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HEILWIRKUNG UND ANWENDUNG VON KAMILLE

  • 6. Feb.
  • 4 Min. Lesezeit

Für die Kamille werden die folgenden Eigenschaften und Wirkungen beschrieben:

 

Entzündungshemmend

Krampflösend

Entblähend

Vor Magengeschwüren schützend

Beruhigend

Antibakteriell und pilzhemmend

Blutzuckersenkend

Knochendichteerhöhend

 

Menstruationsschmerzen:

 

Etliche Studien zeigten bereits, dass Kamillentee ideal dazu geeignet ist, Krämpfe während der Menstruation zu lindern. Im Jahr 2010 beispielsweise wurde eine Untersuchung veröffentlicht, derzufolge das Trinken von Kamillentee Menstruationskrämpfe deutlich abschwächte.

Die Teilnehmerinnen dieser Studie berichteten überdies, dass sie weniger Stress und Ängste während ihrer Periode empfanden.

 

Diabetes und Blutzuckerprobleme:

 

Andere Studien wiederum zeigten, dass Kamillentee den Blutzuckerspiegel bei Diabetikern senken kann. Natürlich sollten Sie nun nicht Ihre bisherigen blutzuckersenkenden Medikamente gegen Kamillentee eintauschen, doch ein zusätzliches Hilfsmittel ist der Kamillentee allemal und kann vielleicht dazu beitragen, dass Sie Ihre Medikamentendosis verringern können, vor allem dann, wenn Sie nicht nur Kamillentee trinken, sondern auch Ihre Ernährung umstellen.

 

Osteoporose:

 

Ein fortschreitender Knochendichteverlust, der mit einem erhöhten Knochenbruchrisiko einhergeht, wird als Osteoporose bezeichnet. Da insbesondere Frauen nach den Wechseljahren an einer Osteoporose erkranken, geht man von einem hormonell bedingten Krankheitsverlauf aus. Laut einer Studie aus dem Jahr 2004 hat die Kamille einen anti-östrogenen undknochendichtesteigernden Effekt.

 

Entzündungen:

 

Entzündungsreaktionen sind treue Begleiter von sowohl akuten als auch chronischen Erkrankungen. Seit einiger Zeit weiss man überdies, dass latente Entzündungsprozesse auch an Krankheiten wie Depressionen, Diabetes und vielen anderen beteiligt sind.

 

Im Kamillentee nun finden sich Substanzen, die Entzündungen reduzieren können. Bei chronisch entzündlichen Erkrankungen ist Kamillentee daher ein feines Getränk, das immer wieder kurweise genossen werden kann.

 

Krebsprävention und Krebstherapie:

 

Selbst Strategien gegen Krebs sollen im Repertoire der Kamille nicht fehlen. Studien lassen vermuten, dass Kamillentee Krebszellen an einer weiteren Entwicklung hemmen könnte.

 

Da es sich nicht um Humanstudien handelt, kennt man noch keine Details zu diesen Eigenschaften. Im Jahr 2012 jedoch verglich man in einer Studie die krebsbekämpfenden Fähigkeiten des Kamillentees mit jenen der Ringelblume.

 

Beide wirkten sich gezielt auf Krebszellen aus. Allerdings ging die Ringelblume bei diesem Vergleich als Sieger hervor. Es schadet also keinesfalls, mit den Kamillenblüten auch ein paar Ringelblumen aufzubrühen.

 

Schlafstörungen und stress:

 

Kamillentee beruhigt, hilft beim Entspannen und wirkt bei Menschen, die an Schlafstörungen leiden, schlaffördernd. In einer Übersichtsarbeit zeigte sich, dass 10 von 12 Patienten mit Herz-Kreislauf-Problemen kurz nach Kamillenteegenuss schnell einschlafen konnten.

 

Forscher glauben, Kamillentee würde hierbei dieselben Wirkmechanismen nutzen wie Benzodiazepine. Dabei handelt es sich um verschreibungspflichtige Medikamente gegen Angstzustände und Schlafprobleme.

 

Kamillentee bzw. bestimmte Stoffe daraus würden sich nun – so heisst es – an dieselben Rezeptoren binden, wie es Benzodiazepine tun. Natürlich wirkt der Kamillentee nicht in derselben Intensität und offenbar auch nicht bei jedem, doch lohnt es sich allemal, erst einmal die Wirkung der Kamille auszutesten, bevor man zu Medikamenten greift.

 

Erkältungen:

 

Bei Erkältungen kann die Kamille in Form von Tee oder Inhalationen helfen. Die ätherischen Öle wirken hier antibakteriell, beruhigend und krampflösend – allesamt Wirkungen, die bei Husten, Schnupfen und Schlafproblemen während Atemwegsinfekten angezeigt sind.

 

Kein Wunder zeigen die in o. g. Übersichtsarbeit erwähnten Studien, dass insbesondere das Inhalieren von Kamillendämpfen die typischen Erkältungssymptome lindern kann.

 

Hauterkrankungen:

 

Laut der Kommission E (einer wissenschaftlichen Sachverständigenkommission für pflanzliche Arzneimittel) kann man Kamillenpräparate bei bakteriellen Hauterkrankungen einschliesslich der Mundhöhle und des Zahnfleisches einsetzen und z. B. die o. g. Kombination aus Kamillentee und Kamillentinktur als Mundspülung nutzen.

 

In einer kleineren Studie von 1987 zeigte man, dass ein Kamillenextrakt die Wundheilung fördert, wenn man ihn direkt auf die Wunde aufträgt

 

Sterberisiko sinkt bei regelmäßigem Trinken von Kamillentee:

 

Forscher der University of Texas Medical Branch in Galveston/USA stellten fest, dass Frauen (über 65 Jahre) länger lebten, wenn sie regelmässig Kamillentee tranken. Die Studienergebnisse wurden im Fachmagazin The Gerontologist veröffentlicht.

 

Über einen Zeitraum von sieben Jahren untersuchten die Wissenschaftler die Auswirkungen der Kamille auf das Sterberisiko von weit über 1.600 Frauen mit ähnlichen Voraussetzungen in Sachen Alter, Gesundheitszustand, Lebens- und Ernährungsstil. Sie verwendeten dafür die Daten der Hispanic Established Populations for Epidemiologic Study of the Elderly. 14 Prozent der Studienteilnehmer trank regelmässig Kamillentee.

 

Es zeigte sich, dass die Kamillentee-Trinkerinnen ein um 29 Prozent geringeres Risikko hatten zu sterben als die Nicht-Kamillentee-Trinkerinnen.

 

In der Kamillenblüte befindet sich sehr viel Apigenin – ein sehr heilsamer Stoff.

Über Apigenin und seinen Heilwirkungen habe ich bereits hier geschrieben:

 

 

 

Quellen:

 

Villines Zawn, What are the benefits of chamomile tea? 15. November 2017, Medical News Today

 

Jenabi Ensiyeh, Ebrahimzadeh Samira, Chamomile tea for relief of primary dysmenorrhea, Mrz 2010, Iranian Journal of Obstetrics, Gynecology and Infertility

 

Zemestani M, Rafraf M, Asghari-Jafarabadi M, Chamomile tea improves glycemic indices and antioxidants status in patients with type 2 diabetes mellitus, Januar 2016, Nutrition

 

Kassi E et al., Greek plant extracts exhibit selective estrogen receptor modulator (SERM)-like properties. J Agric Food Chem. 2004 November

 

Ivana Z. Mati? et al., Chamomile and Marigold Tea: Chemical Characterization and Evaluation of Anticancer Activity, August 2012

 

 Glowania HJ, Raulin C, Swoboda M., Effect of chamomile on wound healing--a clinical double-blind study, September 1987, Z Hautkr

 

Glowania HJ, Raulin C, Swoboda M., Effect of chamomile on wound healing--a clinical double-blind study, September 1987

 

Javier Subiza, Anaphylactic reaction after the ingestion of chamomile tea: A study of cross-reactivity with other composite pollens, Journal of Allergy and Clinical Immunology, 1989

 

University of Texas Medical Branch at Galveston. “Drinking chamomile decreases risk of death in older Mexican American women." ScienceDaily. ScienceDaily, 20 May 2015

 

 
 
 

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