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URSACHEN UND MAßNAHMEN BEI POLYPEN


Nasenpolypen sind kleine Wucherungen der Nasenschleimhaut. Betroffene haben oft eine verstopfte Nase, häufig Nasennebenhöhlenentzündungen, Fliessschnupfen und immer wieder Kopfschmerzen. Die Schulmedizin bietet Cortison und Operationen. Aber selbst nach Operationen kehren die Nasenpolypen oft immer wieder zurück.

 

Nasenpolypen (Polyposis nasi) entwickeln sich meist recht langsam, so dass die Beschwerden zunächst gar nicht so auffallen.

Man gewöhnt sich daran, dass die Nase eben immer wieder verstopft ist und man durch den Mund atmen muss, dass Flüssigkeit den Rachen hinabläuft und man nachts zum Schnarcher geworden ist.

Irgendwann wird die Sache aber lästig – spätestens dann, wenn häufiger Nasennebenhöhleninfekte mit starken Kopfschmerzen auftreten, wenn man kaum noch etwas riecht und schmeckt, wenn die Atemprobleme auch Schlafstörungen mit sich bringen, sich sogar die Stimme verändert (man "näselt") oder womöglich die Nasenpolypen in der Nase so gross sind, dass man sie sehen kann.

Auch Kinder können an Nasenpolypen leiden. Besonders wenn Ihr Kind schnarcht, dauerhaft stark näselt und häufige Atemwegsinfekte hat, sollten Sie an Polypen in der Nase denken und diese abchecken lassen.

Nasenpolypen sind Wucherungen der Nasenschleimhaut. Sie wachsen oft aus einer der Nasennebenhöhlen in die Nasenhaupthöhle hinein und sind über einen Stiel mit der Nasenschleimhaut verbunden – daher die Bezeichnung Polyp. Denn die kleinen Wassertierchen sind ebenfalls mit einem Stiel an Ort und Stelle verankert.

Nasenpolypen entwickeln sich ausschliesslich aus einer chronisch entzündeten und geschwollenen Nasenschleimhaut. Kein Wunder, dass die Schulmedizin hier mit dem entzündungshemmenden und abschwellenden Cortison – meist in Sprayform – arbeitet.

Doch kann es auch hier etliche Tage bis manchmal Wochen dauern, bis eine Linderung spürbar wird. Von Dauer ist diese jedoch selten. Denn die Ursache der Entzündung wird dabei nicht berücksichtigt und somit auch nicht behoben.

 

Auffallend ist, dass insbesondere Allergiker (z. B. bei Heuschnupfen oder Hausstauballergie) und Asthmatiker Nasenpolypen entwickeln. Genauso zeigen sich Nasenpolypen gerne bei der sog. Schmerzmittelunverträglichkeit, wenn also die NSAID (Nicht-Steroidalen Entzündungshemmer) wie ASS (z. B. Aspirin), Diclofenac, Ibuprofen, Indometacin etc. nicht vertragen werden.

Auch Menschen mit Mukoviszidose leiden häufiger an Nasenpolypen.

Mukoviszidose ist eine angeborene Multisystem-Erkrankung, bei der die Schleimdrüsen einen zu dickflüssigen Schleim produzieren. Infolgedessen kommt es zu vielen Organstörungen – insbesondere der Atemwege, da der zu zähe Schleim nicht abtransportiert werden kann. Lungenentzündungen sind hier nicht selten.

Auch ist die Nasenschleimhaut der Betroffenen geschwollen und entzündet.

Genauso verhält es sich bei Heuschnupfen oder Asthma. Auch hier sind die Nasenschleimhäute entzündet und geschwollen – und genau das sind die Voraussetzungen für eine Polypenbildung.

Oft werden anatomische Besonderheiten als Risikofaktoren für Nasenpolypen genannt, wenn also beispielsweise die Verbindungskanäle zwischen den Nebenhöhlen und der Nasenhöhle zu eng sind. Dies allein ist jedoch noch lange kein Grund dafür, dass sich Nasenpolypen bilden.

Lassen sich die Nasenpolypen mit dem Cortisonspray nicht schrumpfen, greift die Schulmedizin zum Skalpell. Die Polypen werden dann chirurgisch entfernt, wobei meist auch die Verbindung zu den Nebenhöhlen erweitert wird, damit die Belüftung der Nebenhöhlen künftig besser gewährleistet ist.

Die OP ist nicht gerade einfach, leider häufig auch nicht nachhaltig. Denn bei 75 Prozent aller Operierten wachsen die Nasenpolypen in den ersten Jahren nach der Operation wieder nach.

Das ist auch kein Wunder, da ja die Ursache der Nasenpolypen nicht behoben wurde. Irgendetwas führt zu einer chronischen Entzündung der Nasenschleimhäute – und dieses Irgendetwas sollte zunächst gesucht werden.

 

Da man annimmt, dass die Mehrheit aller Nasenpolypen allergisch bedingt ist, gilt es zunächst, die jeweilige Allergie bzw. Unverträglichkeit herauszufinden. Ungünstig ist es nun aber, wenn man lediglich glaubt, Pollen- oder Hausstauballergien kämen hier in Frage.

Auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten können eindeutig zu chronischen Schleimhautentzündungen führen – allen voran die Milchunverträglichkeit. Hierbei muss es sich keinesfall um eine akute Milchallergie handeln.

Meist ist es vielmehr eine Milchproteinunverträglichkeit, die sich nicht immer durch einfache Allergietests nachweisen lässt. Auch Gluten oder viele anderen Problemstoffe (Allergene) können bei manchen Menschen zu chronisch entzündeten Schleimhäuten führen.

Denken Sie auch daran, bei Erkältungen nicht allzu häufig die üblichen Nasensprays zu verwenden. Diese können die Nasenschleimhäute auf Dauer angreifen, sie empfänglich für Entzündungen und somit auch für Nasenpolypen machen.

Zusätzlich kann eine insgesamt entzündungsfördernde Ernährung die chronische Entzündung der Nasenschleimhaut natürlich noch verstärken bzw. eine Heilung vereiteln. Daher ist es wichtig, die persönliche Ernährung aus entzündungshemmenden Lebensmitteln zusammenzustellen und gleichzeitig gezielt auch auf entzündungshemmende Nahrungsergänzungen zurückzugreifen.

Darüber hinaus wählt man Lebensmittel, die solche Vitalstoffe enthalten, die erstens natürlich ebenfalls entzündungshemmende Eigenschaften besitzen, zweitens das aufgeregte Immunsystem regulieren helfen (allergische Reaktionen haben ihren Ursprung in einem überaktiven Immunsystem) und drittens die Schleimhäute beruhigen, nähren und regenerieren helfen.

Die Ernährung kann also grossen Einfluss darauf nehmen, ob ein Mensch nun ein Kandidat für Nasenpolypen ist oder nicht. Aus diesem Grund stellen wir Ihnen nachfolgend die wichtigsten Massnahmen aus dem Bereich der Ernährung vor, die Ihre Anfälligkeit für Nasenpolypen deutlich mildern und bestehende Polypen schrumpfen lassen können.

 

Im November 2011 las man im American Journal of Rhinology and Allergy , dass bei Patienten mit chronischen Nasennebenhöhlenentzündungen und Nasenpolypen häufig eine Milchallergie beobachtet werden kann.

Man hatte für die entsprechende Studie 100 Blutproben auf Nahrungsmittelallergien untersucht. 50 der Blutproben stammten von gesunden Personen, die anderen 50 Blutproben von Patienten mit Nasenpolypen und immer wiederkehrenden Nasennebenhöhlenentzündungen.

In der Gruppe der Nasenpolypen-Patienten entdeckte man sechs mit einer Weizenallergie und sieben mit einer Milchallergie, während in der gesunden Gruppe zwar sieben ebenfalls eine Weizenallergie hatten, eine Milchallergie jedoch nicht gefunden werden konnte.

Kuhmilch sei daher eine der Ursachen für Nasenpolypen.

 

In früheren Studien hatte sich gezeigt, dass sogar bis zu 75 Prozent der Patienten mit Nasenpolypen, an einer Nahrungsmittelallergie litten.

 

Wenn Sie also gerne Milchprodukte essen, aber an Nasenpolypen leiden, testen Sie einmal eine milchfreie Ernährung, z. B. über einen Zeitraum von drei bis vier Monaten, besser länger. Viele Menschen sind vollkommen überrascht, wie gut sie sich plötzlich fühlen, wenn sie Milchprodukte vom Speiseplan streichen.

 

Viele Menschen leiden an einer Überempfindlichkeit gegen Gluten. Man spricht von der sog. zöliakieunabhängigen Glutensensitivität oder auch der glutensensitiven Enteropathie, worüber wir bereits am Ende dieser Seite berichtet haben: Glutensensitivität – Nicht länger Einbildung

Gluten ist das Protein in vielen Getreidearten, z. B. im Weizen, im Dinkel, im Roggen, in der Gerste etc. In der Schulmedizin anerkannt war bis vor kurzem nur die Zöliakie, eine meist angeborene autoimmune Glutenunverträglichkeit, bei der es zu Darmschleimhautentzündungen kommt, sobald glutenhaltige Lebensmittel verzehrt werden. Hier genügen meist schon Glutenspuren, um Symptome auszulösen (Durchfälle, Bauchkrämpfe etc.).

Während nun aber die Zöliakie nur einen kleinen Teil der Bevölkerung betrifft, sind die Zahlen bei der zöliakieunabhängigen Glutensensitivität sehr viel höher. Hier kann die Glutenunverträglichkeit chronische Entzündungsprozesse verstärken, das Immunsystem langfristig schwächen und so auch häufige Infekte und die Entstehung von Nasenpolypen fördern.

Gluten kann ferner die Entstehung von Allergien begünstigen, wie wir hier beschrieben hatten ( Gluten fördert Allergien), so dass das Gluten auch indirekt zu einer Nasenpolypenentstehung beitragen kann. Denn Allergien sind – wie oben erklärt – eine sehr häufige Ursache für Nasenpolypen.

Testen Sie daher bei Nasenpolypen immer auch eine glutenfreie Ernährung.

 

Milch und Weizen bzw. glutenhaltige Getreide sind natürlich nicht die einzigen Allergene, die zu Unverträglichkeiten und damit zu entzündeten Schleimhäuten führen können.

Auch andere potentielle Allergene sollten bei Nasenpolypen ausgeschlossen werden. So könnte beispielsweise auch eine Unverträglichkeit oder Allergie gegen Sojaprodukte, Eier oder Hefe vorliegen.

Andere weit verbreitete Allergene finden sich in Gestalt mancher Lebensmittelzusatzstoffe in vielen Fertigprodukten, wie z. B. Benzoate, Tartrazin, Mononatriumglutamat und Sulfit.

Benzoate sind Konservierungsstoffe, die beispielsweise in Softdrinks, Marmeladen, Senf, Fertigsaucen und vielen weiteren Lebensmitteln mehr eingesetzt werden dürfen.

Tartrazin ist ein synthetischer Farbstoff, der in etlichen verarbeiteten Industrieprodukten Einsatz findet, wie z. B. in Süssigkeiten, Bonbonbs, Chips, Frühstückszerealien, Instantsuppen, Saucen, Käse und sauer eingelegten Produkten.

Mononatriumglutamat ist ein Geschmacksverstärker, der gerne in der asiatischen Küche verwendet wird, aber auch immer häufiger in Gaststätten und Kantinen Einsatz findet.

Sulfit ist ein Konservierungsstoff, z. B. in Trockenfrüchten und Wein.

 

Quercetin ist ein sekundärer Pflanzenstoff aus der grossen Familie der Flavonoide. Der Stoff kommt in vielen pflanzlichen Lebensmitteln vor. Er gilt als leistungsfähiges Antioxidans und fängt freie Radikale ab.

 

Freie Radikale fördern Entzündungsprozesse, entstehen aber auch verstärkt durch Entzündungen, so dass sich hier schnell ein Teufelskreis entwickelt.

Als Radikalfänger wirkt Quercetin somit auch entzündungshemmend, eine Wirkung, die gerade bei der chronisch entzündeten Nasenschleimhaut mit Nasenpolypen äusserst willkommen ist.

Hier erhalten Sie Quercetin:

 

 

Ähnlich wichtig für eine entzündungshemmende Wirkung im Körper ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren. Nimmt man zu viele Omega-6-Fettsäuren zu sich, können diese entzündungsfördernd wirken. Omega-3-Fettsäuren hingegen sind für ihre entzündungshemmende Wirkung bekannt.

 

Natürlich sollte die Ernährung insgesamt vitalstoffreich gestaltet werden, damit das Immunsystem gestärkt und reguliert wird und auf diese Weise nicht mehr so anfällig für allergische Reaktionen oder Infekte ist.

Vitamin-C-reiche Lebensmittel, die gleichzeitig reichlich sekundäre Pflanzenstoffe besitzen, sind hier wichtig, wie z. B. Zitronen, Orangen, Kiwi , Beeren, Chilis, Brokkoli, Blumenkohl, Petersilie etc.

Beim Brokkoli haben wir zusätzlich hohe Sulforaphangehalte. Sulforaphan ist ein krebsfeindlicher, entzündungshemmender und antioxidativ wirksamer Pflanzenstoff, der offenbar auch das Immunsystem dahingehend beeinflusst, dass er eine TH-2-Dominanz dämpfen kann.

Diese TH-2-Dominanz (ein Ungleichgewicht des Immunsystems) liegt gerne bei Allergien vor – und da Allergien häufig die Ursache von Nasenpolypen sind, kann der Brokkoli hier gleichzeitig direkt und indirekt hilfreich sein.

Sulforaphan gibt es auch als Nahrungsergänzungsmittel in Kapselform unter der Bezeichnung Sulforaphan Brokkoliextrakt von effective natureund kann in dieser Form in höherer Dosis und Konzentration eingenommen werden.

 

Vitamin A ist ein sehr wichtiges Vitamin für die Schleimhäute. Es schützt die Schleimhäute und wird für ihre Regeneration benötigt. Darüber hinaus hemmt auch dieser Vitalstoff dank seiner antioxidativen Wirkung chronische Entzündungen. Vitamin A findet sich in Form von Beta-Carotin in vielen roten, orangenen, gelben und grünen Früchten und Gemüsen. Die Beta-Carotin-Spitzenreiter sind diese:

Karotten, Spinat, Grünkohl, Löwenzahn und andere Wildkräuter, Süsskartoffeln, Kürbis, Mango, Honigmelone und Aprikosen.

Bei Haut- und Schleimhautproblemen dürfen auch die B-Vitamine nicht vergessen werden. Ein Mangel dieser Vitamine führt direkt zu Hautproblemen und Störungen von Heilprozessen der Haut.

Gerade bei Nasenpolypen aber und einer chronisch erkrankten Nasenschleimhaut müssen alle Nähr- und Vitalstoff vorhanden sein, die zur Heilung der Schleimhaut benötigt werden.

 

Zwei weitere Vitalstoffe, auf die man bei Nasenpolypen sein Augenmerk richten sollte, sind Selen und Magnesium.

Magnesium gilt als Vitalstoff, der nie mangelhaft vorhanden sein sollte, da er für derart viele Körperfunktionen erforderlich ist und zudem entzündungshemmende Wirkung mit sich bringt.

Täglich sollten es 400 mg Magnesium sein, die Sie zu sich nehmen. Wenn Ihre Ernährung nicht genügend Magnesium liefert, greifen Sie zu einem Magnesiumpräparat. Details dazu finden Sie am Ende dieser Seite: Das richtige Magnesiumpräparat finden

Selen gilt als Spurenelement, das für körpereigene Entgiftungsenzyme unerlässlich ist und es daher dem Körper leichter macht, freie Radikale und andere bei Entzündungen anfallenden Abfallstoffe problemlos auszuleiten.

Hervorragende Selenquellen sind Paranüsse. Einheimische Gemüse und Getreide sollen eher selenarm sein, da die Böden in Europa nicht so gut mit Selen versorgt sind wie etwa jene in Nord- oder Südamerika.

Wer Paranüsse nicht mag, kann auf ein Selenpräparat zurückgreifen, wie z. B. auf Selenhefe oder das anorganische Natriumselenit. Bei letzterem muss man jedoch darauf achten, dieses nicht zeitgleich mit Vitamin C einzunehmen, da das Vitamin die Selenverbindung inaktivieren würde.

Manchmal wird die Ananas als hilfreiches Lebensmittel gegen Nasenpolypen empfohlen. Das liegt an ihrem Bromelain-Gehalt. Bromelain ist ein entzündungshemmendes Enzym, das gerne zur schnelleren Heilung nach OPs oder Sportverletzungen sowie bei Gelenkbeschwerden genommen wird.

Auch als Mittel zur Abschwellung bei Nasennebenhöhlenproblemen ist das Bromelain bekannt. Allerdings reicht die Bromelainmenge in der Ananas sehr wahrscheinlich nicht aus, um eine tatsächlich spürbare Wirkung bei Nasenpolypen zu erleben.

Unter oben genanntem Link bekommen Sie auch Bromelain Kapseln

 

Bei Erkältungen und Atemwegsinfekten werden gerne Zubereitungen aus Kreuzblütengewächsen empfohlen, z. B. Meerrettich, Kresse oder Senf.

Sie reinigen die Atemwege, wirken antiseptisch, entzündungshemmend und abschwellend. Für die entzündete und geschwollene Nasenschleimhaut sind diese Lebensmittel bzw. Zubereitungen daraus somit ideal.

Probieren Sie das natürliche "Penicillin", das nicht nur Meerrettich, sondern auch Kurkuma enthält, so dass Sie auf diese Weise gleich zwei starke Heiler auf einmal zu sich nehmen können.

 

urkuma ist DER Entzündungshemmer schlechthin. Im Ayurveda wird die gelbe Wurzel schon seit Jahrhunderten bei Krankheiten aller Art eingesetzt. Inzwischen gibt es Kurkuma auch bei uns immer häufiger frisch zu kaufen, so dass Sie selbst zu Hause die Wurzel immer frisch in Ihre Speisen und Getränke reiben können.

Besonders praktisch ist an Kurkuma, dass die Wurzel nicht nur entzündungshemmend wirkt, sondern auch entgiftend, antibakteriell sowie leber- und darmregenerierend. Bei Nasenpolypen hilft nicht nur die entzündungshemmende Wirkung, sondern auch die abschwellende und antioxidative Wirkung von Kurkuma.

Gerne wird geraten, zweimal täglich die sog. goldene Milch zu trinken – eine Mischung aus Kuhmilch, Honig, Ingwer, Kurkuma und anderen Gewürzen.

Bekannt ist längst, dass Allergien oder allergische Reaktionen ihren Ursprung in einer geschädigten Darmflora und einer nicht mehr intakten Darmschleimhaut haben können. Darüber hinaus weiss man, dass ein Grossteil des Immunsystems im Darm lokalisiert ist und der Darm somit enormen Einfluss auf den Rest des Körpers hat.

Je gesünder nun der Darm und die Darmschleimhaut, umso gesünder sind auch die Schleimhäute im übrigen Körper. Bei Allergien, Autoimmunerkrankungen und geschwächtem Immunsystem sollte daher der Darm im Mittelpunkt der Therapie stehen. Wie eine Darmsanierung durchgeführt wird, haben wir in unserer Anleitung zur Darmreinigung erklärt.

Falls Sie noch keine Zeit für eine komplette Darmsanierung haben sollten, starten Sie mit dem Aufbau der Darmflora.

Unter oben genanntem Link finden Sie Progiotika.

 

Denken Sie ausserdem immer daran, ausreichend Wasser zu trinken. Wasser ist nötig, um die Schleimhäute regelmässig mit genügend Feuchtigkeit zu versorgen. Nur so können sie den benötigten Schutzschleim bilden (der Allergene von aussen abhält) und darunter heilen.

Als allgemeine Regel gilt, dass man täglich 6 bis 8 250-ml-Gläser Wasser trinken sollte, also 1,5 bis 2 Liter. Eine andere Regel besagt, 30 ml Wasser pro Kilogramm Körpergewicht zu trinken, was in etwa auf dieselbe Menge hinausläuft.

Wichtig ist, dass es tatsächlich einfach nur Wasser ist und nicht etwa eine Apfelsaftschorle, eine Limonade oder womöglich alkoholische Getränke. Bier und Wein zählen daher ebenfalls nicht zu den Wasserlieferanten.

 

Natürlich kann man auch äusserlich sehr viel tun, um die entzündete und geschwollene Nasenschleimhaut zu beruhigen. Selbstverständlich sollten zunächst die typischen Reize für die Atemwege vermieden werden, wie z. B. das Rauchen, Dampfen, Einatmen von Abgasen oder sonstigen Reizstoffen.

Ferner beruhigen regelmässige Nasenspülungen mit einer Salzlösung die Nasenschleimhaut. Sie wirken antiseptisch und befeuchten die meist trockene Schleimhaut. Dazu stellt man eine gesättigte Solelösung her, wozu man so viel Salz in ein Glas warmes Wasser rührt, bis die Lösung gesättigt ist, was bedeutet, dass sich irgendwann kein Salz mehr auflösen wird und am Boden des Glases liegen bleibt. Dann führt man zwei- bis dreimal täglich mit dem Nasenspülkännchen eine Spülung durch oder tropft sich die Lösung mit einer Pipette in die Nase. Sobald die Flüssigkeit in der Nase ist, zieht man diese hoch, so dass sie sich auch in der Nase und den Nebenhöhlen verteilen kann.

 

Auch Inhalationen mit Eukalyptus- oder Thymianöl können hilfreich sein.

 

Zusammenfassend können bei Nasenpolypen somit die folgenden Massnahmen eingesetzt werden:

Optimieren Sie Ihre Ernährung! Finden Sie heraus, ob Sie Nahrungsmittelallergien oder -unverträglichkeiten haben! Meiden Sie die für Sie unverträglichen Lebensmittel, z. B. Milchprodukte, Weizen, glutenhaltige Lebensmittel o. ä.

Essen Sie reichlich Lebensmittel mit Quercetin: Zwiebeln, Salate, Äpfel, Dill, Liebstöckel, Kapern etc. Greifen Sie zu den scharfen Kreuzblütengewächsen unter den Gemüsen, z. B. Meerrettich, Kresse, Senf etc.

Stärken Sie Ihr Immunsystem mit Vitamin-C-reichen Lebensmitteln. Kümmern Sie sich um ausreichend Vitamin A, den Vitamin-B-Komplex, Selen und Magnesium.

Trinken Sie genügend Wasser! Sorgen Sie für ein gutes Omega-6-Omega-3-Verhältnis. Nehmen Sie Bromelain-Tabletten und Sulforaphan als Nahrungsergänzung ein.

Geniessen Sie regelmässig Kurkuma, z. B. in einer veganen goldenen Milch. Führen Sie eine Darmsanierung durch oder bauen Sie wenigstens eine gesunde Darmflora auf.

Spülen Sie die Nase häufiger mit einer Salzlösung und inhalieren Sie ätherische Öle von z. B. Thymian.

Quellen:

 

Lill C et al., Milk allergy is frequent in patients with chronic sinusitis and nasal polyposis. Am J Rhinol Allergy, November 2011

 

Pacor ML et al., [Nasal polyps and food intolerance: is there any correlation]. Juli 1989, Recenti Prog Med

 

Bttner L et al., Efficacy and tolerability of bromelain in patients with chronic rhinosinusitis--a pilot study. B-ENT, 2013

 

Weng Z et al., Quercetin is more effective than cromolyn in blocking human mast cell cytokine release and inhibits contact dermatitis and photosensitivity in humans. PloS One, 2012

 

Nishimuro H, Ohnishi H, Sato M, et al. Estimated daily intake and seasonal food sources of quercetin in Japan. Nutrients . 2015;7(4):2345-2358. Published 2015 Apr 2. doi:10.3390/nu7042345

 

 

 

 
 
 

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