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WIRKUNG VON ARTEMISIA ANNUA WISSENSCHAFTLICH BESTÄTIGT

  • 29. Aug. 2024
  • 3 Min. Lesezeit


Artemisia annua enthÃĪlt verschiedene Pflanzenstoffe, fÞr die mÃķgliche gesundheitsfÃķrderliche Wirkungen nachgewiesen wurden. Der am meisten erforschte Inhaltsstoff ist der Wirkstoff Artemisinin, der fÞr seine Wirksamkeit gegen Malaria bekannt ist und in Studien u. a. auch eine Wirksamkeit gegen Krebs und virale Infektionen gezeigt hat.

 

Neben Artemisinin enthÃĪlt die Pflanze nach aktuellem Stand noch 17 weitere Sesquiterpene, sowie weitere Pflanzenstoffe wie Flavonoide und ÃĪtherische Öle.

 

Neben der Wirksamkeit gegen Malaria deuten neuere Studien auch auf einen mÃķglichen Einsatz von Artemisia annua gegen Krebs hin. Dabei wurde insbesondere die Wirkung von Artemisinin untersucht.

 

Artemisinin wirkt selektiv auf Krebszellen, wÃĪhrend gesunde Zellen weitgehend unbeschÃĪdigt bleiben. Wissenschaftler des BioQuant-Zentrums der Uni Heidelberg und des Deutschen Krebsforschungszentrums haben in Zellversuchen festgestellt, dass Artemisinin in den Tumorzellen den Eisenstoffwechsel beeinflusst und freie Radikale erzeugt, wodurch es schließlich zum Zelltod kommt.

 

Eine Wirksamkeit kÃķnnte gegen verschiedene Krebsarten gegeben sein, so z. B. gegen Brustkrebs und Dickdarmkrebs.

 

Neben der Wirkung gegen vorhandene Krebszellen, kÃķnnte Artemisia annua aufgrund des hohen Gehalts an Antioxidantien auch eine prÃĪventive, also schÞtzende Wirkung vor Krebs haben.

 

Studien weisen außerdem auf eine entzÞndungshemmende und schmerzlindernde Wirkung von Artemisia annua hin.

Die Pflanze kÃķnnte insbesondere bei entzÞndlichen Erkrankungen des Bewegungsapparats geeignet sein.

 

In einer Studie erhielten Patienten mit Arthrose des Knies oder der HÞfte Þber 12 Wochen einen Artemisia-annua-Extrakt (150 oder 300 mg, 2x pro Tag) oder ein Placebo.

Die Patienten mit der Dosierung von 150 mg zeigten eine deutliche klinische Verbesserung und hatten nach dem 12-wÃķchigen Zeitraum eine verbesserte Beweglichkeit und weniger Schmerzen.

 

Zahlreiche Laboruntersuchungen zeigen eine Wirksamkeit von Extrakten des EinjÃĪhrigen Beifußes gegen eine Vielzahl an Infektionserregern.

 

Insbesondere die ÃĪtherischen Öle, die in einem Destillationsverfahren gewonnen werden kÃķnnen, zeigen eine Wirkung gegen verschiedene bakterielle und fungale Krankheitserreger.

 

In einer Studie wurden alkoholische und wÃĪssrige Extrakte des EinjÃĪhrigen Beifußes sowie ein ÃĪtherisches Artemisia-annua-Öl gegen multiresistente E.Coli angewendet. Das Öl zeigte dabei die stÃĪrkste antibakterielle Wirksamkeit und kÃķnnte sogar verschiedene Antibiotika wie Amoxicillin oder Tetracyclin ersetzen.

 

Laborstudien zeigen, dass Heißwasser-Extrakte aus Artemisia-annua-BlÃĪttern gegen verschiedene Covid-19-Varianten wirken. Ein Tee aus Beifuß-BlÃĪttern kÃķnnte daher die antivirale Abwehr stÃĪrken.

 

Leishmaniose ist eine parasitÃĪre Infektionskrankheit, die durch einzellige Parasiten der Gattung Leishmania verursacht wird. Die Parasiten werden durch den stich infizierter SandmÞcken auf Menschen und Tiere Þbertragen.

 

Es gibt Krankheitsbilder, darunter eine mildere Form, die die Haut betrifft und als kutane Leishmaniose bezeichnet wird und eine schwerwiegende viszerale Form, die innere Organe wie die Leber und die Milz befÃĪllt und unbehandelt tÃķdlich verlaufen kann.

 

In einer Studie fÞhrte eine Injektion des ÃĪtherischen Öls von Artemisia annua in die BauchhÃķhle zu einer fast 90-prozentigen AbtÃķtung der Parasiten. Eine SchÃĪdigung von Organen durch das injizierte Öl wurde nicht festgestellt.

 

Nachgewiesene Wirkung gegen weitere Infektionskrankheiten:

-      Als topisches PrÃĪparat gegen Wundinfektionen mit Staphylococcus aureus

-      Gegen Tuberkulose

-      Gegen Flaviviren (z. B. Zika-Virus, FSME-Virus) in der Human- und Tiermedizin

 

Neben der Wirksamkeit gegen Infektionskrankheiten und Krebs zeigt Artemisia annua auch vielversprechende Wirkungen gegen Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes Typ 2.

Laborstudien zeigen, dass die Inhaltsstoffe von Artemisia annua auf verschiedene Weise der Entstehung von Diabetes entgegenwirken kÃķnnen bzw. bei der Behandlung hilfreich sein kÃķnnen.

 

Artemisia annua enthÃĪlt verschiedene Pflanzenstoffe, die entzÞndungshemmende und antioxidative Eigenschaften besitzen. Diese Eigenschafgten kÃķnnen zur Vorbeugung und Behandlung von Artherosklerose beitragen, indem sie die EntzÞndungen in den BlutgefÃĪßen reduzieren und die Bildung von Plaques verhindern.

 

Der EinjÃĪhrige Beifuß kÃķnnte auch bei der Behandlung von Autoimmunerkrankungen nÞtzlich sein. Verschiedene der enthaltenen sekundÃĪren Pflanzenstoffe regulieren die Immunabwehr und wirken entzÞndungshemmend.

 

Quellen:

 

Dhorda M, amaratunga C,Dondorp AM. Artemisinin and multidrug-resistant Plasmodium falciparum – a threat for malaria control and elimination. Curr Opin Infect Dis. 2021, 34(5):432-439

 

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