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QUECKSILBER IM FISCH ALS RISIKOFAKTOR FÜR ALS

  • vor 6 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Wer gerne Fisch und Meeresfrüchte isst, erhöht offenbar sein Risiko, an ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) zu erkranken. Die Amyotrophe Lateralsklerose ist eine langsam fortschreitende Krankheit des Nervensystems.

 

ALS wird auch Lou-Gehrig-Syndrom genannt. Lou Gehrig war ein berühmter Baseballspieler, der 1941 im Alter von 38 Jahren an ALS verstarb. Bei ALS schaffen es die Nervenzellen nicht mehr, mit der Muskulatur zu interagieren. Frühe Symptome sind daher Muskelschwäche und Muskelzucken.

 

Im Laufe von Jahren führt die Krankheit zu immer mehr körperlichen Einschränkungen bis hin zu Lähmungen. Das Gehirn der Patienten ist nicht betroffen, so dass man mit ALS geistig völlig klar bleibt.

 

Stephen Hawking, der bekannte Physiker, war ein prominenter ALS-Betroffener. ALS wurde bei ihm mit 21 Jahren diagnostiziert. Im Laufe der Jahre wurde er fast vollkommen gelähmt und kommunizierte in den letzten 33 Jahren seines Lebens nur noch über einen Sprachcomputer. Er starb 2018 mit 76 Jahren.

 

In einer vorläufigen Untersuchung der American Academy of Neurologyentdeckten die Forscher einen Zusammenhang zwischen der

QUECKSILBERBELASTUNG IN FISCH UND MEERESFRÜCHTEN UND DEM RISIKO, AN ALS ZU ERKRANKEN.

 

Wer ab und zu Fisch in gemässigten Mengen konsumiere, sei jedoch vom erhöhten ALS-Risiko höchstwahrscheinlich nicht betroffen, so die Wissenschaftler in ihrer Studie, die 2017 beim jährlichen Meeting der American Academy of Neurology in Boston vorgestellt wurde.

 

Für die meisten Menschen gehört Fisch zu einer gesunden Ernährung", sagt Studienautor Dr. Elijah Stommel vom Dartmouth College in Hanover, New Hampshire/USA.

 

"Doch müssen wir uns natürlich die Frage stellen, welche Auswirkungen das nerventoxische Quecksilber in Fisch und Meeresfrüchten auf die menschliche Gesundheit haben kann."

 

Während die Ursachen von ALS noch nicht bekannt sind, zeigten bereits frühere Studien, dass Quecksilber an der ALS-Entstehung beteiligt sein könnte und eine Quecksilberbelastung daher zu den Risikofaktoren für ALS gehört. In vielen Ländern – und so auch in den USA und Europa – sind Fisch und Meeresfrüchte die wichtigsten Quecksilberquellen.

 

Für die vorliegende Studie überprüften die Forscher 518 Personen und ihre Ernährungsgewohnheiten. 294 der Studienteilnehmer litten an ALS, 224 waren gesund. Insbesondere die Menge des regelmässigen Fischverzehrs interessierte die Wissenschaftler, ferner die Art des verzehrten Fisches und ob dieser im Laden gekauft oder selbst gefangen war.

 

Auf diese Weise konnte man die Quecksilberaufnahme über den verzehrten Fisch einschätzen. Denn es gibt Fischarten, die bekanntlich besonders quecksilberreich sind (z. B. Schwertfisch, Hai, Fischstäbchen u. a.), während andere (Lachs, Sardinen) eher niedrige Quecksilberwerte aufweisen. Zusätzlich wurde die Quecksilberbelastung der Probanden anhand ihrer Fussnägel analysiert.

 

Es zeigten sich die folgenden Ergebnisse:

 

Teilnehmer mit der höchsten Quecksilberbelastung durch Fischverzehr hatten ein doppelt so hohes Risiko, an ALS zu erkranken wie Teilnehmer mit der niedrigsten Quecksilberbelastung.

 

Die Gruppe mit der höchsten Quecksilberbelastung durch Fischverzehr bestand zu einem grossen Teil aus ALS-Patienten und nur zu einem kleineren Teil aus gesunden Personen.

 

e höher die gemessene Quecksilberbelastung in den Fussnägeln war, umso höher war das Risiko, an ALS zu erkranken.

 

Die Studienautoren betonen, dass die genannten Ergebnisse natürlich nicht bedeuten, dass Fisch ab sofort keine gesundheitlichen Vorteile mehr habe. .

 

Weitere Quecksilberquellen sind Zahnfüllungen mit Amalgam und manche Impfstoffe, die auch heute noch Quecksilber enthalten können.

 

Quellen:

 

American Academy of Neurology, Mercury in fish, seafood may be linked to higher risk of ALS, ScienceDaily, 23. Februar 2017

 

American Academy of Neurology, Mercury in Fish, Seafood May Be Linked to Higher Risk of ALS, 20. Februar 2017

 

 
 
 

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