiftung sind z. B. eine Therapie mit Chelaten, die Einnahme von schwefelhaltigen Stoffen und einige Phytotherapeutika
Wurde bei der weiterführenden Untersuchung festgestellt, dass Sie einen Gendefekt bei Entgiftungsenzymen (z. B. Superoxiddismutase, Glutathion-S-Transferase) haben, so kann es sinnvoll sein, diese Enzyme als Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen. I
Um den Körper noch besser vor oxidativem und nitrosativem Stress zu schützen, empfiehlt es sich über die Ernährung und über Nahrungsergänzungsmittel gezielt sekundäre Pflanzenstoffe mit antioxidativer Wirkung zuzuführen.
Die Toxinbelastung des Körpers ist neben den Mikronährstoffmängeln eine der Hauptursachen für die so häufigen „Zivilisationskrankheiten“, seien es Demenzerkrankungen, psychische Erkrankungen, verschiedene Arten von Krebs, Allergien und Autoimmunerkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder „Stoffwechselerkrankungen“ wie Diabetes.
Toxine werden jedoch nicht nur aus der Umwelt aufgenommen, sondern können ihre Quelle auch im Körper selbst haben. Das wichtigste Beispiel sind hier Zahnfüllungen aus Amalgam, die den Körper (je nach Amalgamqualität) mit Quecksilber vergiften können und in diesem Fall dringend entfernt werden sollten.
Neben den genannten Toxinen ist es weiterhin wichtig, sich vor den Schadwirkungen von Elektrosmog zu schützen, besonders wenn man darauf empfindlich reagiert.
Chronischer Stress hat viele negative Auswirkungen auf unsere Gesundheit, erzeugt freie Radikale und Entzündungsreaktionen im Körper und kann letztlich zur Entstehung zahlreicher Erkrankungen beitragen. Stress verbraucht außerdem Mikronährstoffe wie Vitamin B6, Zink und Magnesium, die bei der HPU ja sowieso schon im Mangel sind.
HPU-Patienten sind besonders empfindlich gegenüber Stress und sollten daher versuchen die Stressbelastung in ihrem Alltag zu reduzieren und Techniken zur Entspannung wie Spaziergänge, Meditation, Atemübungen usw. gezielt in ihren Tagesablauf integrieren.
Die erworbene HPU bzw. Pyrrolurie ist heilbar, die genetisch bedingte nicht. Bei der genetisch bedingten Form der HPU kann durch die Therapie jedoch eine Symptomfreiheit erreicht warden.
Um diese aufrecht zu erhalten, ist es erforderlich, die Lebensweise dauerhaft umzustellen und insbesondere in Zeiten von Stress, Infektionskrankheiten oder anderen belastenden Umständen den Körper mit Mikronährstoffen zu unterstützen.
Quellen:
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