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MEHR TESTOSTERON UND KRAFT MIT BOCKSHORNKLEE

vor 5 Tagen
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Bockshornklee zählt zu den Hormonpflanzen. Besonders Männer profitieren von den kleinen Samen, da sie den Testosteronspiegel erhöhen und Muskelaufbau fördern können.

 

Aber auch für Diabetiker ist der Bockshornklee hilfreich, da er den Blutzucker regulieren hilft.

 

Bei stillenden Frauen regt die Pflanze hingegen den Milchfluss an.

 

Bockshornklee (Trigonella foenum-graecum L.) ist eine einjährige Pflanze. Sie gehört zu den Leguminosen (Hülsenfrüchtlern) und wird in vielen Teilen der Welt als aromatisches Gewürz verwendet. 

 

Aufgrund seiner entzündungshemmenden und antioxidativen Eigenschaften wird der Bockshornklee aber auch als Heilpflanze insbesondere im Ayurveda und der chinesischen Medizin eingesetzt – meist die (gelben) Samen, seltener die Blätter oder die Wurzel.

 

Traditionelle Anwendungsgebiete sind die Einleitung der Geburt, die Förderung der Verdauung und die Regulierung des Hormonhaushalts – insbesondere bei Männern.

 

Oft wird die Pflanze bzw. ihr Samenextrakt aber auch „nur“ als allgemeines Stärkungsmittel zur Stoffwechselanregung und Optimierung der Gesundheit eingesetzt.

 

Bockshornklee enthält – wie jedes Samenkorn – viele Mineralstoffe und Vitamine. Zusätzlich besteht er zu 28 Prozent aus Schleimstoffen. Sein feines Aroma erhält er von ätherischen Ölen.

 

An sekundären Pflanzenstoffen finden sich darin vor allem Flavonoide, wie Quercetin, Apigenin und Luteolin, aber auch Saponine und Sapogenine. Die beiden letzteren gelten als die Hauptwirkstoffe der Pflanze. Dabei handelt es sich um sekundäre Pflanzenstoffe aus der Gruppe der Triterpene.

 

Auch die Steroidhormone Testosteron und die Östrogene gehören zu den Triterpenen – eine Gemeinsamkeit, die bereits auf die hormonähnliche Wirkung des Bockshornklees hinweisen könnte.

 

Zu den häufigsten Sapogeninen in der Pflanze gehören das Diosgenin und das Yamogenin. Besonders Diosgenin ist ein wichtiger Vorläuferstoff zur Bildung von Steroidhormonen, wie dem Testosteron.

 

Zahlreiche Studien bestätigen die hormonregulierende Eigenschaft des Bockshornklees bei Männern. Im Jahr 2011 etwa erhielten in einer kleinen Studie 30 Männer 6 Wochen lang täglich 600 mg eines Extrakts aus der Pflanze, wobei sich nach Ablauf der Studie bei den meisten Teilnehmern die Kraft, Libido und weitere Sexualfunktionen verbesserten.

 

Zwar liegen beide Hormone – Testosteron und Östrogene – sowohl bei Männern als auch bei Frauen vor, doch ist die Mengenverteilung verschieden. Interessanterweise kann der Östrogenspiegel junger Männer genauso hoch sein wie jener von jungen Frauen – allerdings nur, wenn die Frauen in der frühen Follikelphase sind, also in den ersten Tagen ihres Zyklus.

 

Um den Eisprung herum steigt er dann bis auf das 20-Fache, bevor er anschliessend wieder langsam abfällt.

 

Warum ein Mann dennoch ein Mann ist, liegt daran, dass sein Testosteronspiegel sehr viel höher ist als jener von Frauen, so dass das Testosteron die weibliche Wirkung des Östrogens aushebelt (und beim Mann der Östrogenspiegel natürlich auch nicht zyklusmässig steigt)

 

Da Östrogene aber nicht nur für das Weiblichsein wichtig sind, sondern u. a. auch für eine gute Knochen-, Gehirn- und Herz-Kreislauf-Gesundheit, brauchen auch Männer Östrogene. Sinkt nun aber im Laufe des Alters oder aufgrund von Krankheit oder Stress der Testosteronspiegel, kann es gleichzeitig mit dem Testosteronmangel zu einem relativen Östrogenüberschuss kommen, was vermieden werden sollte.

 

Denn ein sinkender Testosteronspiegel kann bei Männern zu vielen unerwünschten Symptomen führen:

 

Nachlassende Potenz und Libido, Erektionsstörungen, Gewichtszunahme, besonders am Bauch, Rückgang der Muskulatur, Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen, schlechter Schlaf, Neigung zum Metabolischen Syndrom (Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes, hohe Blutfettwerte) und Abnahme der Knochendichte (ist kein spürbares Symptom, aber eine mögliche Folge eines Testosteronmangels)

 

In einer Metaanalyse (Auswertung mehrerer Studien), die im Juli 2020 in Phytotherapy Research erschien, untersuchte man nun konkret den Einfluss von Bockshornklee auf den Testosteronspiegel.

 

In den vier ausgewerteten Studien wurde jeweils ein Extrakt aus den Samen eingesetzt, also nicht nur die pulverisierten Samen. In die Auswertung flossen nur hochwertige klinische Studien ein. Studien ohne Kontrollgruppen oder auch Studien, in denen der Extrakt mit anderen Mitteln kombiniert wurde, wurden nicht berücksichtigt.

 

Insgesamt nahmen 206 Teilnehmer an den Studien teil – 105 nahmen den Extrakt, 101 waren in den Placebogruppen. Es wurden in keiner Studie Nebenwirkungen bemerkt. In den Gruppen, die den Extrakt einnahmen,

stieg der Gesamttestosteronspiegel und auch das freie Testosteron im Serum signifikant im vergleich zur Placebogruppe.

 

Vermutlich können die Wirkstoffe der Pflanze die Aromatase hemmen, ein Enzym, das Testosteron zu Östradiol umwandelt. Auf diese Weise bleibt der Testosteronspiegel hoch und der Östradiolspiegel steigt nicht über Gebühr.

 

n Tier- und In-vitro-Studien zeigte Bockshornklee leberschützende Wirkung. War die Pflanze eingenommen worden, dann zeigten sich in diesen Studien nach Alkoholkonsum nicht die üblichen Leberschäden. Genauso soll die Pflanze Leberwerte bessern und beim Fettabbau helfen, wenn eine Fettleber vorliegt.

 

Schon im Jahr 2000 zeigte eine Studie, dass der Blutzucker 4 Stunden nach der Einnahme eines Samenpulvers um 14 % sank. Die Teilnehmer hatten 40 mg des Pulvers pro Kg. Körpergewicht eingenommen.

 

In einer klinischen Studie von 2015 mit Teilnehmern, die bereits an einer Diabetesvorstufe litten, ergab sich, dass die zweimal tägliche Einnahme von je 5 g Bockshornkleesamenpulver sehr gut den Blutzuckerspiegel regulieren konnte – sowohl den Nüchternblutzucker als auch den Blutzucker nach dem Essen (postprandialer Blutzucker). Ganz nebenbei sank auch der LDL-Cholesterinspiegel.

 

In der Gruppe, die kein Samenpulver zu sich nahm, war das Diabetesrisiko letztendlich um mehr als viermal höher, was heisst, dass in der Samenpulver-Gruppe im Laufe der dreijährigen Studie viel weniger Teilnehmer einen Diabetes entwickelten.

 

In einer Untersuchung mit Typ-1-Diabetikern, die allerdings schon aus dem Jahr 1990 stammt, erhielten die Teilnehmer zweimal täglich je 50 g des Samenpulvers (entfettet) zum Mittagessen und Abendessen. Nach 10 Tagen waren die Blutzucker- und LDL-Cholesterinwerte deutlich gesunken. Der Zuckergehalt des Urins nahm sogar um 54 Prozent ab.

 

Bockshornklee gilt in der indischen und chinesischen Volksheilkunde als wichtiges Mittel, um den Milchfluss bei stillenden Müttern anzuregen, wenn dieser nicht ausreicht. Dazu kann man die Samen auch mit Ingwer und Kurkuma kombinieren – wie in einer Studie von 2018 geschehen.

 

Oft erhöht sich die Milchmenge mit der Hilfe von Bockshornklee schon innerhalb von 24 bis 72 Stunden. Man vermutet, dass es die Phytoöstrogene und das Diosgenin in den Samen sind, die die Milchbildung anregen.

 

Bockshornklee wird in der Volksheilkunde noch bei vielen weiteren Beschwerden eingesetzt – wobei nicht immer auch entsprechend hochwertige Studien vorliegen:

 

Appetitreduktion und Cholesterinsenkung.

 

Da die Pflanze auch den Appetit reduzieren kann, müssten jene Personen damit vorsichtig sein, die sowieso an Appetitlosigkeit leiden und womöglich gerade versuchen, ein Untergewicht zu beheben.

 

Quellen:

 

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