WIE DIE BROKKOLI SPROSSEN HALS- UND KOPFKREBS BEKÄMPFEN
- 14. Aug.
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Der sekundäre Pflanzenstoff Sulforaphan hat sich im Zusammenhang mit der Krebsprävention und Krebstherapie längst einen Namen gemacht – und zu Recht für etliche Schlagzeilen gesorgt.
In zahlreichen wissenschaftlichen Studien konnte nachgewiesen werden, dass Sulforaphan u. a. bei Bauchspeicheldrüsenkrebs und Prostatakarzinom eine äusserst heilsame Wirkung zeigt.
Sulforaphan kommt vor allem in Kreuzblütengewächsen wie Brokkoli, Kohl jeder Art, Rucola, Senf oder auch in der Kresse vor.
Besonders viel Potenzial steckt aber in Brokkolisprossen, da hier der Sulforaphan-Anteil 10- bis 100-fach höher ist als bei einer ausgewachsenen Pflanze: Somit liefert ein einziger Löffel mit Brokkolisprossen genau so viel Sulforaphan wie 500 g Brokkoligemüse.
Eine im Juni 2016 veröffentlichte Studie der University of Pittsburgh Schools of the Health Sciences Patienten mit Kopf- und Hals-Krebs erlitten seltener einen Rückfall ihres Krebses, wenn sie sich mit Brokkolisprossenextrakt behandeln liessen.
Besonders für Menschen also, die bereits Krebs gehabt hatten, kann der Brokkolisprossenextrakt offenbar sehr hilfreich sein. Die vorliegende Untersuchung bestätigte damit ähnliche Ergebnisse aus dem vorigen Jahr, die bereits beim Jahresmeeting der American Association for Cancer Research präsentiert worden waren.
"Bei Kopf- und Hals-Krebs erleben wir oft, dass wir Menschen krebsfrei nach Hause schicken, nur um sie wenige Jahre später wieder zurückkehren zu sehen – diesmal mit tödlichem Verlauf”, erklärt Studienautorin Dr. Julie Bauman
"Leider waren alle bisherigen Anstrengungen vergeblich, ein Medikament zu entwickeln, das dieses hohe Rezidivrisiko hätte vermindern können. Entweder die Mittel waren wirkungslos, zu teuer oder voller Nebenwirkungen. Also widmeten wir uns den „grünen Alternativen“, nämlich der kostengünstigen Entwicklung von Therapien, die auf Pflanzen bzw. deren Extrakten basierten.“
Dr. Bauman und Kollegen behandelten nun im Labor sowohl gesunde menschliche Zellen (aus dem Rachen- und Mundraum) als auch menschliche Kopf-und Hals-Krebszellen mit unterschiedlichen Sulforaphandosen.
Sulforaphan veranlasste beide Zellarten (die gesunden Zellen und auch die Krebszellen) dazu, grössere Mengen eines Proteins zu produzieren, welches seinerseits wiederum Gene aktivierte, die nun zu einer verstärkten Entgiftung krebserregender Stoffe führten.
Auf dieser Weise konnten Karzinogene z. B. aus Zigarettenrauch ind en Zellen keinen Krebs mehr auslösen.
Anschliessend führten die Forscher einen ersten Versuch mit 10 gesunden Freiwilligen durch.
Die Teilnehmer tranken einige Tage lang Fruchtsaft, der mit Brokkolisprossenextrakt angereichert wurde. Der Saft wurde sehr gut vertragen und die Zellen im Mund der Versuchsmenschen zeigten denselben Schutzeffekt wie man im oben beschriebenen Laborversuch hatte beobachten können.
Auch hier wurden besagte Entgiftungsgene aktiviert – und zwar besonders in Gewebe, für das ein höheres Risiko bestand, Krebs zu entwickeln.
Die beschriebenen Labor-, Tier- und Menschenstudien verliefen insgesamt derart erfolgreich, dass Dr. Bauman nun eine klinische Studie mit einer grösseren Zahl Freiwilliger begonnen hat:
Die Teilnehmer hatten alle bereits einen Kopf- oder Halskrebs, gelten derzeit als geheilt und nehmen nun im Rahmen von Dr. Baumans Studie Kapseln mit Brokkolisamenpulver ein. Das Pulver sei einfacher zu nehmen als ein Extrakt gemischt mit Saft. Man will sehen, ob man mit dieser Massnahme die Rückkehr des Krebses tatsächlich verhindern kann.
"Kopf- und Hals-Krebsarten machen zwar nur etwa 3 Prozent aller Krebsarten in den USA aus, in anderen Ländern jedoch, insbesondere in Entwicklungsländern ist die Zahl deutlich höher“, erklärt Dr. Bauman
„Ein vorbeugend wirksames Mittel aus Pflanzen oder Pflanzenextrakten würde die hohen Kosten der üblichen Krebsbehandlung senken, die Sterblichkeit durch die genannten Krebsarten reduzieren und natürlich insgesamt die Lebensqualität aller Menschen weltweit verbessern können.“
Die Bezeichnung „Kopf- und Hals-Krebs“ umfasst eine ganze Reihe von Krebserkrankungen, die im Kopf-Hals-Bereich auftreten, darunter der Kehlkopfkrebs, der Luftröhrenkrebs oder auch der Mundrachenkreb.
Als Hauptursache gilt eindeutig das Rauchen, wobei der zusätzliche Konsum von hochprozentigem Alkohol die Gefahr erhöht.
Des Weiteren zählen aber auch eine schlechte Mundhygiene, Schadstoffe wie Asbest und Nickel (z. B. in Farben und Lacken) sowie ein geschwächtes Immunsystem zu den Auslösern.
100 mg Sulforaphan gilt als hochdosiert und ist in nur wenigen Präparaten enthalten, z. B. im Suoforaphan – Hochdosierter, natürlciher Brokkoliextrakt, den Sie hier bekommen können:
Bei Kopf-Hals-Krebs bzw. zur Vorbeugung desselben haben sich ausserdem noch mindestens zwei weitere Naturheilmittel bewährt, über die ich bereits berichtet habe.
Über Sulforaphan habe ich auch schon hier mehr geschreiben:
https://www.naturheilkunde-fachberatung.de/post/sulforaphan-hilft-gegen-autismus-so-die-wissenschaft
Benötigen Sie mehr Informationen? Melden Sie sich bei mir über die Webseite.
Quellen:
J. Bauman, D. Johnson et al, "Broccoli Sprout Extract Promising for Head and Neck Cancer Prevention, UPMC, April 2015
Universitätsklinikum Heidelberg, "Bösartige Tumoren des Kopf-Hals-Bereichs allgemein"
H.-J. Schmoll. K. Hffken, K. Possinger (Hrsg.), "Kompendium Internistische Onkologie", Springer Verlag, 2006
ames McIntosh, "Could broccoli hold the key to head and neck cancer prevention?, MNT, April 2015
ulie E. Bauman, Daniel E. Johnson et al. Prevention of Carcinogen-Induced Oral Cancer by Sulforaphane. Cancer Prevention Research, June 2016
University of Pittsburgh Schools of the Health Sciences. "Broccoli sprout extract may protect against oral cancer recurrence." ScienceDaily. 23. Juni 2016



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