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WAS KANN ICH BEI GELENKSCHMERZEN TUN


Gelenkschmerzen sind sehr schmerzhaft, mindern die Beweglichkeit und damit auch die Lebensqualität. In der Schulmedizin wird bei Schmerzen im Gelenk vorwiegend auf Medikamente gesetzt, die aber mit diversen Nebenwirkungen einhergehen und vor allem in der Kombination untereinander oft nicht gut vertragen werden.

 

Kaum jemand weiss, dass auch bei Gelenkschmerzen eine Ernährungsumstellung in Kombination mit einfachen Hausmitteln und gezielt eingesetzten Nahrungsergänzungsmitteln zu erstaunlichen Erfolgen führen kann.

 

Das Knie schmerzt beim Auftreten, die Schulter scheint irgendwie steif oder die Hüfte macht Probleme: Gelenkschmerzen sind immer häufiger und betreffen längst nicht mehr nur Senioren oder Sportler.

Die Ursache ist in unserem modernen Lebensstil zu suchen. Bewegung ist nicht mehr selbstverständlich und viele Menschen verbringen den ganzen Tag am Schreibtisch.


Doch auch wer körperlich arbeitet, tut sich nicht immer Gutes, belastet den Bewegungsapparat häufig nur einseitig und stresst infolgedessen seine Gelenke. Ähnliches gilt auch für manche Arten des Fitnesstrainings.


Die Folge: Ungenutzte Muskelgruppen verkümmern, der Bewegungsapparat wird insgesamt geschwächt und es kommt zu einer ungesunden Körperhaltung mit Muskelverspannungen und Gelenkproblemen.

Diese wiederum verursachen Schmerzen. Automatisch nimmt man eine Schonhaltung ein. Jetzt aber werden andere Muskeln und Gelenke des Körpers überbelastet und auch diese beginnen nun zu schmerzen.


Wer dann auch noch an Übergewicht leidet, wird seine Gelenkschmerzen so schnell nicht wieder los – es sei denn, er oder sie ändert etwas. Ansonsten können sich weitere Probleme, wie z. B. eine Bakerzyste oder irreparable Meniskusschäden einstellen.

 

Wichtig ist, dass Schmerzmittel bei Gelenkentzündungen und allgemein bei Beschwerden am Bewegungsapparat nur eingeschränkt - und vor allem nicht auf Dauer - zu empfehlen sind.

Wenn es gar nicht anders geht, können Betroffene einige Tage lang ein Medikament einnehmen. Das bekämpft jedoch nicht die Ursachen, sondern hebelt einfach nur die Schmerzmechanismen aus.


Dabei ist Schmerz, so unangenehm er auch ist, eigentlich etwas Sinnvolles. Er zeigt uns an, dass im Körper etwas nicht stimmt. Wenn man ihn jedoch medikamentös "ruhig stellt" und danach weitermacht wie bisher, bleibt die eigentliche Schmerzursache bestehen.


Sobald man das Medikament absetzt, kommt der Schmerz zurück. Irgendwann hilft das Mittel in der ursprünglichen Dosis nicht mehr, man nimmt höhere Dosen und rutscht schnell in eine Tablettenabhängigkeit.


Cortisoninjektionen sorgen ebenfalls für eine kurzfristige Linderung. Da sie die körpereigene Reaktion auf die Entzündungsursachen aber nur unterdrücken und mit der Spritze auch Krankheitserreger in das betroffene Areal gelangen können, sind sie mit äusserster Vorsicht zu geniessen.

 

Der Kohlwickel ist eine uralte Heilmethode, die bei Gelenkschmerzen hilft, z. B. bei Arthrose oder Rheuma.

 

Bei akuten Gelenkschmerzen sollte der Kohlwickel ein Mal pro Tag angewandt werden – am besten ist es, ihn über Nacht einwirken zu lassen.

 

Beinwell wirkt bei Gelenkschmerzen schmerzstillend, entzündungshemmend und abschwellend.

 

Astaxanthin ist ein natürlicher Farbstoff in manchen Meeresalgen, Meeresfrüchten oder auch im Lachs. Es handelt sich um ein leistungsstarkes Antioxidans, das chronische Entzündungsprozesse lindern und Gelenkschmerzen reduzieren kann.


Selbst Menschen, die seit Jahrzehnten an Arthrose oder Arthritis leiden, können durch die Einnahme von Astaxanthin viel zu ihrem Wohlbefinden beitragen.

Methylsulfonylmethan – kurz MSM – ist eine organische Schwefelverbindung, die sich besonders positiv auf die Gelenkgesundheit auswirkt.

 

DMSO steht für Dimethylsulfoxid. Es handelt sich um ein frei verkäufliches Mittel (Apotheke), das man in Form von Cremes oder Gels auf die schmerzende Stelle geben kann. DMSO wirkt entzündungshemmend, so dass es die Bildung schmerzverursachender Botenstoffe unterdrückt.

DMSO darf jedoch nur kurzfristig angewendet werden, also bei akuten Schmerzen, während MSM auch langfristig genommen werden kann - sowohl innerlich wie auch äusserlich. MSM ist ein Abbauprodukt von DMSO, weshalb wir letzteres an dieser Stelle erwähnen.

Die Afrikanische Teufelskralle (Harpagophytum procumbens) wirkt entzündungshemmend und schmerzstillend.


Die Wurzel dieser Heilpflanze ist somit ein bewährtes Heilmittel bei Arthrose, Rheuma und degenerativen Erkrankungen des Bewegungsapparates – die Beweglichkeit der Gelenke wird gefördert

Und die Gelenkschmerzen wrden gemindert.


Weihrauch ist eine vielseitige Heilpflanze, die mitunter bei Gelenkschmerzen wahre Wunder vollbringt – Boswellia serrata gilt als die wirksamste Weihrauchart.


In klinischen Untersuchungen konnte bei Patienten mit rheumatoider Arthritis durch eine Behandlung mit Weihrauchsalbe ein Rückgang der Schwellung, der Gelenkschmerzen und der Gelenksteifigkeit von bis zu 70 Prozent festgestellt werden.


Die Weihrauchsalbe wird aber auch bei Arthrose und Rheuma sowie bei Knochenbrüchen und Psoriasis erfolgreich eingesetzt.


Denken Sie überdies daran, dass Sie auch durch die Ernährung Ihre Gelenkgesundheit positiv beeinflussen können.


Inhaltsstoffe in tierischen Produkten wie Fleisch, Eiern und Milcherzeugnisse können Entzündungen auslösen und damit Gelenkschmerzen verschlimmern.

 

Allen voran sei die Arachidonsäure als «Urstoff der Entzündung» genannt, die entzündliche Prozesse im ganzen Körper fördert.

 

In zahlreichen wissenschaftlichen Studien konnte nachgewiesen werden, dass Omega-3-Fettsäuren anti-entzündliche Eigenschaften besitzen und z. B. auf die Gelenkschmerzen einer Arthritis eine äußerst positive Wirkung haben.

 

Zu den entzündungshemmenden Lebensmitteln zählen ausserdem Zwiebeln, Knoblauch und Kirschen. 

 

Auch eine Übersäuerung kann Entzündungen verursachen oder verschlimmern

 

Patienten mit schmerzenden Gelenkerkrankungen wie der Rheumatoiden Arthritis weisen oft eine sehr niedrige Konzentration wichtiger Spurenelemente wie Kupfer oder Eisen im Blut auf.

Als besonders charakteristisch gelten die niedrigen Zinkwerte.


Das liegt mitunter daran, dass viele Rheumamedikamente zu einem Zinkmangel führen. Besonders viel Zink enthalten Nüsse, Haferflocken, Linsen und weisse Bohnen.


Wenn Sie chronische Gelenkschmerzen haben, sollten Sie Ihren Körper durch eine ausreichende Zufuhr von Zink in Form eines natürlichen Nahrungsergänzungsmittels zusätzlich unterstützen, da mit der Nahrung ein einmal bestehender Mangel nur sehr langsam behoben werden kann.


Das Vitamin E wird nicht ohne Grund als Gelenkschutz-Vitamin bezeichnet. Wenn Sie unter entzündlichen Gelenkerkrankungen mit Gelenkschmerzen leiden, können Sie sich die entzündungshemmende Wirkung von Vitamin E zunutze machen.


Des Weiteren ermöglicht die Einnahme von Vitamin E häufig, dass der Patient die Dosis der üblicherweise verordneten Rheuma-Medikamente reduzieren kann.


Vitamin E ist vor allem in Pflanzenölen (insbesondere im Weizenkeimöl) und Nüssen enthalten – die empfohlene Tagesmenge liegt etwa bei 12-24 mg. So reichen beispielsweise 25 g Mandeln und 2 EL (20 g) Weizenkeimöl aus, um die empfohlene Tageszufuhr an Vitamin E zu decken.

 

Ein starkes Immunsystem kann Entzündungen im Körper verhindern und wirkungsvoll bekämpfen. Dafür ist eine gesunde Darmflora unerlässlich, denn sie wird auch als "Sitz des Immunsystems" bezeichnet.

Um die Darmflora zu stärken, ist eine ballaststoffreiche Ernährung wichtig. Zucker und andere isolierte Kohlenhydrate (Back- und Teigwaren aus hellen Mehlsorten, weisser Reis, Stärke) sollten hingegen nur selten auf dem Speiseplan stehen.

 

Zusätzlich greift man zu hochwertigen Probiotika. Dabei handelt es sich um eine Kombination nützlicher Bakterienstämme, die in einer gesunden Darmflora vorhanden sein sollten.

 

Probiotika wirken überdies nachweislich entzündungshemmend.

Mit "Probiotika" sind hier nicht die sogenannten "probiotischen" Produkte aus dem Milchregal im Supermarkt gemeint, sondern hochwertige Nahrungsergänzungsmittel in Kapsel- oder Flüssigform (z. B. Combi Flora), die auch dann eingesetzt werden, wenn die Darmflora beispielsweise nach einer Antibiotikatherapie saniert werden soll.

 

Auch die beiden Heilpilze Cordyceps und Reishi können mit ihrem entzündungshemmenden Potential bei Arthrose die Schmerzen erträglicher machen. Gerade der Cordyceps ist längst als Leistungssteigerer für Sportler und damit als wohltuendes Elixier für den Bewegungsapparat bekannt.

 

Ein geschulter Physiotherapeut erkennt schnell, wo im Bewegungsapparat Über- und Fehlbelastungen sichtbar werden. Mit gezieltem Training können Betroffene diesen Entwicklungen gegensteuern.

Möglicherweise sind auch Schuheinlagen oder andere Hilfsmittel empfehlenswert, um den Körper wieder ins Gleichgewicht zu bringen.


Sport ist bei Gelenkproblemen zwar sinnvoll, sollte aber unter professioneller Aufsicht erfolgen. Das kann etwa ein zertifizierter Fitnesstrainer sein, der in einem Vorgespräch über sämtliche Beschwerden informiert werden muss.


Sportarten wie Jogging belasten die Gelenke sehr stark. Besser geeignet sind etwa Nordic Walking oder – optimal bei Gelenkproblemen – schwimmen und Wassergymnastik! Im Wasser trainieren Sie zwar die Muskulatur, belasten die Gelenke jedoch wesentlich weniger als "an Land". Studien haben festgestellt, dass wenige Minuten Bewegung hilfreich sind.

Doch gibt es auch wasserferne Sportarten, welche die Gelenke schonen.


Das Schwingen auf dem Trampolin ist in diesem Sinne nicht nur ein optimales Training für die Balance, sondern stärkt durch das Auf und Ab auch die Rückenmuskulatur, ohne dabei die Gelenke zu belasten.

Zum täglichen Training sollten auch Übungen gehören, die verklebte Faszien wieder lösen. Denn diese bindegewebige Hülle umgibt alle Körperstrukturen, auch die Gelenke. Sind die Faszien verklebt und verhärtet, kann dies zu Schmerzen führen, obwohl auf dem Röntgenbild alles in Ordnung sein mag. 

 

 

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