MÖNCHSPFEFFER - EINE HEILPFLANZE GEGEN VIELE FRAUENLEIDEN, ASTHMA UND WECHSELJAHRESBESCHWERDEN
- agneskalaitzis
- 25. Aug. 2025
- 6 Min. Lesezeit

Mönchspfeffer kann bei Menstruationsschmerzen, PMS, den Wechseljahren und vielen weiteren Frauenbeschwerden helfen.
Die Heilpflanze reguliert auf sanfte Weise den Hormonhaushalt.
Die Früchte der Heilpflanze enthalten ätherisches Öl. Dessen Hauptbestandteil stellen die sogenannten Terpene dar, die zu den sekundären Pflanzenstoffen zählen und in Wasser nur sehr schwer löslich sind. Z. B.:
- Sabinen ist für den pfeffrigen Geschmack von Mönchspfeffer verantwortlich und wirkt gegen Entzündungen, Pilze und Mikroben
- 1,8-Cineol entfaltet in der Lunge und den Nebenhöhlen eine bakterizide und schleimlösende Wirkung und kann bei Asthma helfen
- alpha-Pinen wirkt antientzündlich sowie antimikrobiell, weitet bei niedriger Dosierung die Bronchien und wird in der traditionellen chinesischen Medizin gegen Krebs eingesetzt
Darüber hinaus stecken im Mönchspfeffer jede Mengte weitere sekundäre Pflanzenstoffe.
- Antioxidativ wirkende Flavonoide (z. B. Casticin)
- Adstringierende Gerbstoffe
- Diterpene
- Iridoide bzw. Iridoidglykoside wie Aucubin und Agnusid
Aucubin hat eine entzündungshemmende, reizmildernde sowie antibiotische Wirkung und ist z. B. auch im Spitzwegerichsaft enthalten, der aufgrund dieses Wirkstoffes nicht schimmelt. Agnusid wirkt ebenfalls gegen Entzündungen und außerdem krebshemmend.
Italienische Forscher von der >University of Messina haben im Jahr 2017 nachgewiesen, dass Mönchspfeffer die Neubildung von Blutgefäßen in Tumorzellen zu unterbinden vermag.
Eine Studie am Indian Institute of Integrative Medicine hat gezeigt, dass Agnusid die Immunabwehr positiv beeinflusst und bei der Behandlung von Arthritis hilfreich sein kann.
Dem Mönchspfeffer werden zahlreiche Heilwirkungen zugesprochen, doch nur einige Anwendungen gelten aufgrund entsprechender klinischer Studien als gesichert. Dazu zählen laut der Kommission E und der European Scientific Cooperative on Phytotherapy die folgenden:
- Prämenstruelles Syndrom (MS samt Reizbarkeit und Unruhezuständen
- Brustempfindlichkeit
- Menstruationsstörungen
- Menstruationsbeschwerden
Diese so unterschiedlichen Funktionen: Es ist im Verlauf der Schwangerschaft für das Wachstum der Brustdrüse und während der Stillzeit für die Milchsekretion verantwortlich, wobei in dieser Zeit auch der Eisprung unterdrückt wird. Darüber hinaus wirkt sich das Hormon auf die Psyche aus, dann es trägt dazu bei, dass Menschen und auch Tiere sich hingebungsvoll um ihren Nachwuchs kümmern (Brutpflege).
Prolaktin wird im Vorderlappen der Hypophyse (Hirnhanhangsdrüse) gebildet. Die Ausschüttung des Prolaktins aus der Hypophyse wird von verschiedenen anderen Hormonen und Botenstoffen beeinflusst. Östrogen beispoielsweise fördert die Ausschüttung (erhöht also den Prolaktinspiegel), Dopamin hemmt sie (senkt somit den Prolaktinspiegel).
Sind die Prolaktinwerte dauerhaft erhöht, obgleich weder eine Schwangerschaft vorliegt, noch ein Baby gestillt wird, kann dies zu gesundheitlichen Problemen führen. Es werden u. a. folgende Störungen und Krankheiten mit einem erhöhten Prolaktinspiegel in Verbindung gebracht:
- Hemmung des Eisprungs
- Unregelmäßige oder ausbleibende Menstruation
- Endometriose
- Unfruchtbarkeit
- Schilddrüsenunterfunktion
- Dopaminmangel
- Psychishe Erkrankungen
- Prolaktinom (gutartiger Tumor der Hypophyse)
- Östrogendominanz
- Bei Männern: Testosteronmangel, Impotenz, Libidostörungen
Zu niedrige Prolaktinwerten kommen vergleichsweise selten vor und können durch bestimmte Medikamente, die z. B. bei der Parkinson Krankheit verschrieben werden, verursacht sein oder auf eine Unterfunktion der Hypophyse hindeuten.
Mönchspfeffer hemmt die Prolaktin-Ausschüttung, da die in ihm enthaltenen Diterpene an die Dopamin-Empfangsstellen binden. Sie wirken somit dopaminähnlich, imitieren also die Wirkung von Dopamin. Laut einer Studie an der University of Göttingen wirkt die Heilpflanze in Bezug auf die Prolaktin-Hemmung sogar genauso gut wie Dopamin.
Allerdings agiert die Pflanze auf diese Weise nur, wenn er in Form von Extrakten und in hohen Dosen, z. B. 3 bis 4 mg. Eines Trockenextraktes eingesetzt wird.
Beim prämenstruellen Syndrom:
Der Begriff PMS umfasst zahlreiche Bescchwerden, die 4 bis 14 Tage vor dem Eintreten der Regelblutung auftreten. Dazu zählen diverse physische und psychische Symptome wie Krämpfe km Unterbauch, Kopf-, Brust- und Rückenschmerzen, Müdigkeit, Durchfall, Stimmungsschwankungen, Weinerlichkeit usw. Jede dritte Frau im gebärfähigen Alter ist regelmäßig davon betroffen. PMS wird u. a. mit einem Prolaktin-Überschuss in Verbindung gebracht.
Der Mönchspfeffer mit seiner prolaktinsenkenden Wirkung kann hier daher sehr hilfreich sein.
Wirkung bei prämenstrueller Dysphorie
Bei vielen Frauen geht ein prämenstruelles Syndrom auch mit psychischen Symptomen wie Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Angstzuständen und depressiven Verstimmungen einher. Wenn diese Symptome nun aber derart ausgeprägt sind, dass sie sogar zu Selbstmordgedanken führen, spricht man von einer prämenstruellen dysphorie (PMDD).
Die gute nachgewiesene Wirkung wird auch hier auf die Senkung des Prolaktinspiegels zurückgeführt.
Bei Regelschmerzen:
Nicht nur vor, sondern auch während der Menstruation leiden zahlreiche Frauen unter verschiedensten Beschwerden, wie krampfartigen Unterleibsschmerzen, Kopfschmerzen, Übelkeit und Völlegefühl bis hin zu Erbrechen und Durchfall.
Forscher vom Nenehatun Hospital in der Türkei haben nun bei Regelschmerzen die Effektivität einer Antibabypille mit der des Mönchspfeffers verglichen.
Die Wissenschaftler stellten in Bezug auf die Wirksamkeit keine Unterschiede zw. der Antibabypille und der Heilpflanze fest.
In diesem Fall ist die Heilpflanze die bessere Alternative, da das pflanzliche Mittel kaum zu Nebenwirkungen führt.
Bei Menstruationsstörungen:
Es gibt verschiedene Menstruationsstörungen: Blutungen können zu häufig oder zu selten auftreten, zu stark, zu schwach, zu lange oder zu kurz. Sie können auch ganz ausfallen.
Das PCOS gilt als die häufigste Ursache für Zyklusstörungen und Unfruchtbarkeit bei Frauen. Die Erkrankungen geht meist mit nur noch selten Menstruationsblutungen oder dem vollständigen Ausbleiben der Menstruation einher.
Männliche Geschlechtshormone überwiegen, während die typischen weiblichen Hormone (Östrogen, Progesteron) teilweise eher mangelhaft vorhanden sind.
Weitere Folgeerscheinungen sind starke Akne und depressive Verstimmungen.
Australische Forscher von der University of Western haben festgestellt, dass die herkömmliche schulmedizinische Behandlung oft zu wünschen übrig lässt und mit zahlreichen Nebenwirkungen einhergeht.
Sie haben deshalb 6 Heilpflanzen-Extrakte in Bezug auf ihre hormonelle Wirksamkeit auf den Prüfstand gestellt.
Es wurden 33 Studien analysiert.
Die Wissenschaftler kamen zum Schluss, dass sich der Mönchspfeffer beim PCOS, Menstruationsstörungen und einer erhöhten Produktion männlicher Hormone positiv auswirken kann.
Zyklus-Unregelmäßigkeiten können überdies nach dem Absetzen hormoneller Verhütungsmitttel auftreten oder die Folge einer Gelbkörperschwäche sein. Auch in diesen beiden Fällen kann mit Hilfe des Mönchspfeffers das hormonelle Gleichgewicht schneller wiederhergestellt werden.
Bei Unfruchtbarkeit:
Auch Kinderlosigkeit kann mit einer Gelbkörperschwäche zusammenhängen. Ein Überschuss an Prolaktin verhindert die Bildung des Hormons, wodurch sich der Gelbkörper nicht richtig entwickeln kann.
Mönchspfeffer wird schon lange bei Unfruchtbarkeit verwendet.
Beschwerden in den Wechseljahren:
Auch die Wechseljahre bringen für viele Frauen aufgrund der hormonellen Umstellung diverse Beschwerden mit sich, die als klimakterisches Syndorm bezeichnet werden. Dazu zählen z. B. Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Magen-Darm-Probleme, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen.
Kennzeichnend für die Wechseljahre ist nicht nur ein Absinken des Östrogenspiegels, sondern auch ein Absinken des Progesteronspiegels. Da letzterer oft stärker und schneller sinkt als der Östrogenspiegel kann sich eine Östrogendominanz entwickeln. Das bedeutet nicht, dass der Östrogenspiegel übermäßig hoch sein muss, sondern dass das Verhältnis zw. Östrogen und Progesteron nicht mehr im Gleichgewicht ist und im Verhältnis zum Progesteron zu viel Östrogen vorhanden ist.
Statt einer schulmedizinischen nebenwirkungsreichen Hormonersatztherapie könnte man auch hier versuchsweise den Mönchspfeffer einsetzten, der den aus den Fugen geratenen Hormonspiegel regulieren kann. Er senkt den Prolaktinspiegel, was eine Aktivierung der körpereigenen Progesteronproduktion nach sich zieht.
Infolgedessen wird die Östrogendominanz eingedämmt.
Hitzewallungen und Nachtschweiß:
Es kann darüber hinaus sinnvoll sein, verschiedene Heilpflanzen zu kombinieren, um eine bestmögliche Wirkung zu erzielen. Israelische Forscher vom Felsenstein Medical Research Center haben festgestellt, dass ein Pflanzenextrakt, bestehend aus Mönchspfeffer, Trauben-Silberkerze, Chinesische Engelwurz, Mariendistel, Rot- bzw. Wiesenklee und amerikanischem Ginseng die Beschwerden während der Wechseljahre deutlich abschwächen oder sogar zum Verschwinden bringen kann.
Mönchspfeffer in der Tiermedizin:
Mönschspfeffer zählt zu jenen Heilmitteln, die auch bei der Behandlung von Tieren – z. B. bei Fruchtbarkeits- oder Verhaltensstörungen (Aggressivität) – eine lange Tradition haben. Heute gilt die Pflanze insbesondere beim Cushing-Syndrom als alternatives Heilmittel. Davon betroffen sind insbesondere Pferde und Ponys, aber auch Hunde und Katzen.
Das CS ist eine Hormonstörung der Nebennierenrinde, die mit einem zu hohen Cortisolspiegel einhergeht. Es können die unterschiedlichsten Symptome auftreten, darunter Veränderungen des Haarkleides, Hufleiden, Sehnenentzündungen, Lethargie, Knochenprobleme und/oder auch ein depressives Verhalten.
Studien haben gezeigt, dass Mönchspfeffer eine interessante Alternative zu chemischer Medizin darstellt.
Ein gutes Mönchspfeffer Extrakt bekommen sie z. B. heier:
DA DIE PFLANZE AUF DIE SEXUALHORMONE EINFLUSS NIMMT, SOLLE SIE IN DER PUBERTÄT UND IN DER SCHWANGERSCHAFT NICHT EINGENOMMEN WERDEN.
DASSELBE GILT BEI VORLIEGENDEN KRANKHEITEN, DEREN VERLAUF VON GESCHLECHTSHORMONEN BEEINFLUSST WERDEN KANN, WIE Z. B. BRUSTKREBS UND TUMOREN DER HIRNANHANGSDRÜSE.
DES WEITEREN WIRD AUCH STILLENDEN FRAUEN DAVON ABGERATEN, DA EIN EXTRAKT AUS DER PFLANZE DIE MILCHPRODUZKTION SEKNEN KANN.
Quellen.
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Raifieian Kopael M et al, Systematic review of premenstrual, postmenstrual and infertility disorders of vitasx agnus castus, Electron Physician, Jan 2017
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Juergens UR ewt al., anti-inflammatory activitay of 1,8-cineol in bronchial asthma: a double blind placebo controlled trial, Respir Med, März 2003
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