APFELESSIG AKTIVIERT NICHT NUR DEN STOFFWECHSEL
- vor 6 Stunden
- 5 Min. Lesezeit

Apfelessig enthält er die Vitamine und Mineralstoffe des Apfels, nämlich Beta-Carotin, Folsäure, die Vitamine B und Vitamin C sowie Kalium, Magnesium, Eisen und Spurenelemente. Doch um in deren Genuss zu kommen, könnte man auch gleich einen Apfel essen oder den frisch gepressten Saft daraus trinken.
Apfelessig hilft zu allererst bei der Verdauung, indem er die Bildung von Verdauungssäften anregt und schon allein auf diese Weise die Verdauung verbessert.
Sodbrennen bessert sich in manchen Fällen (wenn Magensäuremangel die Ursache war) und der Gang zur Toilette lässt – bei bestehender Verstopfung – nicht mehr auf sich warten.
Andererseits reguliert Apfelessig den Blutzuckerspiegel (siehe Punkt „-blutzuckerspiegel sinkt“), verhindert daher Blutzuckerschwankungen und folglich auch Unterzuckerphasen, die sich meist in Form von Heißhungerattacken bemerkbar machen.
Ein häufig hoher Blutzuckerspiegel führt außerdem allzu oft zu einem chronischen Insulinhoch. Ein hoher Insulinspiegel jedoch hemmt regelrecht den Abbau von Fettgewebe – man bleibt wohlbeleibt und nimmt (trotz vermeintlich eiserner Diät) kein Gramm ab. Sobald ein zu hoher Insulinwert wieder zur Norm zurückfindet, können die Pölsterchen endlich auch wieder schmelzen.
Bei Diabetes steht der Blutzuckerspiegel natürlich im Mittelpunkt des Alltags.
In einer Studie mit Typ-2-Diabetikern bzw. mit Menschen, die unter einer Insulinresistenz (Anfangsstadium des Diabetes) litten, testete man daher ganz konkret die Wirkung des Apfelessigs auf den Blutzuckerspiegel.
Der Apfelessig hat für Diabetiker noch ein weiteres Bonbon auf Lager:
ER kann auch den HbA1c – Wert senken.
Dieser Wert gilt als Maß für den so genannten Langzeit-Blutzucker
und gibt den Prozentsatz der verzuckerten Hämoglobinmoleküle im Blut an (Hämoglobin = Blutfarbstoff). Während die herkömmliche Messung des Blutzuckers nur den aktuellen Glucosespiegel des Blutes wiedergibt, zeigt der HbA1c-Wert den durchschnittlichen Blutzuckerwert der letzten acht Wochen an.
Hier nützt es also gar nichts, mal eben zwei Diättage vor der ärztlichen Blutzuckerkontrolle einzuschieben, da sich im HbA1c-Wert die Ernährungssünden der letzten zwei Monate zeigen. Der HbA1c-Wert nun sollte sich bestenfalls – je nach Bestimmungsverfahren– zwischen 4 und 6 Prozent befinden. Bei Diabetikern jedoch liegt er meist weit über 7 oder 8 Prozent, so dass eines der üblichen Diabetiker-Ziele die Reduzierung des HbA1c-Wertes darstellt.
In einer Studie aus dem Jahr 2007 zeigte sich nun (an Ratten), dass sich zwar der Nüchternblutzuckerspiegel nicht besonders änderte, doch sanken in der Diabetiker-Gruppe die HbA1c-Werte nach einer vierwöchigen Apfelessig-Einnahme ganz signifikant. Zusätzlich war der Essig bei betreffender Versuchsreihe in der Lage, den Triglyceridspiegel (Blutfettspiegel) zu senken und gleichzeitig den HDL-Cholesterinspiegel (gutes Cholesterin) zu erhöhen.
Doch auch Nicht-Diabetiker profitieren von der Anti-Cholesterinwirkung des Essigs. So erlebten in besagter Versuchsreihe auch die diabetesfreien Probanden unter Einfluss des Essigs nicht nur – wie die Diabetikergruppe – eine Steigerung des HDL-Cholesterinspiegels, sondern außerdem einen Abfall des LDL-Cholesterinspiegels (schlechtes Cholesterin).
Vergessen Sie aber nie, dass eine gleichzeitig vitalstoffreiche Ernährung ohne herkömmliche Fertigprodukte grundsätzlich empfehlenswert ist und womöglich überhaupt erst die gesunde Basis dafür schafft, dass der Essig – auf allen Ebenen – noch besser wirken kann.
Im Apfelessig steckt ferner ein Stoff, der eine Krebs bekämpfende Wirkung mit sich bringt. Es handelt sich um das sog. „medium-sized alpha-glycan“ (NMalphaG), das zu den Homoglykanen und damit wiederum zu den Polysacchariden (Mehrfachzuckern) zählt.
In einer japanischen Studie vom September 2007 stellte man fest, dass das NMalphaG ausschließlich bei der FERMENTATION VON ÄPFELN ENTSTEHT,
bei der alkoholischen Gärung jedoch nicht. Der Essig hat hier dem Apfelwein gegenüber also einen deutlichen gesundheitlichen Vorteil.
Nach Laborversuchen berichteten die beteiligten Forscher:
...“Wir untersuchten die biologischen Funktionen des Apfelessigs (...) und fanden dabei hereus, dass das in Äpfeln befindliche NMalphaG wie ein Tumor bekämpfendes Mittel gegen Krebsgeschwüre wirkt.“
Zunächst sorgen die oben genannten Eigenschaften des fruchtigen Essigs dafür, dass der Organismus in vielen Bereichen wieder in sein Gleichgewicht finden kann – ob das nun die Regulierung des Blutzuckerspiegels, die Aktivierung der Verdauung oder die Harmonisierung des Blutfettspiegels betrifft. Sind alle diese Funktionen im Lot, profitiert davon auch der Säure-Basen-Haushalt.
Zusätzlich liefert der Essig basische Mineralien - insbesondere Kalium, aber auch etwas Magnesium. Ausschlaggebend ist jedoch vielmehr, dass die organischen Säuren im Essig – ähnlich wie bei der Zitrone – vom Organismus verstoffwechselt und zur Energiegewinnung verwendet werden können.
Dabei entstehen Wasser und Kohlendioxid, welches abgeatmet wird. Übrig bleiben im Körper lediglich die basischen Mineralstoffe. Der Apfelessig kann daher – genau wie die Zitrone – trotz des sauren Geschmacks dem Körper dabei helfen, sich wieder im basischen Bereich einzupendeln.
Apfelessig kann bekanntlich sehr gut zur Konservierung von Gemüse eingesetzt werden. Das Ergebnis sind Essiggurken, sauer eingelegte Zwiebelchen oder andere kulinarische Feinheiten. Die Säuren im Essig – Apfelsäure, Essigsäure, Zitronensäure – sind es, die dafür sorgen, dass das Gemüse nicht verdirbt. Sie weisen pilzfeindliche und antimikrobielle Eigenschaften auf.
Doch bewahrt der Essig nicht nur das Gemüse vor Verderb, sondern auch denjenigen, der ihn trinkt. Und so soll er nicht nur präventiv vor Lebensmittelvergiftungen und Parasitenbefall schützen können, sondern sogar bei Blasenentzündungen Wirkung zeigen.
Es lohnt sich also eindeutig, den Essig als fleißigen Helfer nicht nur in die nächste Entschlackungskur zu integrieren, sondern ihn täglich als aktivierenden Morgentrunk, im Salatdressing, im Dip, zu Hülsenfrüchten oder auch als erfrischenden und gleichzeitig gesunden Sommerdrink an heißen Tagen zu genießen. Nun stellt sich nur noch die Frage: Wie muss die Qualität des Essigs sein?
Wenn Sie Apfelessig kaufen, achten Sie auf hohe Qualität. Der Essig sollte in natürlicher, naturtrüber und unerhitzter Form verwendet werden. Er ist dann ein enzymatisch hochaktives und lebendiges Produkt mit den genannten zahlreichen gesundheitlichen Vorteilen.
Wird der Essig hingegen gefiltert – was ihn bereits einer großen Anzahl seiner wertvollen Inhaltsstoffen beraubt – und anschließend pasteurisiert, also erhitzt, dann ist sein Wirkpotential deutlich reduziert. Achten Sie daher beim Kauf auf die richtige Qualität.
Er sollte keinesfalls aus einer Mischung aus Saftkonzentrat und Billigessig bestehen. Er sollte aus ganzen Äpfeln hergestellt sein – und nicht nur aus Schalen und Kerngehäusen Er sollte aus Bio-Äpfeln aus regionalem Anbau stammen.
Er sollte auch tatsächlich aus Äpfeln stammen und nicht etwa aus einem Obstgemisch, was dann OBSTessig heißen würde. Er sollte unerhitzt, also nicht pasteurisiert sein. Nur ein unpasteurisierter Apfelessig liefert Ihnen die erwünschten aktiven Enzyme.
Er sollte nicht gefiltert, also naturtrüb sein. Die Sedimente oder auch Schwebefäden im naturtrüben Essig stammen u. a. von der Essigmutter. Dabei handelt es sich um eine Ansammlung aus Essigsäurebakterien, Mineralstoffen, Vitalstoffen und Enzymen.
Die Überreste der Essigmutter mögen also unserem Auge vielleicht nicht immer zusagen, stellen aber ein Qualitätsmerkmal dar.
Quellen:
Mohamed el-OA et al., "The effect of cider vinegar on some nutritional and physiological parameters in mice." J Egypt Public Health Assoc. 2001;76(1-2):17-36
Ostman E et al., "Vinegar supplementation lowers glucose and insulin responses and increases satiety after a bread meal in healthy subjects." Eur J Clin Nutr. 2005 Sep;59(9):983-8
Johnston CS et al., "Vinegar improves insulin sensitivity to a high-carbohydrate meal in subjects with insulin resistance or type 2 diabetes." Diabetes Care. 2004 Jan;27(1):281-2
Liatis S et al., "Vinegar reduces postprandial hyperglycaemia in patients with type II diabetes when added to a high, but not to a low, glycaemic index meal." Eur J Clin Nutr. 2010 Jul;64(7):727-32
Leeman M et al., "Vinegar dressing and cold storage of potatoes lowers postprandial glycaemic and insulinaemic responses in healthy subjects." Eur J Clin Nutr. 2005 Nov;59(11):1266-71
Shishehbor F et al., "Apple cider vinegar attenuates lipid profile in normal and diabetic rats." Pak J Biol Sci. 2008 Dec 1;11(23):2634-8
Abe K et al., "Generation of antitumor active neutral medium-sized alpha-glycan in apple vinegar fermentation." Biosci Biotechnol Biochem. 2007 Sep;71(9):2124-9
Chiu HF, Chiang M, Liao HJ, Shen YC, Venkatakrishnan K, Cheng IS, Wang CK. The ergogenic activity of cider vinegar: A randomized cross-over, double-blind, clinical trial. Sports Med Health Sci. 2020 Feb 11;2(1):38-43



Kommentare