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KALIUM UND HERZGESUNDHEIT, WASSEREINLAGERUNGEN UND MEHR...

  • 5. Feb.
  • 5 Min. Lesezeit

Eine kaliumreiche Ernährung wird mit vielen gesundheitlichen Vorteilen in Verbindung gebracht. So kann Kalium dabei helfen, den Blutdruck zu senken und Wassereinlagerungen zu reduzieren, vor Schlaganfällen zu schützen und Osteoporose und Nierensteinen vorzubeugen.

 

Kalium ist nach Calcium und Phosphor der dritthäufigste Mineralstoff im menschlichen Körper und ist für viele Körperfunktionen unerlässlich.

 

Etwa 98 % des im Körper enthaltenen Kaliums befinden sich innerhalb der Zellen. Davon sind ungefähr 80 % in den Muskelzellen enthalten, während die übrigen 20 % vor allem in den Knochen, der Leber und den roten Blutkörperchen zu finden sind. In der extrazellulären Flüssigkeit ist nur wenig des Mineralstoffs vorhanden.

 

Kalium zählt mit Natrium und Chlorid zusammen zu den wichtigsten Elektrolyten im Körper. In Wasser löst sich ein Elektrolyt in positive oder negative Ionen auf, die die Fähigkeit haben, Elektrizität zu leiten. Kalium-Ionen haben eine positive Ladung.

 

Der Körper nutzt diese Elektrizität, um eine Vielzahl von Prozessen zu steuern, darunter den Flüßigkeitshaushalt,Nervensignale und Muskelkontraktionen.

Kommt der Elektrolytgehalt aus dem Gleichgewicht, so kann dies viele wichtige Abläufe im Organismus beeinträchtigen.

 

Der Mineralstoff ist an vielen Vorgängen im Körper beteiligt:

 

Das Nervensystem übermittelt Nervenimpulse zwischen verschiedenen Bereichen des Körpers. Diese Nervenimpulse werden dadurch erzeugt, dass Natrium-Ionen in die Zellen einströmen, während Kalium-Ionen aus den Zellen austreten. Die Bewegung der Ionen verändert die Spannung der Zelle, wodurch ein Nervenimpuls ausgelöst wird.

 

Sowohl ein zu niedriger als auch ein zu hoher Blutspiegel an Kalium (bzw. Gehalt innerhalb der Zellen) kann sich auf die Erregbarkeit von Nervenzellen und Muskelzellen auswirken und damit auch die Kontraktionsfähigkeit der Muskulatur, einschließlich des Herzmuskels beeinflussen.

 

Der Körper besteht zu etwa 60 % aus Wasser. 40 % dieses Wassers befindet sich im Inneren der Zellen und wird als intrazelluläre Flüßigkeit bezeichnet.

 

Der Flüssigkeitsgehalt im Zellinneren und außerhalb der Zellen (Gewebeflüssigkeit, Blut, Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit) wird im Wesentlichen von der Konzentration der Elektrolyte beeinflusst.

 

Kalium ist der Hauptelektrolyt im Zellinneren und bestimmt daher die Menge an Wasser in den Zellen. Umgekehrt ist Natrium der Hauptelektrolyt im extrazellulären Raum und bestimmt damit die Menge an Wasser außerhalb der Zellen. Liegt also beispielsweise ein Mangel an Kalium oder ein Überschuss an Natrium vor, so kann dies den Flüßigkeitshaushalt der zellen negativ beeinträchtigen und gleichzeitig den Blutdruck erhöhen.

 

Schätzungen zufolge leiden etwa 30 Millionen Deutsche unter hohem Blutdruck.

 

Bluthochdruck ist ein wichtiger Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, der weltweit häufigsten Todesursache.

 

Eine kaliumreiche Ernährung kann dabei helfen, den Blutdruck zu senken, da sie den Körper bei der Ausscheidung überschüssigen Natriums unterstützt.

 

Hier finden Sie Kaliumcitrat:

 

 

Eine kaliumreiche Ernährung schützt nicht nur vor Bluthochdruck, sondern auch vor dem Auftreten von Schlaganfällen.

 

Osteoporose ist eine häufige Erkrankung der Knochen, die durch eine abnehmende Knochendichte und erhöhte Brüchigkeit der Knochen gekennzeichnet ist. Studien zeigen, dass eine kaliumreiche Ernährung zur Vorbeugung von Osteoporose beitragen kann, indem sie den Calciumverlist des Körpers über den Urin verrtingert.

 

Calcium ist ein häufig vorkommender Mineralstoff in Nierensteinen. Da eine kaliumreiche Ernährung den Calciumgehalt im Urin senkt, wird dadurch auch das Risiko für Nierensteine vermindert.

 

Kaliumsalze wurden schon historisch zur Ausschwemmung von Wassereinlagerungen im Körper eingesetzt.

 

Die Wirkung soll darauf beruhen, dass der Mineralstoff die Ausscheidung von Natrium unterstützt und die Urinproduktion anregt.

 

Darüber hinaus spielt das Mineral eine wichtige Rolle bei der Regulation des Säure-Basen-Gleichgewichts und ist als Cofaktor (Hilfsstoff) von Enzymen an der Eiweißbildung beteiligt.

 

Ein starker Mangel des Mineralstoffs (auch akuter Mangel genannt) wirkt sich vor allem auf die Muskulatur und das Nervensystem aus. Symptome eines akuten Kaliummangels können somit die folgenden sein: Muskelschwäche, Muskelkrämpfe, starke Müdigkeit, Verstopfung und Herzrhythmusstörungen.

 

Wenn Sie an Herzinsuffizienz oder Vorhofflimmern leiden, kann der Mineralstoff die Beschwerden verschlimmern.

 

Viele Blutdruckmedikamente - insbesondere die häufig verschriebene Klasse der Diuretika (Medikamente, die die Urinproduktion stimulieren) - können den Kaliumspiegel beeinflussen.

 

Doch während einige Diuretika den Spiegel senken, haben andere den gegenteiligen Effekt. Und bestimmte ACE-Hemmer wie z. B. Ramipril können den Spiegel des Minerals ebenfalls erhöhen. Dies gilt auch für gängige Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Naproxen.

 

Als ganz sicher gilt ein Elektrolytkomplex von Effective Nature, ebenfalls über den oben genannten Link zu bekommen. Diese Komplex beinhaltet neben Calcium, Magnesium und Natriumchlorid auch 2 Kaliumverbindungen in unbedenklicher Dosis.

 

Kalium erfüllt viele wichtige Funktionen im menschlichen Körper, wird jedoch oft nicht in ausreichender Menge aufgenommen. Die Forschung zeigt insbesondere Zusammenhänge zwischen einem Mangel an dem Mineralstoff und einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

 

Durch eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung mit einem hohen Anteil an Obst und Gemüse, kann der Bedarf des Mineralstoffs in den meisten Fällen gut über die Nahrung gedeckt warden.

 

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